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Mit dem Fahrrad durch Afrika

Ankunft in Afrika

Mit einem starken Rütteln setzt der Flieger auf der Landebahn in Kairo auf. Fast im selben Moment stehen schon die ersten Passagiere im Gang und bemühen sich ihr Handgepäck aus den Ablagen zu holen. Der Erste, der den Flieger verlässt, hat ein gutes Gefühl, diese Schlacht für sich entschieden zu haben und den ersten Platz in der Schlange an der Passkontrolle. Ich gebe mich geschlagen und trotte entspannt als einer der Letzten aus dem Flugzeug.

Wenig später gelange auch ich zur Passkontrolle und bekomme für 15 Dollar einen schönen, funkelnden Aufkleber in den Pass. Gegen 3 Uhr frühmorgens habe ich all mein Gepäck vom Laufband geklaubt, das Fahrrad ist wieder als solches zu erkennen und ich verabschiede mich winkend von den Polizisten, die mir beim Zusammenschrauben des Fahrrads zugeschaut hatten. Einer meint noch stolz, wenn ich mal im Fernsehen zu sehen bin, dann kann er seinem Sohn erzählen, dass er mir geholfen hat! Ich dränge mich durch die Menschentraube, die auf ihre Ankömmlinge wartet und betrete nun afrikanischen Boden.

Autor: Benny  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Jan 21, 2008
Autor: Benny
Rubrik: auszeit nach dem abi
Jan 21, 2008

Mit dem Fahrrad durch Afrika

'Schnell' auf das Schiff

Es war klug in der Nähe des Tickethäuschens zu bleiben, damit man auch von den anderen Wartenden wahrgenommen wird und so später vielleicht bessere Chancen hat. Es waren ca. 20 weitere Männer, die auf ein Ticket hofften. Sobald sich nur ein bisschen Veränderung im Inneren des Häuschens abzeichnete, sprangen alle auf und drängten dem Schalter entgegen. Nach ein paar Minuten beruhigten sich alle wieder und das Spiel konnte von Neuem beginnen. Während des Wartens unterhielten wir uns ein wenig und jeder fand einen dringenderen Grund, warum unbedingt „ER" mit auf das Boot muss. Da war der Verliebte, die kranken Kinder, der Geschäftsmann ...

Nach einiger Zeit munterte ich die Menge etwas auf und bot kleine Rundfahrten mit dem Tandem an. Dankend wurde so die Wartezeit verkürzt. Denn aus den fünf Stunden wurden schließlich acht. Um 17 Uhr trat Mr. Sahla vor die Menge und verkündete: „Jeder bekommt ein Ticket, wenn nicht für heute, dann für nächste Woche!" Was er genau damit meinte, wussten wir nicht. Aber schließlich tat sich etwas am Schalter und alle Wartenden bekamen die Tickets ausgestellt. Jetzt musste es schnell gehen, die Fähre sollte schon in wenigen Minuten ablegen. Aber schnell ist in Afrika etwas Unmögliches. Mindestens vier Mal wurde unser Pass kontrolliert, ob wirklich ein Visum für den Sudan vorhanden ist. Ein paar Formulare mussten noch ausgefüllt werden, für das Fahrrad auch noch etwas Geld bezahlt und noch mal in den Pass geschaut werden, es könnte sich ja etwas verändert haben.

Autor: Benny  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Mar 10, 1008
Autor: Benny
Rubrik: auszeit nach dem abi
Mar 10, 1008

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