Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Die Lehrer von morgen

Tipps fürs Fahren per Anhalter

Nach meinem grandiosen Abenteuer, per Anhalter nach Glasgow zu kommen, kann ich euch nun ein paar Tipps geben.
1. Sicherheit geht vor! Lieber zwei Stunden länger an der Tankstelle stehen als zu jemandem ins Auto steigen, bei dem man sich nicht sicher fühlt. Ich war zudem froh, mit Alex einen männlichen Mitreisenden zu haben.
2. Um erfolgreich zu trampen, muss man definitiv Leute ansprechen und das ist sehr viel einfacher, wenn man ihre Sprache spricht. Außerdem ist die Fahrt sehr viel netter, wenn man sich unterhalten kann. In England wurde zwar unser gutes Englisch gelobt, mit dem schottischen Akzent hatte ich aber ziemliche Probleme.
3. Tankstellen und Autobahnraststätten sind die sinnvollsten Standorte für Tramper. Nach vier Stunden bei Kälte und Regen an der Autobahnzufahrt in Glasgow lag die Zahl der vorbeigefahrenen Wagen im dreistelligen Bereich. Selbst an wirklich ungünstig gelegenen Tankstellen, haben deutlich mehr Autos angehalten!
4. Bei der Suche nach potenziellen Fahrern kann man bestimmte Gruppen gezielt ansprechen. Sieht man zum Beispiel, dass die Rücksitze bereits besetzt sind, hat man kaum eine Chance. Außerdem nehmen Frauen einen seltener mit als Männer. Oft Glück hatten wir dagegen mit Ehepaaren und einzelnen Männern.
5. Schraub‘ den Komfort runter! Wenig Platz, ein kleines oder vollgepacktes Auto, Zigarettenrauch, Hunde als Sitznachbar, zu kalt oder zu warm – das alles muss man in Kauf nehmen, wenn man trampt. Aber irgendwie gehört das zu so einem Abenteuer dazu.
6. Verlier nicht den Mut! In Folkestone vor dem Eurotunnel war ich kurz davor, die nächste Person zu fragen, uns nach London zum Flughafen zu bringen, damit wir nach Hause fliegen können. Und dann kamen doch noch zwei Männer, die uns mit nach Dover auf die Fähre genommen haben. Im Nachhinein bin ich sehr stolz darauf, in dem Moment nicht aufgegeben zu haben.
7. Nimm jede Sekunde mit. Man ist nur einmal jung und irgendwann zu alt für solche Aktionen. Wenn ich selbst einmal Kinder habe, möchte ich ihnen von verrückten Dingen erzählen können, die ich erlebt habe, die meine Sicht auf die Welt ein bisschen umfangreicher gemacht haben. Und Trampen gehört mit Sicherheit dazu!

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Jan 24, 2017
Autor: Janna
Rubrik: studium
Jan 24, 2017

Die Lehrer von morgen

Verschnupfte Weihnacht

Wochenlang arbeiteten meine Familie und ich auf ein gemütliches, familiäres Weihnachtsfest hin. Es wurden Geschenke besorgt, der Baum wurde geschmückt und im ganzen Haus duftete es nach Plätzchen. Als der lang ersehnte Tag kam, wachte ich allerdings morgens mit einer verschnupften Nase, einem rauen Hals und Fieber auf. Ich konnte es nicht fassen, wie mich mein Körper über Nacht im Stich ließ. Ich freute mich doch so auf die kommenden Tage und dann das! Ich trottete also zum Medizinschrank und warf mir eine Aspirin ein.
Im Haus dröhnte die Weihnachtsmusik, meine Mutter tanzte in der Küche umher, mein Bruder deckte den Tisch – jeder schien gut drauf zu sein außer mir! Ich stapfte miesepetrig in mein Bett und hoffte, nachmittags ginge es mir besser. Als aber abends meine Großeltern zum Essen kamen, triefte mir immer noch die Nase. Ich quälte mich an den Tisch und hatte keinerlei Appetit. Nicht einmal, als die Schnitzel auf den Tisch kamen und ihr herrlicher Duft den Raum füllte. Ich packte also meine Geschenke aus, erfreute mich kurz über einen Rucksack, einen Türstopper und Süßigkeiten und verzog mich wieder ins Bett. Leider wurde es über die Feiertage nicht besser. Meine Grippe ließ mich bis kurz vor Silvester nicht los. Zudem steckte ich meine komplette Familie an, sodass wir uns alle mit Kuscheldecken, Tee und Taschentüchern im Wohnzimmer auf dem Sofa ausruhten. Das einzig Gute daran war, das über die Feiertage richtig gute Filme im Fernsehen liefen – langweilig wurde uns also nicht.

Autor: Eva  |  Rubrik: studium  |  Jan 23, 2017
Autor: Eva
Rubrik: studium
Jan 23, 2017

Die Lehrer von morgen

Per Anhalter über den Ärmelkanal

Manchmal frage ich mich, was ich die ganzen drei Jahre nach dem Abi eigentlich gemacht habe. Im Urlaub oder bei sonstigen coolen Aktivitäten war ich kaum. Allein im vergangenen Jahr ist in der Hinsicht so viel mehr passiert: Ich war an Silvester in Berlin, in den Semesterferien wandern, an Pfingsten in Frankfurt, habe ein Juniwochenende in Berlin verbracht, einen Roadtrip durch Schweden gemacht und eine weitere Woche Berlin, Dresden und Leipzig erkundet. Mit dabei war bei jedem zweiten Urlaub Alex, einer meiner besten Freunde in Bonn. Er ist auch verantwortlich für mein wohl größtes Abenteuer vergangenes Jahr: Wir trampten für ein Konzert der schottischen Band The Fratellis nach Glasgow und zurück.
Alex fuhr vor etwa einem Jahr das erste Mal per Anhalter und hat seitdem mehrmals getestet, wie weit er damit kommt – ziemlich erfolgreich. Weiter als bis Brüssel hat er es allerdings auch nie versucht. Deshalb waren wir beide ziemlich aufgeregt, als wir donnerstagnachmittags nach meiner letzten Vorlesung an einer Tankstelle in Bonn standen und Leute ansprachen, ob sie uns mitnehmen würden.
Montagabends kamen wir wieder, waren insgesamt 77 Stunden lang unterwegs gewesen, hatten in 21 verschiedenen Autos gesessen, ein tolles Konzert gesehen und unglaublich viele Dinge erlebt, die ich noch lange erzählen werde – alles ohne einen einzigen Cent für den Transport auszugeben. Nach England will ich nicht noch einmal trampen, der Stress mit der Überquerung des Ärmelkanals war ziemlich viel für meine Nerven. Aber wenn es sich anbietet, würde ich vielleicht noch einmal mit Freunden nach Frankreich oder Spanien per Anhalter fahren.
Für all jene, die das auch ausprobieren möchten, habe ich im nächsten Beitrag einige Tipps parat.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Jan 11, 2017
Autor: Janna
Rubrik: studium
Jan 11, 2017