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Die Lehrer von morgen

Vegan mal anders

Neulich stieß ich auf eine Veranstaltungsannonce, die meine Neugier weckte. Von der Evangelischen Studentengemeinde Würzburg (ESG) wurde ein veganer Kochkurs angeboten. Dort sollten vegane Gerichte aus aller Welt gekocht werden. Der Kochkurs findet an drei Tagen statt. Die Kosten eines einzelnen Kurses belaufen sich auf sechs Euro inklusive Getränke.
Ich besuchte bereits ab und zu Kochkurse. Einmal mit meiner Cousine und ein weiteres Mal mit meinem Bruder. Ich hatte Spaß! Zum einen lernte ich etwas und zum anderen kam ich mit neuen Leuten in Kontakt. Ich suchte mir also eine Freundin, die mich zum veganen Kochkurs begleitete und meldete uns an.
Als es dann soweit war, waren wir gespannt, welches Gericht wir zubereiten würden. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde teilten uns die Leiter das Rezept aus. Es wurde ein italienisches Gericht gewählt: Karottenravioli mit Rote-Beete-Soße und als Dessert eine vegane Panacotta mit Blaubeeren.
Wir teilten uns in vier Teams auf. Unser Team war für die Füllung zuständig. Dafür schnitten wir Pilze, Oliven, Zwiebeln und Knoblauch klein und brieten alles in der Pfanne an. Es schmeckte richtig lecker!
Nachdem der Nudelteig fertig war, der aus Wasser, Mehl und Karottensaft bestand, ließen wir ihn gehen und rollten ihn aus. Es war sehr anstrengend, den eher festen Teig ganz dünn auszurollen, doch gemeinsam schafften wir es.
Wir kochten die Nudeln und deckten den Tisch. Ich kam mit vielen verschiedenen Personen in Kontakt, mit Psychologiestudenten, Biochemikern oder Bildungswissenschaftlern – es war eine bunt gemischte Gruppe. Wir ließen uns das gemeinsam gekochte Essen schmecken und tauschten weitere Rezepte untereinander aus.
Alles in allem hat es mir gut gefallen, an diesem Kochkurs teilzunehmen und etwas Neues auszuprobieren. In Zukunft möchte ich häufiger an solchen Veranstaltungen teilnehmen.

Autor: Eva  |  Rubrik: studium  |  Jun 18, 2019

Die Lehrer von morgen

Mein erster Unterrichtsbesuch

Kurz nach den Osterferien hatte ich meinen ersten Unterrichtsbesuch. Vorab musste ich einen Entwurf für meinen Unterricht anfertigen, in dem ich auf über 20 Seiten erklärte, warum ich meinen Unterricht so machen möchte und nicht anders. Dabei nahm ich auf den gültigen Bildungsplan Bezug, analysierte die Wichtigkeit des Themas für die Schülerinnen und Schüler und zeigte auf, welche Anpassungen für die konkrete Klasse notwendig sind. Außerdem habe ich natürlich viel Zeit damit verbracht, Material für die Stationenarbeit zu basteln.
Einen Tag vor meinem Unterrichtsbesuch habe ich alles im Klassenzimmer vorbereitet, damit ich nachts ruhig schlafen konnte. Ich hatte Sorge, etwas nicht so umsetzen zu können, wie ich es mir vorgenommen hatte. Am Ende lief aber alles soweit nach Plan. Zu Besuch waren meine Ausbilderin vom Seminar und eine andere Referendarin. Beide saßen zusammen mit meiner Mentorin hinten in der Klasse und beobachteten den Unterricht.
Anschließend folgte die Reflexion in zwei Phasen: Zuerst in Zweiergruppen (Ausbilderin und Mentorin; andere Referendarin und ich), dann zu viert. In den Zweiergruppen wurden Notizzettel mit Sternen („Das war gut“) und mit Lupen („Darauf sollte man noch genauer schauen“) beschrieben. In der Phase zu viert stellte erst ich die gefundenen Sterne vor, dann die Ausbilderin ihre, dann wieder ich meine Lupen und die Ausbilderin ihre. Am Ende durfte ich aus meinen Lupen-Zetteln zwei bis drei auswählen, die ich mir als nächstes vornehmen möchte. Diese wurden als Baustellen in einem Protokoll festgehalten, an denen ich bis zu meinem nächsten Besuch arbeiten sollte.

Insgesamt habe ich die Kritik als sehr wertschätzend und konstruktiv empfunden. Ich konnte alle Punkte nachvollziehen und habe mich nicht persönlich angegriffen gefühlt. Das hat mir sehr gut getan. Insgesamt hat mir diese Erfahrung die Sorge vor den nächsten Besuchen genommen, allerdings ist beim nächsten Mal mein Schulleiter mit dabei – das wird also auch wieder aufregend.

 

Autor: Hannah  |  Rubrik: studium  |  Jun 12, 2019
Autor: Hannah
Rubrik: studium
Jun 12, 2019

Die Lehrer von morgen

Öl trinkende Bonuskinder

Obwohl ich dieses Semester schon viel zu tun habe, habe ich mich dafür entschieden, das Angebot des Sprachenlernzentrums zu nutzen. Eine Freundin von mir hatte dort bereits Kurse belegt und sehr davon geschwärmt, sodass ich das unbedingt auch ausprobieren wollte. Seit Anfang des Semesters belege ich einen Schwedisch-Kurs, an dessen Ende ich Sprachniveau A2 erreicht haben soll. Schön ist, dass im Vergleich zum Schulunterricht alle ungefähr auf einem Niveau sind und alle Lust dazu haben. So arbeiten wir alle gut mit.
Schwedisch interessiert mich schon länger. Bereits als Kind habe ich gerne Bücher von schwedischen Autoren gelesen und schwedische Filme gesehen. Mit der Wahl bin ich auch jetzt noch sehr zufrieden, denn ich denke mir immer wieder, was Schwedisch für eine süße Sprache ist. Ein Beispiel gefällig? Wenn ich jemanden frage: „Hur gammal är du?“, heißt das nicht, dass ich wissen will, wie sehr er schon vergammelt ist, sondern nur, wie alt er ist. „Dricker du öl?“ hat auch nichts mit Öl zu tun, sondern fragt, ob jemand Bier trinkt. Die Schweden haben außerdem sehr differenzierte Bezeichnungen für Verwandtschaftsverhältnisse. Auf Deutsch kann ich zum Beispiel nur von meinem Opa sprechen, auf Schwedisch wird mit morfar und farfar unterschieden, ob es der Opa mütterlicher- oder väterlicherseits ist, ähnlich ist es bei Tanten und Onkeln.
Das süßeste schwedische Wort ist aus meiner Sicht das für Stief- oder Adoptivkinder. Kind bedeutet „barn“ und ein Stief- oder Adoptivkind ist ein „bonusbarn“. Ich finde den Gedanken sehr schön, ein zusätzliches Kind als „Bonus“ zu sehen – das Wort hat nämlich im Deutschen wie im Schwedischen die gleiche Bedeutung.
Wann ich die neuen Sprachkenntnisse aktiv nutzen kann, weiß ich noch nicht. Der nächste Schwedenurlaub ist noch nicht geplant – ich freue mich aber sehr darüber, das Angebot in Anspruch genommen zu haben und kann jedem nur empfehlen, auf diese Art seinen Horizont zu erweitern.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Jun 11, 2019
Autor: Janna
Rubrik: studium
Jun 11, 2019