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Die Lehrer von morgen

Professoren und Professoren

Es gibt zwei Arten von Professoren. Bisher hatte ich vor allem mit denen zu tun, die sich kümmern, E-Mails schnell und freundlich beantworten und Namen auswendig lernen, um ihre Studierenden persönlich ansprechen zu können. Seit einigen Semestern haben wir aber einen neuen Professor an der Hochschule, an dessen Art ich mich nicht gewöhnen kann.
Er ist unzuverlässig, beantwortet E-Mails je nach Laune, er kommt zu spät und sagt Sprechstunden mittels eines Zettels an seiner Bürotür ab. Dieses Verhalten finde ich nicht in Ordnung, aber manches ist wirklich unfair. Zum Beispiel habe ich vor acht Monaten eine Hausarbeit bei ihm abgegeben. Es handelt sich dabei um ein Gutachten über ein Kind, mit dem ich mich intensiv auseinandergesetzt habe. Wenn ich eine Rückmeldung dazu bekommen hätte und wüsste, dass es gut ist, hätte ich dieses Gutachten auch der Schule des Kindes zur Verfügung stellen können. Mittlerweile ist es schon fast wieder veraltet. Außerdem ist das Schreiben von Gutachten für meine Zukunft als Sonderpädagogin sehr wichtig, wichtiger als jede andere Hausarbeit. Deshalb hätte ich gern eine zeitnahe Rückmeldung dazu, ob ich das gut umgesetzt habe oder nicht. Sollte ich nicht bestanden haben, nähme es mir sogar die Möglichkeit, die Arbeit zu wiederholen, ohne dass sich mein Examen verschiebt.
Dazu kommt, dass ich sogar einmal einen Termin hatte zur Besprechung des Gutachtens. Leider war das einer der Tage, an denen die Sprechstunde abgesagt wurde. Am 20. November habe ich erneut einen Besprechungstermin. Ich bin gespannt, ob es da dann endlich klappt und ich auch wirklich bestanden habe.

Autor: Hannah  |  Rubrik: studium  |  Nov 24, 2017
Autor: Hannah
Rubrik: studium
Nov 24, 2017

Die Lehrer von morgen

Eine unschöne Angelegenheit

Wochenlange Vorbereitungen, Einlesen in verschiedene Quellen, Treffen mit Kommilitonen und eine Promotion: So sieht es aus, wenn an der Uni ein Referat gehalten werden muss. Und bei mir stehen im November gleich vier davon an. Als nun das erste Referat nahte, passierte das, was sich keiner wünscht: Meine Kommilitonin wurde kurzfristig krank. Sie hatte noch keinen Text, kein Material und keinerlei Vorarbeit geleistet. Für mich bedeutete das, dass mein Halloweenabend flöten ging und ich die gruselige Nacht an meinem Schreibtisch verbrachte, wo ich mir die Grundlagen des Dysgrammatismus aneignete.
Als ich schließlich im Seminar vorne stand, um meine Erkenntnisse vorzustellen, lief alles wie am Schnürchen. Doch dann passierte es: Ein Genitivfehler! Mein Dozent lachte, als ich „die Entwicklung von der Theorie“ anstatt „die Entwicklung der Theorie“ sagte. Zunächst übte er nur Kritik am mittelfränkischen Dialekt, doch zur späteren Zeit kam er wieder auf diesen Fehler zu sprechen, den so viele begehen. Da stand ich also und ihr könnt euch vorstellen, wie verunsichert ich war, als ich mein Referat fortsetzen musste.
Ganz zum Schluss stellte er mich nochmals vor allen bloß, indem er meinte ein Lehrer sei ein Vorbild für die Schüler, er solle die Grammatik in seiner Muttersprache beherrschen.

Autor: Eva  |  Rubrik: orientieren  |  Nov 21, 2017
Autor: Eva
Rubrik: orientieren
Nov 21, 2017

Die Lehrer von morgen

Anmeldung zum Examen

Seit Anfang November bin ich offiziell zum Staatsexamen angemeldet. Dafür musste ich schon meine Prüfungsthemen für alle vier vierzigminütigen mündlichen Prüfungen wählen. Diese kann man bis zwei Wochen vor der Prüfung zwar noch einmal ändern, ich hoffe jedoch, dass das nicht notwendig sein wird.
Wahrlich sicher bin ich mir da aber gerade nicht mehr, weil das Gerücht kursiert, dass man sich in der Fachrichtung „Lernen“ kein Thema aussuchen darf, das man schon in einer Modulprüfung bearbeitet hat. In der Fachrichtung „Sprache“ dagegen wird genau das sogar empfohlen. Es sei gut, wenn beispielsweise die Förderung semantischer Kompetenzen schon im Studium das Steckenpferd einer Studentin werde.
Dass die Fachrichtungen ihre Regeln nicht einheitlich handhaben, ist keine große Neuigkeit. Aber ich hätte erwartet, dass Entscheidungen, die das Staatsexamen betreffen, übergreifender Natur sein müssten und nicht eine Fachrichtung empfiehlt, was eine andere komplett verbietet. Deshalb habe ich mir eigentlich nicht viele Gedanken gemacht und nun auch in der Fachrichtung „Lernen“ ein Thema gewählt, über das ich bereits eine Modulprüfung abgelegt habe.
Wenn das Thema nun nicht akzeptiert wird, muss ich mich noch einmal komplett neu orientieren. Immerhin habe ich es noch ziemlich früh erfahren und die Prüfung wird erst irgendwann im April stattfinden. Dennoch ärgert mich die Situation. Ich werde erst im Februar meine wissenschaftliche Arbeit abgeben, an der ich seit Mitte Oktober sitze, und habe meine vier Examensprüfungen voraussichtlich alle zwischen Mitte März und Ende April. Die Vorstellung, über Themen geprüft zu werden, die mir nicht unbekannt sind, hatte mich eigentlich beruhigt, wo ich doch so wenig Zeit zum Lernen haben werde.
Ich hoffe, dass sich das Gerücht entweder als unwahr herausstellt, oder dass mir noch ein kleiner Geistesblitz kommt, welches Thema mich genauso glücklich machen und entspannen könnte.

Autor: Hannah  |  Rubrik: studium  |  Nov 20, 2017
Autor: Hannah
Rubrik: studium
Nov 20, 2017