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Studieren in den USA

Mit der Lizenz zum Spicken

Ja, ihr habt richtig gelesen, hier in Amerika läuft es ein wenig anders als in Deutschland. Hier ist es auch mal kein Problem, ein sogenanntes „cheat sheet“ zum Examen mitzunehmen  – und zwar auf ausdrücklichen Wunsch der Lehrerin. Ich habe nicht schlecht gestaunt, als unsere Psychologie-Lehrerin auf einmal sagte, wir dürften uns den ganzen Stoff auf ein Blatt schreiben und es tatsächlich fürs Examen benutzen. Die einzige „Bedingung“ war, dass wir den Zettel handschriftlich beschreiben, denn das hätte „einen viel größeren Effekt“.
Eigentlich sollte ich mich ja darüber freuen, wenigstens in einem Fach nicht wie eine Irre lernen zu müssen. Aber ich frage mich wirklich, wofür es gut sein soll, bei einem Test mehr oder weniger „betrügen“ zu dürfen. Ich bin vom Typ Mensch, der stolz auf seine A’s ist, nachdem er stundenlang gelernt hat, anstatt alles nur abgelesen zu haben. Erst recht, da ja jeder „Depp“ auf diesem Wege zu seiner guten Note kommen kann und sehr gute von durchschnittlichen Studenten schwer zu unterscheiden sind.
Aber mal abwarten: Meine Gastmutter meinte, sie hätte die Erfahrung gemacht, dass Tests dieser Art viel schwerer seien als andere. Schließlich sei es wie in Mathe, wo man die Formeln in der Regel auch mit zum Test bringen darf. Wie auch immer, ich warte ab und lerne trotzdem genauso intensiv für dieses Examen wie für alle anderen. Na ja, vielleicht ein bisschen weniger intensiv, aber irgendwie habe ich schon Angst davor, dieses Examen zu unterschätzen ...ich werde euch wissen lassen, wie es gewesen ist.

Autor: Katharina  |  Rubrik: studium  |  Mar 22, 2010
Autor: Katharina
Rubrik: studium
Mar 22, 2010

Studieren in den USA

Wieviel ist mein USA-Studium eigentlich wert?

Mindestens drei Semester am Community College habe ich noch vor mir, dennoch versuche ich bereits für die Zeit danach zu planen. Um ganz ehrlich zu sein, mir sagt mein Herz zurzeit folgendes: Geh zurück nach Deutschland und bewirb dich entweder an einer Uni oder versuche dein Glück gleich mit einer Bewerbung um ein Praktikum bei den Medienanstalten.

Aber wie sehen meine Chancen nach meinem Abschluss am Community College aus? Was für einen Abschluss habe ich dann und was ist dieser in Deutschland wert? An einem Community College erreicht man das „Associate Degree“, mit dem man in der Regel auf ein College wechselt, um dort den Bachelor in seinem Major (Hauptfach) zu bekommen. Schließlich wissen die meisten Studenten, dass man mit einem „Associate Degree“ in den USA nicht sehr weit kommt.

Aber auch in Deutschland bringt mir dieser Abschluss nicht viel, denn er wird von den deutschen Behörden nicht anerkannt! Würde ich aber noch den Bachelor draufsetzen, bräuchte ich mir um die Anerkennung keine Sorgen zu machen und könnte mich sowohl in den USA, als auch in Deutschland stolz Journalistin nennen. Eigentlich schwanke ich auch immer noch zwischen Bachelor in den USA machen oder lieber in der Heimat.

Was soll ich also tun? In ein paar Monaten müsste ich mir darüber bereits ernsthafte Gedanken machen, während ich das im Moment eher vermeiden will. Aber ich weiß, dass diese Entscheidung auf mich zukommt. Doch da ist nicht nur die Frage, „wo will ich die nächsten Jahre meines Lebens verbringen?“, sondern auch die Frage des Geldes zu klären. Denn mein „Transfer-College“, auf dem ich den Bachelor machen würde, kostet ungefähr 20.000 Dollar pro Jahr und möchte ich, dass das meine Gastmutter bezahlt? Sie hat es mir angeboten, aber ich fühle mich bei dem Gedanken sehr schlecht und müsste mir das ganz genau überlegen...

Autor: Katharina  |  Rubrik: studium  |  Mar 17, 2010
Autor: Katharina
Rubrik: studium
Mar 17, 2010

USA

Ehren-Studentin ... yeah!

Vor kurzem habe ich einen Brief von meinem College erhalten und dessen Inhalt hat mich doch glatt vom Hocker gerissen: Ich bin drauf! Wo drauf? Auf der „Honor’s List“ für das vergangene Semester.

Jedes amerikanische College veröffentlicht nach einem abgeschlossen Semester seine eigene „Honor’s List“ und zeichnet damit die Studenten aus, die besonders herausragende Leistungen erbracht haben. Die Leistungen müssen einem GPA von mindestens 3.50 entsprechen. Da mein „Grade Point Average“ bei 3.941 liegt, habe ich es also locker auf die begehrte Liste geschafft. Der GPA ist dem deutschen Notendurchschnitt gleichzusetzen. Während jedoch in Deutschland gilt: Je niedriger der Notendurchschnitt desto erfolgreicher der Schüler, ist es in Amerika umgekehrt.

Da ich mich jetzt bereits in meinem zweiten Semester befinde, spornt mich das natürlich umso mehr an, wieder mit guten Noten zu glänzen, um es auch in diesem Semester auf die begehrte Liste zu schaffen. „Psychology“ und „Radio- and Television Broadcasting“ sind nur zwei meiner vier Kurse und auch die anderen beiden, „English Composition“ und „Introduction to Cinema“, klingen so interessant, dass mir das Lernen sicher nicht allzu schwer fallen wird. Im Gegenteil: Ich habe erfahren, dass ich in zwei der Kurse weder ein „Mid-Term“- noch ein „Final-Exam“ schreiben muss. Somit erspare ich mir eine Menge Arbeit, auch wenn stattdessen mehrere umfangreiche „Paper“ anstehen. Aber ich freue mich schon darauf, diese zu schreiben, schließlich ist genau dies meine absolute Leidenschaft: Schreiben, schreiben, schreiben.

Anyway, auch dieses Semester werde ich mein Bestes tun, um meinen GPA zu halten und meinen Platz auf der Liste zu verteidigen. Drückt mir die Daumen!

Autor: Katharina  |  Rubrik: studium  |  Mar 8, 2010
Autor: Katharina
Rubrik: studium
Mar 8, 2010