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Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Déjà-vu

Seit voriger Woche wohnt mein Opa probeweise im Altenheim. Weil er zunehmend dement wird, kommt er leider nicht mehr alleine zurecht. Mit etwas Glück fanden wir recht schnell einen Platz für ihn und er hat sich inzwischen schon ein wenig eingelebt. Wir besuchen ihn täglich, um ihm die Umstellung so angenehm wie möglich zu machen. Für ist es wie ein Déjà-vu, wenngleich seine Zimmernachbarn deutlich fitter sind als die Damen und Herren, die ich noch vor gut einem Jahr in Frankreich betreut hatte.
Obwohl mein Opa in jüngeren Jahren nie viel für Musik übrig hatte, ist er inzwischen immer ganz gerührt, wenn wir ab und zu gemeinsam musizieren. Spontan überlegte meine Familie sich deshalb, am Sonntag die Instrumente einfach mit ins Altenheim zu nehmen und ihm und seinen Nachbarn mit Musik eine kleine Freude zu machen. Mit Querflöte, Keyboard, Noten und der eigenen Stimme bewaffnet besuchten wir die Senioren um die Kaffeezeit. Nach einem etwas holprigen Beginn – wohl wegen der Spontaneität dieser Aktion – spielten wir uns aufeinander ein, sodass alle einen schönen Nachmittag hatten und wir für ein weiteres Mal zusagten.
Interessanterweise können demente Menschen sich oft unfassbar gut an Liedtexte erinnern, während sie sonst schon die Namen der eigenen Kinder durcheinanderwerfen. Ich hatte während meines Freiwilligendienstes jedenfalls immer Mühe, in Sachen Textsicherheit mit den Senioren mitzuhalten. Nach einem Jahr war ich immer noch nicht gänzlich mit all den Strophen vertraut, die sie Woche für Woche aus den verborgensten Ecken ihres Gedächtnisses zauberten. Musik fasziniert eben; sie rührt, therapiert, bringt zusammen, bewegt und macht einfach unheimlich viel Spaß.

Autor: Katha  |  Rubrik: studium  |  Jan 17, 2017
Autor: Katha
Rubrik: studium
Jan 17, 2017

Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Auslandssemester

Im dritten Semester fangen viele meiner Kommilitonen an, sich Gedanken über ein Auslandssemester zu machen. Zuvor lohnt sich dieses allein von der fachlichen Seite her nicht, da noch nicht einmal in der Muttersprache geklärt ist, ob sich der Studiengang für einen eignet. Das in einer Fremdsprache festzustellen, ist sicher noch schwieriger. Ab dem vierten bis fünften Semester gibt es Partnerhochschulen, die einige Plätze anbieten. Deshalb finden sich bei den entsprechenden Infoveranstaltungen zu Semesterbeginn insbesondere Drittsemester ein, die sich einen Überblick über die Möglichkeiten für ein Auslandssemester verschaffen möchten.
Meine Erfahrung ist, dass man nur sehr wenig Konkretes im Internet findet, da bei jedem Studierenden verschiedene Zielvorstellungen, Fachrichtungen, Noten und Motivationen eine Rolle spielen. Um sich ein paar Anstöße zu holen, wo man sich informieren kann, sind solche im Vortragsstil gehaltenen Infoveranstaltungen sicher hilfreich. Konkretes zur eigenen Vorstellung von einem Auslandssemester bekommt man allerdings aus meiner Sicht nur in einem persönlichen Gespräch mit der Hochschulberatungsstelle; an der RWTH Aachen „International Office“ genannt.
Ich selbst spiele auch mit dem Gedanken, mich noch einmal für einen längeren Zeitraum ins Ausland zu wagen, werde den Schritt allerdings nur gehen, wenn ich ein passendes Programm finde. Da ich entweder gerne meine Englisch- oder Französischkenntnisse in so einem Semester verbessern würde, habe ich wahrscheinlich gar nicht so schlechte Chancen. Zumindest die Plätze in französischsprachigen Ländern sind nicht so gefragt, wie die in den USA, China oder Australien, für die man absolute Spitzennoten braucht. Im Moment bin ich noch dabei, Informationen zu sammeln. Viele Bewerbungsfristen sind allerdings demnächst fällig – mal sehen, wie es weiter geht.

Autor: Katha  |  Rubrik: studium  |  Jan 4, 2017
Autor: Katha
Rubrik: studium
Jan 4, 2017

Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Oh Tannenbaum

Entgegen der üblichen Weihnachtsgewohnheit meiner Familie haben wir am Sonntag spontan einen Weihnachtsbaum gekauft. Normalerweise sind wir über Weihnachten immer irgendwo tief in den Alpen zum Skifahren, da würde ein Christbaum zuhause im Wohnzimmer keinen Sinn machen. Dank des Klimawandels hieß es aber in der Wettervorhersage – wie auch schon voriges Jahr –, dass bis Weihnachten wahrscheinlich selbst die Alpen großflächig grün bleiben werden. Deshalb verzichteten wir auf den Skiurlaub und es musste dieses Jahr ein Nadelbaum für uns dran glauben.
Die ersten Nachbarn fragten noch am selben Tag vorsichtig an, ob es Oma und Opa gut ginge, denn sie hätten da etwas Ungewöhnliches bei uns im Fenster entdeckt. Und selbst mein Freund prüfte beim Hereinkommen mit einem skeptischen Blick, ob ihm nicht eine der Lichterketten einen optischen Streich spielte. Mein Vater verteidigte sich gegenüber allen konsequent, dass Mama und ich die treibende Kraft hinter dieser Aktion waren. Aber sehr schön ist er trotz allem geworden, unser Christbaum. Denn obwohl wir bislang nie einen Weihnachtsbaum hatten, verfügen wir trotzdem über mehrere Kilo Baumschmuck, allem voran ein wunderschönes Set orangefarbener Christbaumkugeln. Da Papa ohnehin ein Faible für Außenbeleuchtung hat, erstrahlen jetzt auch das Terrassengeländer und der Rhododendron vor dem Haus in weihnachtlichem Gold.
Zum Glück gibt mir ein Geburtstag am 23. Dezember Anlass dazu, die letzte Uniwoche vor dem Jahreswechsel mit ruhigem Gewissen zu verkürzen. Um Freitag pünktlich zum Brunch zu sein, muss ich ja zwangsläufig schon Donnerstag wieder nach Hause fahren – klar, oder? Ich melde mich dann im neuen Jahr wieder – bis dahin frohe Weihnachten und einen guten Rutsch!

Autor: Katha  |  Rubrik: studium  |  Dec 22, 2016
Autor: Katha
Rubrik: studium
Dec 22, 2016