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Die Lehrer von morgen

Schokoladenfestival in Tübingen

Neulich besuchte ich das Schokoladenfestival in Tübingen. Gestaltet ist dieses wie ein Weihnachtsmarkt nur, dass alle Ständchen Köstlichkeiten mit Schokolade verkaufen. Es besteht ein breites Angebot von Trinkschokolade, Pralinen, Nougat, Schokofrüchten bis hin zu Schokoladenbier aus aller Welt.
Um viele der Leckereien zu probieren, ist ein dicker Geldbeutel Voraussetzung. Eine einzige Praline kostet nämlich ab 70 Cent aufwärts. Ich begnügte mich vorerst mit einem heißen Getränk aus Zartbitterschokolade – eine sehr süße Verführung! Daraufhin kostete ich getrocknete Schokofrüchte – Mango und Melone – aus Frankreich, was sehr köstlich war. Ich gönnte mir auch eine Pistazie-Marzipanpraline, die eine Geschmacksexplosion bei mir auslöste. Richtig lecker! Danach trank ich noch ein Schokoladenbier, was jedoch nichts allzu besonderes war.
Mit ohnehin bereits überhöhtem Zuckerspiegel kostete ich zudem etwas Sahnenougat, da ein Bekannter ein ganzes Kilo davon haben wollte. Es war himmlisch, wie dieses weiche Stück auf meiner Zunge zerging. Mit großen Augen packte mir die Verkäuferin den Nougatstein ein, denn es war nicht üblich, eine solch große Menge zu kaufen – man sollte ja genießen. Die Anzahl an Kalorien, die dieses Nougat innehat, hinterfragt man besser nicht.
Als es langsam Abend wurde, trafen immer mehr Leute ein und es wurde ziemlich ungemütlich an den Ständen. Ich trollte mich also bepackt mit einem Kilo Nougat, Pralinen und Schokofrüchtchen in Richtung Auto und war heilfroh, als ich dort wieder einfach Wasser trank, das zur Abwechslung nicht süß war. Von Schokolade habe ich die nächsten Tage erstmal genug!

Autor: Eva  |  Rubrik: studium  |  Jan 10, 2017
Autor: Eva
Rubrik: studium
Jan 10, 2017

Die Lehrer von morgen

Emanzipiert

„Ich bin eine starke, emanzipierte Frau und kann selbst entscheiden, was ich trinke und was nicht“ – das antwortete ich dem Mitbewohner eines Freundes, der mich neulich auf einer WG-Party überreden wollte, von Wasser auf Wodka umzusteigen. In dem Moment war das mit einem kleinen Augenzwinkern gesagt, aber eigentlich habe ich mich bislang schon für ziemlich emanzipiert gehalten. Ich mag es nicht, wenn man mir Getränke ausgibt oder mich zum Essen einlädt – es sei denn, ich zahle beim nächsten Mal die Rechnung. Ich fahre sehr selbstbewusst Auto und studiere ebenso selbstbewusst Mathe. Ich beschwere mich, wenn man mir in Entscheidungen reinredet, ohne dass ich nach einer Meinung gefragt habe.
Dennoch habe ich in letzter Zeit festgestellt, dass es Vorteile hat, ein zumindest durchschnittlich attraktives Mädchen mit großen Augen, blonden Haaren und einer Piepsstimme zu sein. Als ich zum Beispiel in der AStA-Fahrradwerkstatt selbstständig meine Räder festziehen wollte, bekam ich mehr Hilfe als notwendig, und der Mitarbeiter der Werkstatt suchte mir sogar aus der Schraubensammlung ein paar Exemplare heraus, um meinen seit Wochen losen Kettenschutz wieder zu befestigen.
Seit ich darüber nachdenke, bin ich unsicher, wo man bei Emanzipation die Grenzen zieht. Dinge, die ich eigentlich selbst kann, von anderen übernehmen zu lassen, ist doch nicht wirklich emanzipiert, oder? Sicher bin ich mir nur in einem Punkt: Ich will ernst genommen werden – als Frau, vor allem aber als Mensch. Wenn das geht, obwohl ich ab und zu mit einem Lächeln unliebsame Aufgaben abwälze – gerne. Falls nicht, repariere ich mein Fahrrad beim nächsten Mal lieber ohne Hilfe.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Jan 5, 2017
Autor: Janna
Rubrik: studium
Jan 5, 2017

Die Lehrer von morgen

Tapetenwechsel Teil 2

Kürzlich teilten mir meine beiden Mitbewohnerinnen mit, dass sie finden, ich solle die Besuchszeiten meines Freundes in unserer WG einschränken oder er müsse sich an den Nebenkosten beteiligen. Das hat mir den Rest gegeben, nachdem ich ohnehin schon keinen Draht zu ihnen finden konnte und mir ihre ständige Kritik zu Sauberkeit und Ordnung gehörig auf die Nerven ging (siehe Teil 1). Ich denke, an so einem Punkt kommt man miteinander einfach nicht weiter. Mein Freund und ich führen eine Fernbeziehung. Da er im Moment nur noch lernen muss und keine Pflichtveranstaltungen mehr hat, ich aber sechs Tage in der Woche in Ludwigsburg für Uni-Veranstaltungen und Nebenjobs präsent sein muss, ist es zurzeit einfacher für uns, wenn er mich wöchentlich besuchen kommt. Ich kann verstehen, dass es komisch ist, einen Fremden in der Wohnung zu haben. Aber ich denke, in einer anderen WG hätte es sich ergeben, dass er nicht fremd geblieben wäre. Natürlich dürfen sie ihre Meinung äußern, sie sind genauso Mieterinnen dieser Wohnung wie ich. Aber ich bin in diesem Fall nicht bereit, ihnen entgegenzukommen, da ich es lächerlich finde, meinem Freund abzusagen, weil seine Wochenkapazität der Beherbergung in unserer WG schon überschritten ist.
So gesehen denke ich, dass dieses Problem für meine Mitbewohnerinnen und mich gerade nicht lösbar ist. Und als sich dann im entscheidenden Moment die Möglichkeit auftat, zurück ins Studentenwohnheim in eine mir bereits bekannte WG einzuziehen, zögerte ich nicht lange und sagte zu. Zunächst habe ich noch ein bisschen an meiner Entscheidung gezweifelt, überlegt, ob ich zu drastisch bin. Aber als die beiden nur mit einem „aha, okay“ und „wie teuer war nochmal dein Zimmer?“ reagierten und mir nach einer Viertelstunde via WhatsApp feierlich verkündeten, eine Nachmieterin gefunden zu haben, war ich doch sehr glücklich mit meiner Entscheidung. Manchmal ist es einfach gut, auf sein Bauchgefühl zu hören.

Autor: Hannah  |  Rubrik: studium  |  Jan 2, 2017
Autor: Hannah
Rubrik: studium
Jan 2, 2017