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Mit dem Fahrrad durch Afrika

Campingplatz am Steil-Cliff

Mit dem Grenzübergang von Tanzania nach Malawi war das ruhige, ungestörte Radeln wieder vorbei. Kinder rannten erneut freudig neben mir her. Ab und an hörte ich zwischen den „Hello", „Bye-bye" und „Good morning"-Rufen auch mal wieder ein „Give me Money" heraus. Aber dies fiel meist gar nicht weiter auf, denn die freudlichen, netten Menschen überwiegten deutlich.

Von den Bergen hinab führte die Straße nun am Ufer des Malawi-Sees entlang. Reisfelder säumten die Straße auf beiden Seiten und ab und an konnte ich einen Blick auf den fast 1.000 Kilometer langen See erhaschen. Am Ufer befanden sich immer wieder schöne Lodges mit Campingplätzen, in denen ich es mir gut gehen ließ. Seit längerer Zeit traf ich mal wieder viele „Mzungus", Weiße, die auch auf den unterschiedlichsten Routen durch Afrika unterwegs waren. So konnte ich nach einem erfrischenden Bad im See, bei einem guten „Kuche Kuche" (Mais-Bier) Informationen austauschen oder einfach den Abend mit anderen Reisenden genießen.

Der erste schöne Halt auf meiner Reise nach Süden entlang des Sees war Chitimba. Der kleine Ort liegt in einer schönen weit gestreckten Bucht, die von Bergen umgeben ist. Von dort aus machte ich mich auf zu dem 500 Meter höher gelegenen Ort Livingstonia. Fahren konnte man das leider nicht ganz nennen, denn die zwölf Kilometer lange Schotterstraße schlängelte sich meist so steil den Berg hinauf, dass an Fahren nicht zu denken war. Aber es störte mich nicht, denn die Strecke war sehr schön und auf jeden Fall wert, etwas intensiver genossen zu werden. Oben angekommen fand ich einen grandiosen Campingplatz, der direkt auf einem steilen Cliff gelegen war. Es eröffnete sich ein toller Blick auf den unter mir liegenden Malawi-See. Der Platz war jedoch nicht gerade etwas für Schlafwandler, denn das Cliff fiel nur etwa einen Meter von meinem Zelteingang steil ab.

Autor: Benny  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Oct 16, 2008
Autor: Benny
Rubrik: auszeit nach dem abi
Oct 16, 2008

Mit dem Fahrrad durch Afrika

Danger, Wild animals crossing

Im Süden führte die Straße mal wieder durch einen Nationalpark. Der Mikumi Park ist einer der wenigen, den man mit dem Fahrrad befahren darf. Ich versuchte es so einzurichten, dass ich in der Mittagszeit hindurch fuhr. Dann schlafen die Löwen und lassen die Radfahrer in Ruhe. Am Parkeingang stand ein großes Schild mit der Aufschrift: „Danger, Wild animals crossing next 50 Kilometer". Die ersten 20 Kilometer war von denen nichts zu sehen. Die einzigen Viecher waren Bremsen, die mich ganz schön belästigten und zu immer schnellerem Fahren anstachelten. Doch dann kamen die Tiere in großer Zahl: Elefanten, Giraffen, Gazellen, Zebras, Antilopen und zahlreiche Affen. Löwen habe ich nicht zu Gesicht bekommen, darüber war ich aber auch nicht zu sehr enttäuscht. Nach weiteren 30 Kilometern war der „Zoo" wieder zu Ende und ich musste mich mit den „normalen" Tieren wie Ziegen, Schafen, Rinder und Schweinen zufrieden geben.

Umso mehr ich nach Westen kam, stieg auch wieder das Land etwas an. Ein paar Pässe waren zu bewältigen und so wurde das Radeln nicht langweilig. Zudem hatte ich von anderen Reisenden gehört, dass Malawi ein guter Ort zum Entspannen sei.

 

Autor: Benny  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Sep 30, 2008
Autor: Benny
Rubrik: auszeit nach dem abi
Sep 30, 2008

Mit dem Fahrrad durch Afrika

Knocking on Heavens Door

Die Straßen in Tanzania sind zwar nicht stark frequentiert, aber die Busse und Trucks, die diese befahren sind höllisch gefährlich. Hier regiert ganz klar das Recht des Stärkeren. Fußgänger haben gar keine Rechte und müssen sogar vor den Radfahrern zurückweichen. Radfahrer haben schlechte Karten bei allen motorisierten Verkehrsteilnehmern, nur die Busse und Trucks haben Narrenfreiheit und schicken auch so manchen PKW in den Straßengraben. Die Fahrer bekunden zwar immer mit Aufschriften, dass sie an einen Gott glauben, aber dem kann unmöglich so sein. Aufschriften, wie „In God we trust" und „God is able" sollten lieber geändert werden in „Knocking on Heavens Door!" oder „The Heaven is near!"

Den ganzen Tag beobachte ich mit einem Auge meinen Rückspiegel und bei einem sich mir nähernden Fahrzeug muss ich zusehen, dass ich die Straße verlasse. Dass ein Bus für ein schwächeres Fahrzeug bremst habe ich nicht gesehen. Zum Glück hält sich aber der Verkehr in Grenzen und die Busse starten immer gegen sechs Uhr in Dar es Salam. Dann kann man immer die Zeit abschätzen, bis der große Schwung Busse an einem vorbeibrausen wird.

Autor: Benny  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Sep 25, 2008
Autor: Benny
Rubrik: auszeit nach dem abi
Sep 25, 2008