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Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Ein Tag unter Hochspannung

Wer meint, Elektrotechnik ist ein trockenes und theoretisches Studium, war noch nie in einem Hochspannungslabor. Futuristische Anlagen sind in dem schallisolierten, riesengroßen Raum  untergebracht. Wir hatten hier im vierten Semester drei Versuche zum Themengebiet Hochspannungs- und Isoliertechnik, Isolatoren, Elektroden- und Barriereanordnungen. Jeder Versuch dauerte ungefähr zwei bis drei Stunden und war immer aufregend.

Nach einer Einweisung, die uns davor bewahren sollte, dass wir unsere Fähigkeiten als lebender Isolator testen, ging es los. Sicherheitstür zu, Spannung an, Licht aus - Man will ja auch was sehen beim ‚Durchschlagsversuch‘.

Der Laboringenieur dreht langsam an der Spannung. Ich höre wie das bedrohliche Rauschen und Knistern der Hochspannung allmählich lauter und lauter wird. Die Atmosphäre ist ein wenig unheimlich. Wie immer bin ich die Einzige, die sich kurz vorm Durchschlag, wie ein kleines Kind zu Silvester, die Ohren zuhält.

Ein großer Blitz, ein lauter Knall und alles ist vorbei. Messwerte aufnehmen, Versuchsaufbau ändern und dann geht es von vorne los. Es gibt Labore, die bringt man einfach hinter sich. Nicht immer ist alles super interessant. Doch die Versuche in der Hochspannungshalle waren definitiv immer etwas Besonderes. Wer kann denn sonst von seinem Studium berichten, dass er mittels elektrischem Wind eine Kerze ausgepustet hat?

Autor: Elke  |  Rubrik: studium  |  Aug 27, 2008
Autor: Elke
Rubrik: studium
Aug 27, 2008

Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Mathe für Ingenieure

Die Mathe-Vorlesungen stellten sich auch weiterhin als die mit am arbeitsintensivsten heraus. Nicht umsonst gehören sie ja in ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen zu den wohl am meisten gefürchteten Vorlesungen im ganzen Studium. Schon bevor man überhaupt anfängt zu studieren, hat man viele Schreckensgeschichten über die gefährliche Ingenieursmathematik gehört. Sätze wie „Oh Ingenieur, da bist du wohl gut in Mathe" hört man häufiger.

Hat man aber erstmal angefangen zu studieren, stellt es sich dann doch als nicht ganz so dramatisch heraus. Natürlich ist eine große Stoffmenge zu bewältigen und der Inhalt ist auch nicht ohne. Wenn man sich allerdings erstmal eine Weile damit beschäftigt hat, gewöhnt man sich doch recht schnell daran, mit dieser Stoffmenge umzugehen und lernt Wichtiges von Unwichtigem zu trennen.

Auch wenn es jedes neue Thema wieder schaffte Reaktionen hervor zu rufen wie „Das verstehe ich doch nie!", dauerte es meistens nicht lange, bis man sich eingearbeitet hatte. Hier jedoch zeigten sich schon deutliche Unterschiede zwischen uns Studierenden. Die, die gerade aus der Schule kamen und dort auch nicht schlecht in Mathe gewesen waren, hatten dabei eher weniger Probleme. Aber andere, die nach der Schule erstmal eine Ausbildung gemacht hatten oder sich in anderen Studiengängen versucht hatten und so schon länger nicht mehr gezwungen waren, Mathe zu lernen, mussten mehr Zeit investieren um mitzuhalten.

Autor: Till  |  Rubrik: studium  |  Aug 25, 2008
Autor: Till
Rubrik: studium
Aug 25, 2008

Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Erste Eindrücke aus den Vorlesungen

Die Vorlesungen, sowohl im technischen als auch im wirtschaftlichen Bereich, hatten nichts mit dem zu tun, was man beispielsweise aus der Schule kennt. Meistens saß ich mit bis zu 500 Kommilitonen im Hörsaal und versuchte, den Lärmpegel ignorierend, dem Professor bei seinen Ausführungen zu folgen. Zu schätzen lernte ich dabei einen Service, der in manchen Vorlesungen angeboten wurde: Die Vorlesungen wurden teilweise aufgezeichnet und konnten so später im Internet angeschaut werden. Insgesamt kann man sagen, dass die Stoffmenge einer Vorlesung deutlich den Gehalt einer Vielzahl von Schulstunden übersteigt.

Übertroffen wurden die meisten anderen Vorlesungen aber noch von der Mathe-Vorlesung. Hier wurde in einer dreistündigen Veranstaltung locker so viel Stoff durchgepaukt, wie in einem halben Schuljahr. Auf Hilfsmittel wie Beamer und Powerpoint wurde hier verzichtet und stattdessen Overheadfolien mit einer atemberaubenden Geschwindigkeit beschrieben. Nach einem solchen dreistündigen Mitschreibmarathon hatte ich nicht nur regelmäßig völlig den Faden verloren, sondern auch gehörige Krämpfe in der Hand. Das gemeinsame Nachbearbeiten der Vorlesungen und Erledigen der Übungszettel zusammen mit zwei oder drei Kommilitonen war dann zwingend erforderlich, um am Ball zu bleiben. Gleichzeitig konnte ich so immer meinen eigenen Stand mit dem meiner Mitstudenten vergleichen und Unklarheiten beseitigen. Gerade in der Anfangszeit des Studiums konnten wir uns so stets gegenseitig versichern, in etwa auf demselben Stand zu sein und mit denselben Problemen zu kämpfen.

 

 

Autor: Till  |  Rubrik: studium  |  Aug 21, 2008
Autor: Till
Rubrik: studium
Aug 21, 2008