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Die Lehrer von morgen

Kraft, Ausdauer und blaue Flecken

In den letzten Semestern habe ich immer wieder die Angebote des Hochschulsports genutzt. Dieses Semester habe ich mich dabei unter anderem für Pole Dance entschieden. Mein Gedanke dabei war: „Voll cool, da baue ich Muskeln auf, arbeite gleichzeitig an meiner motorischen Koordination und am Ende kann ich bestimmt Dinge, die total cool aussehen.“ Der Gedanke der meisten Menschen meines Umfelds war: „Pole Dance? Willst du Stripperin werden!?“
Ich musste mir unglaublich viele Sprüche anhören, vor allem von meiner Familie. Und mein Freund bat mich, das vor seiner Oma vielleicht nicht direkt zu erwähnen.
Mit Obszönitäten hat Pole Dance aus meiner Sicht aber in erster Linie gar nichts zu tun. Es geht dabei vor allem um Kraft, Ausdauer und blaue Flecken. Montags hatte ich immer meinen Kurs und jeden Dienstag lief ich aufs Neue lädiert durch die Gegend. Gleichzeitig habe ich tatsächlich Fortschritte bemerkt. Leider nicht so viele wie erhofft, denn, was bei der Trainerin so leicht aussieht, ist es nicht. An der Stange hängend kann ich mich immer noch nicht aus eigener Kraft in den Invert bringen. Dabei hebt man seine Beine über den Kopf, bis man kopfüber hängt. Aber immerhin habe ich keinerlei Probleme mehr dabei, meine Knie bis zu den Ohren zu ziehen. Und meine Armmuskeln lassen noch zu wünschen übrig, aber mehreren Menschen in meinem Umfeld fiel auf, dass sich meine Haltung deutlich verbessert hat.
In der letzten Pole-Dance-Stunde ließ ich mich filmen. Die sauber ausgeführte „Peter-Pan-Drehung“ stellte ich dann in die Familiengruppe und plötzlich machte niemand mehr blöde Sprüche – im Gegenteil, Mama, Papa und die Geschwister waren begeistert davon, was ich gelernt habe.
Ich habe endlich einen Sport gefunden, der mir wirklich viel Spaß macht, und freue mich schon auf den nächsten Kurs im kommenden Semester.

 

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Jul 22, 2019
Autor: Janna
Rubrik: studium
Jul 22, 2019

Die Lehrer von morgen

Ein leidiges Thema

Ich hatte so lange auf ein eigenes Gehalt gewartet, das verlässlich auf meinem Konto landet und von dem ich gut leben kann. Nun befinde ich mich endlich im Referendariat, ich bin verbeamtet und ich werde sechs Wochen Sommerferien haben. Aktuell weiß ich allerdings nicht mal, ob ich mir dieses Jahr einen Urlaub leisten kann. Das liegt an meinem Auto und verschiedenen Arztrechnungen.
Mein Auto habe ich günstig gekauft. Schon nach zwei Monaten benötigte es die erste Reparatur, die mich über 500 Euro kostete. Hinzu kommt, dass ich als Fahranfängerin unglaublich viel für meine Kfz-Haftpflichtversicherung bezahle. Aktuell ist mein Auto sogar schon wieder in der Werkstatt, da es immer wieder Öl verliert.
Das andere Thema ist die Krankenversicherung: Für Beamte ist es oft günstiger, sich privat versichern zu lassen. Das bedeutet, ich bezahle alle Arztrechnungen erstmal selbst und hole mir erst hinterher das Geld von der Versicherung und der Beihilfestelle zurück. Dafür muss ich immer liquide sein, denn schon eine Vorsorgeuntersuchung bei der Gynäkologin kann rund 300 Euro kosten. Das Nervigste dabei ist: Von den ersten 180 Euro im Jahr bekommt man nichts zurück (Kostendämpfungspauschale). Die meisten Versicherungen geben dir außerdem einen Bonus, wenn du dir ein Jahr lang kein Geld von ihnen zurückholst. Deshalb ist es besser, alle Arztrechnungen zu sammeln und erst dann einzureichen, wenn diese den Bonus übersteigen. Dadurch überlegt man zweimal, ob man mit einem Problem zum Arzt geht oder lieber noch wartet, bis man die Rechnung ruhigen Gewissens bezahlen kann – und solche Abwägungen sollten in Gesundheitsfragen wirklich keine Rolle spielen!
Dadurch ist es im Referendariat gar nicht so einfach, sein Geld zusammenzuhalten. Man hat mehr Geld zur Verfügung, aber auch höhere Ausgaben. Hinzu kommt, dass es zeitlich kaum möglich ist, sein Gehalt durch einen Nebenjob aufzubessern. Langsam erhole ich mich aber von den ganzen unerwarteten Kosten und erlaube mir schon wieder, ein bisschen auf einen kleinen Sommerurlaub zu hoffen.

Autor: Hannah  |  Rubrik: studium  |  Jul 15, 2019
Autor: Hannah
Rubrik: studium
Jul 15, 2019

Die Lehrer von morgen

Rafting auf der Isar

Zu Weihnachten hatte ich einen Gutschein für eine Raftingtour auf der Isar geschenkt bekommen. Vergangenes Wochenende konnte ich diesen endlich einlösen. Mit meinen Freunden fuhr ich nach Lenggries, ein Dorf südlich von München, das in eine wunderschön bergige Landschaft eingebettet ist. Mitten hindurch fließt die klare und blau schimmernde Isar.
Beim Veranstalter angekommen erhielten wir eine kurze Einweisung sowie einen Neoprenanzug, Helm und Paddel. In dieser Montur stapften wir zur Isar. Zunächst wurde geprobt, wie man sich im Wasser bewegen soll, wenn man von Bord gegangen ist. Die Isar sollte hierbei nicht unterschätzt werden, da sie doch ein reißender Fluss ist. Dann wurden uns die Paddelbewegungen gezeigt.
Und dann ging es los: Wir paddelten zunächst gemütlich über die Wellen, bis die ersten Stromschnellen kamen. Voller Adrenalin bewältigten wir den kurzen Abgang. Wir zogen unser Schlauchboot ans Ufer und durften in die Stromschnelle hineinspringen. Bei einer Wassertemperatur von vierzehn Grad war das eine sehr kalte Angelegenheit. Dennoch machte es unheimlich viel Spaß!
Am Ende angekommen schleppten wir unser Schlauchboot aus dem Wasser. Wir erhielten Umhänge, damit wir den Bus nicht nass machten und wurden zum Startpunkt zurückgefahren. Alles in allem hatte ich mir etwas mehr „action“ bei der Raftingtour erhofft. Es gab lediglich eine Stromschnelle, die aufregend war. Dennoch machte mir die Tour viel Spaß und es war etwas Besonderes.
Weil wir nach dem langen Tag die Strecke nicht mehr nach Hause fahren wollten, übernachteten wir in München. Am nächsten Morgen frühstückten wir gemütlich und spazierten noch etwas im Englischen Garten, bis wir uns wieder auf den Heimweg machten.

Autor: Eva  |  Rubrik: orientieren  |  Jul 11, 2019