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Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Die Welt des Marketing

Die Ansprüche in den technischen und wirtschaftlichen Vorlesungen waren sehr unterschiedlich. Während es in den technischen Vorlesungen eher darum ging, Inhalte zu verstehen und auf verschiedene Aufgabentypen anwenden zu können, musste man in den wirtschaftlichen Fächern eher eine große Menge Stoff auswendig lernen.

Ich persönlich konnte mich eher mit dem Lernen für die technischen Fächern anfreunden. Doch viele die weniger mathematisch oder technisch begabt waren, hatten da genau gegensätzliche Vorlieben.

Die Stoffmenge gerade in Marketing war wirklich nicht ohne. Zusätzlich zu den Inhalten der Vorlesung wurden pro Vorlesung zirka 150 bis 250 Seiten aus einem Buch empfohlen, die man dazu doch nachbereiten sollte und Aufgaben angegeben, die man auch noch bearbeiten sollte. Am Anfang schluckte ich ganz schön angesichts dieses Arbeitsberges. Doch nachdem ich mich mit höheren Semestern beraten hatte, erfuhr ich, dass das alles für die Klausur gar nicht nötig ist und dort nur die Folien abgefragt werden.

Inhaltlich war Marketing aber echt interessant. Der Stoff war weniger trocken als in vielen anderen Vorlesungen und wurde mit vielen Beispielen aus der Praxis ergänzt. Was in Marketing alles gelehrt wird, lässt sich schlecht in zwei Sätzen sagen. Marketing bedeutet so viel wie marktorientierte Unternehmensführung. Werbung ist zwar auch ein kleiner Teil von Marketing, hat aber weniger damit zu tun als man landläufig annimmt. Es geht unter anderem darum, Wettbewerbsvorteile zu erkennen und zu erarbeiten, Preise richtig festzusetzen und Entscheidungen über die Produktvielfalt zu treffen. Zusammen mit passenden Beispielen etwa aus dem Automobilbereich war das Thema schon ganz spannend.

Autor: Till  |  Rubrik: studium  |  Sep 24, 2008
Autor: Till
Rubrik: studium
Sep 24, 2008

Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Wie lärmende Studierende plötzlich ganz ruhig werden

Nicht nur die technischen Vorlesungen machten mir am Anfang des Studiums zu schaffen. Auch im wirtschaftlichen Teil des Studiums gab es einige Brocken zu bewältigen. So zum Beispiel die Marketing-Vorlesung. Diese war auch gleichzeitig eine der überfülltesten Veranstaltungen, da sie nicht nur von uns Wirtschaftsingenieuren, sondern auch von Wirtschaftswissenschaftlern und BWLern besucht wurde. Das bedeutete eine Masse von bis zu 600 Studierenden, die regelmäßig zu der Vorlesung in den Hörsaal drängten. Daraus ergab sich ein naturgemäß hoher Lärmpegel.

Doch der Professor hatte seine eigene Methode damit umzugehen: Er ermahnte die Studierenden ruhig zu sein und machte dann einen Strich an die Tafel. Nach dem dritten Strich packte er - ohne noch was zu sagen - seine Sachen ein und ging.

Das kam zum Glück nur sehr selten vor, sorgte aber gerade beim ersten Mal für viele ungläubige Blicke unter uns Studenten. Dieser Auftritt verfehlte seine Wirkung nicht. Schon beim nächsten Mal war es insgesamt deutlich ruhiger und man besann sich mehr und mehr darauf, tatsächlich der Vorlesung zu folgen.

Die Unterschiede zu den technischen Veranstaltungen: Während dort eher komplizierte Sachverhalte oder Phänomene erklärt wurden und der Professor dazu Formeln und deren Herleitungen anschrieb, wurden in Marketing pro Veranstaltung 30 Powerpoint Folien vorgetragen. Dahinter steckte schon eine Menge Theorie und Inhalte, aber letzlich ging es weniger um Verständnis als mehr um stumpfes Auswendiglernen.

Autor: Till  |  Rubrik: studium  |  Sep 16, 2008
Autor: Till
Rubrik: studium
Sep 16, 2008

Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Hier wird ausgesiebt?

Schon vor der ersten Vorlesung „Rechnungswesen und Buchhaltung" wurden wir von Studierenden in höheren Semestern vorgewarnt, was uns hier erwarten würde. Der Professor begann erstmal damit, uns zu erzählen, was er für hohe Ansprüche hätte. Und dass er es als seine Aufgabe ansähe, einen guten Teil der Studierenden „rauszuprüfen", da er im Hauptstudium lieber kleinere Seminare hätte. Als unerfahrener „Ersti" kann einem so etwas dann auch schon mal Angst bereiten. Er fuhr damit fort, dass wir nach genauerer Beobachtung auch bemerken würden, was für eine Partei er wählte. Seine gelbe Fliege gab uns erste Hinweise.

Schnell stellte sich heraus, dass er selbst an seine Vorlesung wohl nicht so hohe Ansprüche stellte. Meistens zeigte sich hier nicht der Professor selbst, sondern er ließ die Vorlesung von einem Mitarbeiter halten. Die sehr schlicht gestalteten Overhead-Folien harmonierten gut mit dem unglaublich monoton vorgetragenen Stoff.

Das konzentrierte Zuhören fiel nicht nur mir unglaublich schwer, und wir fragten uns, ob es nicht sinnvoller wäre, die Zeit dann doch anders zu nutzen. Meistens siegte dann allerdings das schlechte Gewissen und man ging doch in die Vorlesung. Die hohen Durchfallquoten sorgten dabei für zusätzliche Motivation.

Einige Kommilitonen nahmen auch ein Angebot von Studierenden in höheren Semestern an. Diese boten kostenpflichtige (!) Tutorien an, in denen der Stoff nachbereitet wurde. Doch mir erschien das irgendwie suspekt, und letzten Endes hat es auch ohne diese Tutorien funktioniert.

Autor: Till  |  Rubrik: studium  |  Sep 12, 2008
Autor: Till
Rubrik: studium
Sep 12, 2008