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Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Kulturschock

Vor einigen Tagen ist die Summer-University des europäischen Studierendenforums AEGEE zu Ende gegangen, die ich auch dieses Jahr wieder mit organisiert habe. 20 Studierende aus zehn verschiedenen Nationen haben mit uns Deutsch und Discofox gelernt, in Düsseldorfs Innenstadt Impro-Theater gespielt, Debatten über Europa geführt, eine Brauereiführung mitgemacht, waren im Kletterpark, haben die Rheinkirmes besucht und ihr Feuerwerk bestaunen können, Lasertag gespielt und noch unzählige andere spaßige Dinge erlebt. Das Ziel war, den Teilnehmer so viel von unserer Kultur zu zeigen wie möglich.
Mitzuerleben, wie gleichzeitig so viele Menschen aus unterschiedlichen Kulturen Deutschland kennenlernen, war definitiv spannend. Für uns Organisatoren hieß das aber, zwei Wochen auf Strom zu sein. Denn während die Teilnehmer wegen des vollen Programms kaum Schlaf bekamen, hatten wir ja nebenbei noch Uni. Mitunter hieß das, nachts um vier den Partykeller abzuschließen, nur um morgens um sieben wieder aufzustehen und sich in die Vorlesung zu setzen. Am Abend dann das gleiche Spiel von vorn. Deshalb bin ich einerseits froh, dass die Summer-University vorbei ist. Auf der anderen Seite hatte ich eine wunderbare Zeit mit so vielen offenen und lebensfrohen Menschen, dass ich mir noch eine weitere Woche mit ihnen wünschen würde. Auf jeden Fall kann ich sicher sein, dass die Teilnehmer einiges gelernt haben, seitdem ich auf der Abschiedsparty gesehen habe, wie sie sich gegenseitig begeistert zum Discofox-Tanzen aufforderten.
Zum Glück kann ich gar nicht groß in die Verlegenheit kommen, mich nach den vergangenen beiden Wochen zu sehnen, da die Klausurphase inzwischen die meiste Zeit meiner grauen Zellen beansprucht. Außerdem kann ich einige der Menschen, die ich kennengelernt habe, schon auf der europäischen Hauptversammlung unseres Vereins wiedersehen.

Autor: Katha  |  Rubrik: studium  |  Sep 1, 2017
Autor: Katha
Rubrik: studium
Sep 1, 2017

Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Alle (halbe) Jahre wieder

Das Semesterende rückt näher und mit ihm die Klausurphase – diesmal eine besonders lange. Ganze zwei Monate Lernerei warten auf mich. Da ich nun durch das Ehrenamt, in das ich dieses Semester sehr viel Zeit investiert habe, auch denkbar schlecht vorbereitet bin, plagen mich ab und zu Zweifel, ob das denn noch alles machbar ist. Das Positive daran: Ich weiß es nicht – aber auf einen Versuch kommt es auf jeden Fall an.
Nach der Klausurphase steht die Wahl der Vertiefungsrichtung an. Im fünften Semester wählen die Aachener Maschinenbauer das Fachgebiet, auf dem sie sich spezialisieren möchten. Das ist im Vergleich zu anderen Universitäten eher spät und der Grund dafür, dass man an der RWTH am Ende über eine ziemlich breite Grundlage verfügt. Nach der jetzt anstehenden Prüfungsphase kann ich also endlich das studieren, was mich auch im Detail interessiert. Bisher hatten wir keine Wahlmöglichkeiten, alles waren verpflichtende Fächer. Ich bin mir inzwischen ziemlich sicher, dass ich Energietechnik wählen werde. Die Forschung in diesem Gebiet hat mich schon immer gereizt. Deshalb fällt mir die Wahl der Vertiefung auch nicht besonders schwer, obwohl es viele interessante Möglichkeiten gibt. Lange habe ich zum Beispiel überlegt, Konstruktionstechnik zu vertiefen, weil mir die Arbeit in der Entwicklungsabteilung des Unternehmens, in dem ich Praktikum gemacht habe, so viel Spaß gemacht hat. Auch Verfahrenstechnik wäre sicherlich sehr interessant, da diese Richtung in Teilen deckungsgleich mit der Energietechnik ist und mir die Fächer, die wir bisher aus diesem Bereich hatten, gute gefallen haben.
Am Ende habe ich mich aber auf meinen ursprünglichen Anspruch an das Studium zurückbesonnen: einen Teil zur Lösung des Energieproblems der Menschheit beitragen zu können.

Autor: Katha  |  Rubrik: studium  |  Aug 25, 2017
Autor: Katha
Rubrik: studium
Aug 25, 2017

Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Tansanische Verhältnisse - Mit Löwen zelten

Nach den ersten beschwerlichen Erfahrungen, die meine Freunde und ich in Tansania gemacht hatten, freuten wir uns extrem auf drei Tage Safari fernab von allem Trubel. Dank unseres fantastischen Guides, der uns völlig offen jede Frage über das Land, die Leute und natürlich auch die Tiere beantwortete und sich in seiner Planung völlig nach uns richtete, verbrachten wir eine viel zu kurze, atemberaubende Zeit im Nationalpark.
Wir starteten vor Sonnenaufgang, um die schönsten Stunden am Tag mitzuerleben und fuhren den ganzen Tag über durch die nahezu unberührte Landschaft. Wir sahen Löwen, Elefanten, Giraffen, Zebras, Gnus, Büffel, Antilopen, Hyänen und eine ganze Menge anderer Tiere aus nächster Nähe und kehrten erst mit dem letzten Sonnenstrahl zum Zeltplatz zurück.
Dort quatschten wir bei frisch gekochtem Abendessen über die Unterschiede von Deutschland und Tansania, erfuhren von unserem Guide interessante Dinge über die Lebensweise der Tansanier und wie er es zu seinem kleinen Unternehmen gebracht hatte. Nebenbei wechselte regelmäßig ein peinlich klischeehafter Touri-Hut regelmäßig den Besitzer, nämlich immer dann, wenn einer von uns einen besonders schlechten Witz machte. Ganz demokratisch konnte jeder von uns einen Antrag auf „hutverdächtig“ stellen. Einstimmig angenommene Anträge hatten den Hutwechsel zur Folge. Durch diese Maßnahme trägt auf beinahe jedem Gruppenbild einer von uns etwas beschämt den besagten Touri-Hut. Nebenbei wertete es aber auch zuverlässig jeden schlechten Witz auf, da wir uns vor Lachen nicht mehr einbekamen, wenn der Angeklagte versuchte, sich aus der Sache heraus zu argumentieren.
Weniger spaßig war meine Nacht im Zelt. Während der Großteil von uns seelenruhig schlief, wachte ich nach einer Stunde von Tiergeräuschen auf – an sich erst mal eine schöne Sache. Sobald sich allerdings eindeutig zuzuordnendes Löwengebrüll in die Klangwelt mischt, wurde mir plötzlich unwohl. Löwen im Camp – damit hatte ich nicht gerechnet. Ich verbrachte zwei unbequeme, hellwache Stunden reglos im Bett, bis mir klar wurde, dass ich so wehrlos bin, dass ich rein gar nichts hätte ausrichten können. Mit dieser Erkenntnis konnte ich mich paradoxerweise wieder beruhigen und schlief wieder ein.
Am nächsten Morgen erzählte ein anderer Mitreisender, dass er kein Auge zugemacht hatte. Der Rest hatte entweder gar nichts gemerkt oder sich schlicht nicht an den Raubkatzen gestört.

Autor: Katha  |  Rubrik: studium  |  Aug 18, 2017