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Studieren im Ausland

Kneif mich mal jemand

So froh und dankbar ich auch war, noch Kurse gefunden zu haben, die mich zum full-time Studenten machten und mir das Visum retteten, so unwirklich und sinnlos kommt mir jetzt Folgendes vor: Gestern Abend saß ich in meiner English Reading Class und musste feststellen, wie fehl am Platz ich war. Außer mir konnte niemand fließend Englisch. Nein, ich übertreibe nicht. Wir haben eine Vorstellungsrunde gemacht und ich war die einzige, die keine Notizen machen musste, sondern „locker flockig“ und stolz von mir und meinem Leben an der Ostküste erzählte. Während die anderen eher herumstammelten, langweilte und fragte ich mich, was ich denn überhaupt dort machte.

Also verließ ich nachdenklich den Unterricht und besuchte heute meine Economics Class. Dort stellte ich fest, dass die Voraussetzung ein Algebrakurs ist. Davon wusste ich erstens nichts und zweitens habe ich nie einen Algebrakurs besucht. Ich sprach also mit dem Instructor und mir wurde klar: Kein Algebrakurs, kein Economics-Kurs. Und was nun? Das ist eine gute Frage, denn den Economics-Kurs kann ich nicht belegen, da ich die Voraussetzung nicht erfülle und den Reading-Kurs möchte ich schlichtweg nicht belegen. Was kann ich also tun? Ich muss mir schnellstens was einfallen lassen, sonst verliere ich mein Visum. Denn ohne die Kurse habe ich keinen Status als Vollzeitstudentin und das bedeutet, mein Studentenvisum wird ungültig und das wiederum bedeutet goodbye USA – zurück nach Deutschland. Ich hoffe, es gibt noch eine andere Lösung.

Autor: Katharina  |  Rubrik: studium  |  Nov 15, 2011
Autor: Katharina
Rubrik: studium
Nov 15, 2011

Studieren im Ausland

Am (anderen) Ende ist alles anders

Deutlich „langsamer“ soll der Lebenstil in Kalifornien sein, wurde ich von den New Yorkern gewarnt. Viel freundlicher als die schnelllebigen Großstädter und „more welcoming“. Ich weiß noch, wie abwertend die Ostküstler von sich sprachen und wie lobend sie die Kalifornier beschrieben. „East coast people“ seien sehr auf die Arbeit fokussiert und eher unfreundlich. Für die Westküstler dagegen stünden die Familie und das leibliche Wohl im Vordergrund. Jedoch versprachen sie mir eines: Wenn du Freunde an der „right side“ hast, bleiben diese ein Leben lang, wohingegen das Wort Freundschaft an der „left side“ eher locker und vergänglich definiert wird. Soviel also zu der Meinung, die die „Rechten“ von den „Linken“ haben.

Wie ich es nach den paar Tagen in „Cali“ beurteile? Lasst mich euch ein Beispiel geben, das den typischen Kalifornier ziemlich genau widergibt: Gemütlich lief ich vom Studentenparkplatz über den Lehrerparkplatz ins Gebäude meines Colleges und sah einen Polizisten langsam auf mich zukommen. Ich dachte schon, er würde mich fragen, ob ich unerlaubterweise auf dem Lehrerparkplatz parkte, doch stattdessen kommentierte er das schöne Wetter und wünschte mir einen „beautiful day“. Auch in meinem Samstagskurs ging das Staunen weiter, denn die Schüler lachten, applaudierten und kommentierten ohne Scheu. Wow! Ob das die Regel oder die Ausnahme ist, das werde ich sicher nach meinen anderen Kursen nächste Woche beurteilen können.

Autor: Katharina  |  Rubrik: studium  |  Nov 8, 2011
Autor: Katharina
Rubrik: studium
Nov 8, 2011

Studieren im Auslan

Aus zwölf mach sechs

Na ja, sechseinhalb, um genau zu sein. Irgendwie scheint das Glück kontinuierlich auf meiner Seite zu sein. Etwas ungewiss machte ich mich auf den Weg zu meinem neuen International Student Advisor und erklärte ihm meine Situation. Long story short: Das Gespräch handelte mehr von meinen Erfahrungen als Praktikantin in New York City als meiner Schilderung des Problems. Denn ein Problem gibt es nicht wirklich. Mit der positiven Einschätzung eines „counselors“ hinsichtlich meiner Chancen an der California State University im nächsten Semester aufgenommen zu werden, könnte ich eine „reduced course load“ beantragen und das würde heißen, dass ich zwei meiner Kurse „droppen“ könnte! Und so kam es dann auch.

Ich machte mich auf den Weg zum Counselor und ließ meine Kurse aus New Jersey mit ähnlichen Kursen hier in Kalifornien vergleichen. Glücklicherweise waren fast alle meiner Kurse „transferable“ und meine Aufnahmechancen somit sehr gut. Mit dieser positiven Nachricht machte ich mich sofort daran, die beiden ungeliebten Kurse „English Reading for Beginners“ und die Ökonomie-Klasse zu verlassen. Übrig blieb nur mein Samstagskurs: Activity Coordinator. Um mein Studenten-Visum zu behalten, muss ich nur noch sechs Units belegen und dieser Kurs gibt mir nicht nur sechseinhalb Units, sondern bildet mich „nebenbei“ auch noch zum Activity Coordinator für Altenheime aus! Einer zweiten Karriere neben der Medienbranche steht also nichts im Wege, sollte es mit meiner Wunschkarriere nicht klappen.

Autor: Katharina  |  Rubrik: studium  |  Nov 3, 2011
Autor: Katharina
Rubrik: studium
Nov 3, 2011