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Studieren im Ausland

Immer wieder aufgewacht

Um fünf Uhr klingelte der Wecker. Ich war bereits wach gewesen, doch hatte ich noch ein bisschen vor mich hingedöst. Die ganze Nacht über war ich immer wieder aufgewacht. Vor einer Reise kann ich nie richtig durchschlafen. Immer habe ich Angst, dass der Wecker nicht funktionieren wird, ich verschlafen und somit meinen Flug verpassen werde.

Meine Mutter hatte uns Brote, Joghurt und Obst von zu Hause mitgebracht, sodass wir im Hotelzimmer frühstücken konnten, bevor wir uns auf den Weg zum Flughafen machten. Mir war ein bisschen schlecht. Doch ich wusste, dass es die Nervosität war, und so zwang ich das Frühstück hinunter.

Am Flughafen angekommen, gingen wir direkt zum Check-In Schalter. Als ich jedoch die Schlange erblickte, wurde ich bleich. Zwar waren wir zwei Stunden vor Abflug gekommen, doch standen so viele Leute vor dem Schalter, dass es so aussah, als ob wir in vier Stunden immer noch warten würden. Die Frau vor uns war sichtlich ungehalten und meinte, dass die Schlange sich bereits seit einer halben Stunde um keinen Zentimeter bewegte.

Autor: Esther  |  Rubrik: studium  |  Mar 28, 2013
Autor: Esther
Rubrik: studium
Mar 28, 2013

Studieren im Ausland

Abschied für ein Jahr

Am Bahnhof ging alles ganz schnell. Nachdem wir das Gepäck aus dem Kofferraum geladen hatten, gingen wir zum Bahnsteig. Ich umarmte ein letztes Mal meinen Vater und anschließend meinen Bruder, und dann kam auch schon der Zug. Zusammen mit meiner Mutter hievte ich den Koffer in den Waggon, winkte ihnen zu und dann blickte ich den beiden noch eine Weile hinterher bis der Zug um die Ecke bog und sie verschwanden. Es kam mir nicht vor wie ein Abschied für ein Jahr. Es fühlte sich eher so an, als ob ich nach einem Wochenende zu Hause zurück nach Köln fahren würde.

Die Zugfahrt verging wie im Flug. Ich hatte meine Mutter zwei Monate nicht gesehen und sie war gerade von einer vierwöchigen Nicaraguareise zurückgekehrt, sodass wir uns die gesamte Fahrtzeit über unterhielten.

In Frankfurt angekommen, checkte ich noch ein letztes Mal meine Mails. Und tatsächlich hatte mir Thais, meine Betreuerin, geschrieben, dass sie aufgrund von starken Regenfällen in den Bergen festsaß und deshalb nicht zum Flughafen kommen könne. „Aber mach dir keine Sorgen“, meinte sie. „Meine Eltern und Jonatas werden da sein und dich in deine neue Wohnung bringen. Und wir treffen uns, sobald ich wieder in Fortaleza bin.“

Autor: Esther  |  Rubrik: studium  |  Mar 20, 2013
Autor: Esther
Rubrik: studium
Mar 20, 2013

Studieren im Ausland

Meet Polly

In Edinburgh war Klimawoche. Und dazu kam hoher Besuch aus dem Nordwesten. Polly Higgins ist gebürtige Schottin und studierte Recht in Glasgow. Ein spezielles Thema hat sie aber bis nach New York in die Vereinten Nationen gebracht. 2010 schlug sie nämlich vor, Ecocide (Umweltzerstörung) als Verbrechen gegen den Frieden in das römische Statut des Internationalen Gerichtshofs aufzunehmen. Das würde bedeuten, dass Vorstände, Politiker oder Unternehmen in aller Welt gerichtlich für umweltzerstörende Praktiken bestraft werden könnten. Würde das für diejenigen, die Regenwälder abholzen oder Öl aus Ölsänden in Kanada gewinnen nicht enorme Geldeinbußen bedeuten? „Nein“, meint Polly begeistert und bestärkt, dass die „Stop Ecocide Initiative“ unternehmerfreundlich ist. Wenn das Gesetz da ist, werden Firmenanwälte sicherstellen, dass Unternehmen dem Gesetz entsprechend handeln. Bis 2020 will Polly die Umweltzerstörung durch die Industrie eindämmen und deswegen heißt es, Kampagne betreiben. Dazu müssen eine Million Unterschriften gesammelt werden. Für mich es sehr beeindruckend, zu sehen, wie begeistert und aufopfernd sich Leute auf professioneller Ebene für den Umweltschutz einsetzen. Und, um mit ihren Worten zu schließen: „Es ist unsere Entscheidung uns hier und jetzt für das Leben, die Menschheit und unseren Planeten auszusprechen.“

Autor: Manuel  |  Rubrik: studium  |  Mar 19, 2013
Autor: Manuel
Rubrik: studium
Mar 19, 2013