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Schülerleben live

Alles international?!

„English, Español, Français or Deutsch?“ Vielleicht wurde man auch noch auf anderen Sprachen gefragt, mit welcher man kommunizieren möchte oder kann, aber das habe ich dann wohl einfach nicht verstanden. Letztes Wochenende war ich nämlich auf einer Feier von Erasmusstudenten. Da sind natürlich so ziemlich alle Nationen vertreten – sehr interessant, was man da so über andere Länder, Kulturen und Leute erfährt! Wenn mir aber ein Neuseeländer erzählt, dass er jetzt in Deutschland lebt und auf meine Frage, ob er seine Familie nicht vermisst, antwortet: „Ach, mein Vater arbeitet eh in Dubai, seit einem Jahr stehen wir sowieso nur in E-Mail-Kontakt.“, finde ich, wird es zu viel mit dem Internationalen… Wo gehört man denn dann eigentlich noch hin? Wo fühlt man sich zu Hause?

Ich habe mich schon öfter gefragt, wie international ich eigentlich arbeiten und leben will. Einerseits ist ja ein wechselnder Arbeitsplatz, auch im Ausland, sehr spannend und bietet so einiges an Herausforderungen, aber wie geht das ganze mit Familie und Freunden zusammen? Darüber haben wir letzte Woche mit unserer Deutschreferendarin, die „European Studies“ studiert hat, eine kleine Diskussion geführt: Große internationale Karriere oder Familie und Freunde? Wie kann man beides vereinen? Wie sieht man das mit 20, 30 oder 50 Jahren?

Alles nicht so einfach, und auch die goldene Mitte ist hier schwer zu finden. Wie gut, dass ich diese Entscheidung im Moment noch nicht treffen muss, und mich unabhängig davon mit der Erasmusgruppe amüsieren kann!

Autor: Maja  |  Rubrik: orientieren  |  23.02.2012
Autor: Maja
Rubrik: orientieren
23.02.2012

Schülerleben live

Das Leben geht weiter!

Inzwischen bin ich schon wieder relativ hergestellt – mit Korsett fühle ich mich sogar richtig stabil und sicher. Allerdings kann ich immer noch nicht ewig sitzen. Ich gehe wieder ein bisschen in die Schule, zumindest in die Abiturfächer, also in Mathe, Deutsch, Englisch, Geographie und Kunst. Auch zur Zeugnisvergabe und sonstigen wichtigen Anlässen hab ich mich blicken lassen.

Außerdem kann ich schon wieder schwimmen. Da das zurzeit der einzige Sport ist, den ich machen kann, trifft man mich fast jeden Tag im Hallenbad an. Weil Brustschwimmen aber nur bedingt gut für meinen Wirbel ist, lerne ich jetzt endlich mal richtig Kraulen.

Gestern habe ich dann das erste Mal das Haus verlassen, um etwas zu unternehmen. Ich habe so lange nichts erlebt, dass ich richtig aufgeregt war, ins Kino zu gehen! Ich habe einen Dokumentarfilm über Kuba gesehen. „A Letter to the Future“. Der Film hat, wie zu erwarten, sämtliche Kommunismusdiskussionen zur Folge gehabt, aber auch die Reiseplanung ein bisschen angeregt.

Da für mich inzwischen relativ klar ist, dass ich in näherer Zukunft wegen meines Rückens keinen schweren Rucksack tragen kann, bin ich mit meinem mexikanischen Reisegefährten zu dem Schluss gekommen, dass ein Auto eine praktische Alternative wäre. Meine beiden deutschen Freundinnen würden auch ein Stück mit uns fahren. Das würde sich bestens treffen, weil sie sehr nett, unkompliziert und reiseerfahren sind und sich außerdem die Kosten so ein bisschen besser stemmen lassen.

Ja, die Pläne nehmen langsam Gestalt an: Erst das Praktikum in Mexiko Stadt bei Amnesty International, dann zu viert im Bus einen Monat Richtung Süden, nach Möglichkeit bis nach Panama und zu zweit wieder zurück. Mal schauen, ob das alles klappt und wie es danach weitergeht...

Im Moment versuche ich herauszufinden, ob ich ein Visum brauche und wenn ja, welches, aber das scheint irgendwie keiner zu wissen. Wenn das so weitergeht, bietet das genug Stoff für einen eigenen Blog!

Autor: Maja  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  14.02.2012
Autor: Maja
Rubrik: auszeit nach dem abi
14.02.2012

Schülerleben live

Skiurlaub mit fatalen Folgen

„Hanna, hast du Lust mit uns in den Weihnachtsferien Ski fahren zu gehen?“ Na klar doch! Bis vor drei Wochen konnte ich mir nichts Spaßigeres vorstellen, als mit Freunden nach Österreich zum Ski fahren zu fahren.

Es war auch alles ganz wunderbar, bis ich am dritten Tag irgendwie hingefallen bin. Wie es dazu kam, weiß ich allerdings nicht mehr, genauso wenig, wie ich mich an meine Ohnmacht erinnere. Erst die Serpentinen, die wir mit der „Rettung“, wie die Österreicher den Krankenwagen nennen, runter zum Krankenhaus gefahren sind, sind mir etwas schmerzhaft in Erinnerung geblieben. Das erste, was mir im Krankenhaus gesagt wurde, war: „Oh, auf den Rücken sind Sie gefallen… das ist ja ganz schlecht! Da besteht die Möglichkeit querschnittsgelähmt zu bleiben…“. Also, das war ja ziemlich beruhigend! Ganz so schlimm war es dann aber doch nicht: Ein Wirbel war irgendwie gebrochen und ich musste erst mal fünf Tage im Krankenhaus in Schladming bleiben. Dann wurde ich mit einem Liegendtrasport nach Hause gefahren – ich darf nämlich nicht wirklich sitzen.

Das gestaltet sich natürlich als gewisses Problem, wenn man in die Schule gehen soll. So war ich jetzt auch die ersten beiden Wochen nach den Ferien zu Hause rumgelegen und bin nur zu wichtigen Klausuren, leicht mit Paracetamol gedopt, in die Schule gegangen. Man könnte meinen, es macht einen unglücklich, nur rumzuhängen, aber ich bin so dankbar, nicht querschnittsgelähmt zu sein, dass es mir bestens geht. Außerdem werde ich ständig von Freunden besucht und habe endlich mal Zeit zu lesen.

Ab nächster Woche werde ich mit Korsett wieder vorsichtig für ein paar Stunden in die Schule gehen. So kurz vor dem Abitur ist es nicht direkt empfehlenswert, für sechs Wochen (das ist die Prognose des Arztes, bis alles wieder in Ordnung ist) in die Schule zu gehen. Auch wenn ich vielleicht nicht den schönsten Urlaub meines Lebens im Schladminger Krankenhaus verlebt habe, hab ich noch mal ganz schön Glück im Unglück gehabt!

Autor: Maja  |  Rubrik: orientieren  |  31.01.2012
Autor: Maja
Rubrik: orientieren
31.01.2012