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Die Lehrer von morgen

Der frische Wind

Die Professur in Psychologie/Diagnostik in meiner Fachrichtung, dem Förderschwerpunkt Sprache, war längere Zeit unbesetzt. Seit diesem Semester ist nun ein neuer Professor da, der uns vorher vielsagend als „frischer Wind in der Fachrichtung“ versprochen wurde. Ich habe mich immer gefragt, wie das zu verstehen ist, aber ich glaube, jetzt habe ich die Antwort gefunden.
So wie ich das Sonderpädagogikstudium bisher kenne, werden Prüfungsleistungen in Didaktik und Diagnostik besonders deshalb kritisiert, weil ein Kind zu „defizitorientiert“ beschrieben wird: Anstatt darauf zu schauen, was ein Kind noch nicht kann, sollte man sich lieber an den bereits erworbenen Kompetenzen orientieren, an den Ressourcen, die genutzt werden können und auf die aufgebaut werden kann. Mein neuer Professor vertritt eine ziemlich gegensätzliche Meinung: Das sei ja alles schön und gut, sagt er, „aber wenn wir ein Gutachten schreiben, in dem wir den Förderbedarf eines Kindes erklären wollen, nützt es nichts, zwölf Seiten blumig zu beschreiben, wie toll dieses Kind ist, wenn wir doch eigentlich aufzeigen wollen, wo wir ansetzen müssen und wo die Schwierigkeiten liegen.“
Viele Kommilitonen waren nach der ersten Veranstaltung beim neuen Prof ziemlich irritiert und scheinen jetzt Schwierigkeiten zu haben, sich zwischen den verschiedenen Meinungen zu positionieren. Meine Reaktion war eher ein „endlich sagt mal jemand, was ich die ganze Zeit denke“. Natürlich sollte man sich ein Kind und sein Umfeld genau anschauen, bevor eine weitreichende Diagnose gestellt wird. Aber was ist denn so verwerflich daran, zu benennen, was das Problem ist? Natürlich gibt es die Gefahr, dass ein Kind nur auf einen Testwert reduziert wird und als Mensch aus dem Blick gerät. Aber ich denke nicht, dass das der Diagnostik als wissenschaftlicher Disziplin zuzuschreiben ist, sondern vielmehr den Menschen, die dahinter stehen und darauf achten müssen, vernünftig mit den Ergebnissen umzugehen.

Autor: Hannah  |  Rubrik: studium  |  Nov 30, 2016
Autor: Hannah
Rubrik: studium
Nov 30, 2016

Die Lehrer von morgen

Das Haus der kleinen Forscher

Vor Kurzem nahm ich an einer Fortbildung namens „Mathematik in Raum und Form entdecken“ teil. Diese wird von der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ unterstützt und richtet sich an alle möglichen Pädagogen. Eine pensionierte Mathelehrerin hielt dabei einen leidenschaftlichen Vortrag. Sie schaffte eine gute Balance zwischen Theorie und Praxis und verblüffte selbst ihre erwachsenen Zuhörer. Eines von vielen Beispielen war ein Experiment: Wenn ich ein DIN-A4-Blatt längs so einrolle, dass die beiden Längskanten aneinander liegen, und ein zweites quer, wo passen mehr Erbsen rein, in den Zylinder des längs oder des quer gerollten Blatts? Ich dachte mir, dass in beide gleich viele Erbsen hinein passen, denn die Fläche bleibt ja die gleiche. Überraschenderweise lag ich aber falsch: In das über die kurze Seite gerollte Blatt passten mehr Erbsen hinein als in das andere. Die Länge der Grundkante ist nämlich entscheidend, denn bei dem quer gerollten Blatt entsteht dadurch innen ein größerer Flächeninhalt.
Ich erfuhr viel über Raum und Formen in der Mathematik. Vor allem im Bereich Didaktik lernte ich tolle neue Methoden kennen. Für mich als angehende Sonderschullehrerin brachte dieser Kurs einiges, denn ich muss später sehr kreativ in meinem Beruf sein. Ich muss den Kindern den Mathematikunterricht sehr verständlich gestalten und das vor allem mit unterschiedlichsten Materialien. Ich habe jetzt viele neue Ideen sammeln können und freue mich, diese meinen späteren Schulkindern näherzubringen.

Früherer Beiträge von Eva aus ihrem Lehramtsstudium sind über ihre Übersichtsseite zu finden.

Autor: Eva  |  Rubrik: studium  |  Nov 28, 2016
Autor: Eva
Rubrik: studium
Nov 28, 2016

Die Lehrer von morgen

Nachklausuren

Bislang habe ich bei wirklich jeder Mathe-Klausur Erst- und Zweitversuch mitgeschrieben. Nur bei zwei Klausuren war ich durch den ersten Versuch gerasselt, bei den anderen drei gab es eine nette Regelung: Weil es die ersten drei Klausuren waren, die man regulär als Mathe-Lehrämtler schreibt, hatte man einen Verbesserungsversuch. Das heißt, man durfte – wenn man keine 1,0 geschrieben hatte – ein zweites Mal antreten und die bessere Note der beiden Versuche wurde letztendlich gewertet.
Auf der einen Seite hieß das, dass ich nach dem Urlaub in Schweden alles bisherige Wissen wiederholen und festigen sowie Übungsaufgaben bearbeiten musste. Der Spaßfaktor: eher gering.Auf der anderen Seite war es sehr viel entspannter, für die Nachklausuren zu lernen als für die Erstversuche. Ich hatte den Stoff ja schon zweimal durchgekaut, einmal im Semester und einmal beim Lernen, von daher konnte ich vieles schnell abhaken und mich stattdessen von meinem mathebegabtesten Unifreund ein bisschen zu möglichen Randthemen abfragen lassen. Dass ich es aus dem Kopf geschafft habe, mir die Definition zur Matrizenmultiplikation herzuleiten, macht mich immer noch ein bisschen stolz.
Letztendlich habe ich in jeder der Zweitklausuren deutlich mehr Punkte holen können als im ersten Versuch – sowohl in diesem als auch im vorigen Semester. Meinem Notenspiegel tat das sehr gut und ich kann nur jedem empfehlen: Wenn ihr die Möglichkeit habt, euch zu verbessern, nutzt sie!

 

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Nov 18, 2016
Autor: Janna
Rubrik: studium
Nov 18, 2016