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Studieren im Ausland

Das Gespräch aller Gespräche (Teil 1)

Immer noch muss ich mich beherrschen und weiß nicht, was ich denken soll. Aber der Reihe nach: In aller Herrgottsfrühe machte ich mich heute nach New York City auf. Meine Freundin Geneya, die ich aus meiner Radio Class kenne, traf ich an der Bushaltestelle und gemeinsam stiegen wir in den Bus Richtung Port Authority, NYC. Netterweise begleitete sie mich und so planten wir, uns einen schönen Tag in der City zu machen. Da standen wir nun, vor uns das Rockefeller Center, wo sich ein Radiosender befindet. Ich ging in die Lobby, zeigte meinen Ausweis vor, lies meine Handtasche „screenen“ und fuhr den Fahrstuhl hoch. Natürlich wurde ich immer aufgeregter, als ich auf dem Weg zum 36. Stock schwebte. Es kam mir fast so vor, als befände ich mich in meinem persönlichen Fahrstuhl in den siebten Himmel.

Oben angekommen wusste man lustigerweise gleich, wer ich bin und zu wem ich wollte. Man bat mich, Platz zu nehmen und so wartete ich und beobachtete währenddessen, wie in dem Studio gleich nebenan moderiert wurde. Ich lächelte und mein Blick schweifte weiter. Natürlich kannte ich schon alles. Joey, mein Radio-Lehrer hatte mir und meinen Mitschülern ja bereits alles gezeigt, als wir hier an einem Abend Unterricht hatten. Einen besseren „Klassenraum“ als ein Konferenzzimmer im Rockefeller Center gibt es wohl auch nicht. Ich saß also da, wartete auf Al, mit dem ich das Gespräch führen sollte und atmete tief durch, damit man meiner Stimme nicht anmerkte, wie aufgeregt ich war. Dann kam er.

Autor: Katharina  |  Rubrik: studium  |  May 19, 2011
Autor: Katharina
Rubrik: studium
May 19, 2011

Studieren im Ausland

Es geschehen doch noch Wunder

Es gibt Momente im Leben, da weiß man nicht, was man denken soll. Sollte man sich freuen, oder wäre das viel zu früh? Heute war einer dieser Momente. Ich checkte mein E-Mail-Postfach und entdeckte eine Mail mit der Betreffzeile: „Internship“. Ohne irgendetwas zu denken öffnete ich die Mail und las sie. Tatsächlich, das Warten hatte ein Ende. ENDLICH meldete sich Sirius XM, der große Radiosender, auf den ich die ganze Zeit gewartet hatte. Mein Lehrer hatte doch nicht übertrieben als er meinte, ich bräuchte mir keine Sorgen zu machen und würde DEN Anruf früher oder später bekommen. Al, On-Air Host und Music Programming Department Director, bat mich um Rückruf. Mann, war ich aufgeregt als ich nur ein paar Sekunden später zum Hörer griff und ohne wieder irgendetwas zu denken, anrief.

Am anderen Ende der Leitung meldete er sich und seine Stimme erhellte sich sofort, als ich meinen Namen nannte – Joey, mein Lehrer, hätte schon so viel Gutes über mich erzählt. Wir einigten uns auf einen Interview-Termin für Donnerstag. Donnerstag? Egal, muss ich eben meine geliebte TV-Class „schwänzen“, mein Prof wird das sicher verstehen. Al und ich verabschiedeten uns, ich legte auf und dachte nach. Was war in den letzten fünf Minuten bloß geschehen... Ich führte genau das Telefonat, auf das ich schon seit Monaten wartete! Freude überrannte mich, aber nein, Kat, freu dich noch nicht zu sehr, noch hast du keine Zusage. Daumen drücken ist nun angesagt – mehr denn je!

Autor: Katharina  |  Rubrik: studium  |  May 6, 2011
Autor: Katharina
Rubrik: studium
May 6, 2011

Studieren im Ausland

Also soll es Cablevision sein?

Typisch Amerikaner! Da kommt man zwanzig Minuten früher zum Vorstellungsgespräch, weil man als Deutsche natürlich großen Wert auf Pünktlichkeit legt, und dann steht man vierzig Minuten vor einer Eingangstür, die nur angemeldete Besucher und Mitarbeiter durchlässt. So stand ich also in der Kälte, wartete und wartete. Auch auf dem Handy konnte ich John, der bereits zwanzig Minuten Verspätung hatte, nicht erreichen. Dann kam er aber doch noch und das Gespräch konnte losgehen. Aus meinem ersten Interview habe ich gelernt, dass man sein „resume“ immer dabei haben sollte, denn auch wenn man es bereits eingereicht hatte, heißt das noch lange nicht, dass der Interviewer dieses auch griffbereit hat. Ich übergab also meine Unterlagen und John fragte mich interessiert über „Deutscheland“ aus. Er hätte dort auch einmal für zwei Jahre lang gelebt, aber von seinen Deutschkenntnissen sei „nothing uebric“ geblieben. Am Ende des Gesprächs zeigte er mir mehrere Werbespots, die Cablevision vor kurzem produziert hatte.

Was meine Aufgaben bei Cablevision wären? Ich wäre ich Produktionsassistentin, die bei jedem Meeting dabei wäre, Skriptentwürfe für die zu produzierenden Werbespots schreibt und alles in allem wie eine „echte“ Mitarbeiterin behandelt werden würde, ohne „Praktikantenstempel“. Und wisst ihr was? Ich hab den Job! John bot ihn mir sofort an! Ich habe zugesagt, hoffe aber immer noch darauf, dass sich mein großer „New York City Radio Traum“ doch noch erfüllt.

Autor: Katharina  |  Rubrik: studium  |  Apr 27, 2011
Autor: Katharina
Rubrik: studium
Apr 27, 2011