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Mein Freiwilliges Jahr

Der letzte Tag

Heute ist mein letzter Tag. Fast ein Jahr ist jetzt vergangen, seit ich das erste Mal schüchtern in das Büro gekommen bin. Es ist viel passiert und ich hatte hier im Allgemeinen eine schöne Zeit. Um 15 Uhr bin ich zwar noch offiziell FSJ`ler (nämlich bis zum 31.08.), aber arbeiten werde ich hier wohl nie mehr.  

Gestern habe ich meinen Chef zum letzten Mal gesehen und er meinte, er wird mich vermissen. Wie rührend. Aber ich werde die Leute hier auch eine Zeitlang vermissen. Es ist schon ein wenig traurig, so gar nichts mehr mit denen allen zu tun zu haben. Eine richtige Verabschiedung werde ich heute leider nicht bekommen, weil so ziemlich alle im Urlaub sind, aber es wird noch eine richtige Abschiedsfeier geben, sobald auch mein Kollege hier fertig ist und alle wieder da sind. Darauf freue ich mich schon.

Der letzte Tag ist ruhig. Es ist kaum was los, aber das stört mich nicht. So habe ich einen schön entspannten Abschluss. Nebenbei versuche ich noch unsere Praktikantin einzuarbeiten. Die hat in den nächsten Tagen ordentlich zu tun. Ein neuer Veranstaltungskalender ist fertig gestellt und muss verschickt werden. Wer einige meiner Blogs gelesen hat, weiß, was das bedeutet: kleben, stempeln, zählen, eintüteln. Außerdem ist sie auch noch fast allein im Büro und darf alle Anrufe annehmen und alles alleine buchen. Aber ich denke das schafft sie schon. Jetzt muss ich dann nur noch meine letzten privaten Daten von der Festplatte werfen und dann bin ich hier fertig. Heute abend werde ich meine Freiheit gebührend feiern. Yeah.

Autor: Andreas  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Aug 27, 2008
Autor: Andreas
Rubrik: auszeit nach dem abi
Aug 27, 2008

Mein Freiwilliges Jahr

Soft Skills & Berufsalltag

Mein vorletzter Tag hat begonnen und ich habe beschlossen ein Resümee zu schreiben. Was hatte ich eigentlich von dem Jahr?  Ich könnte jetzt spontan nicht sagen, was mir dieses Jahr aktiv gebracht hat, außer dass ich gelernt habe, schneller zu tippen. Aber ich habe mich bestimmt weiterentwickelt, konnte meine Stärken ausbauen und meine Schwächen oder Ängste abbauen. Zum Beispiel habe ich durch die Dachführungen jetzt weniger Höhenangst. Die „Telefonangst" (oder besser Panik) habe ich wohl endgültig besiegt. In der Bewertung, die ich vom Verwaltungschef bekommen habe, steht drin, meine Stärken würden in der Besucherbetreuung und im Umgang mit Kollegen liegen. Das habe ich vorher auch nicht gedacht.

Sonst habe ich viel mitbekommen, wie es in einem Museum so hinter den Kulissen abläuft. Außerdem konnte ich erste Berufserfahrungen sammeln, habe ein Jahr lang im Berufsalltag gelebt und habe jetzt schon mal eine Vorstellung wie es im Berufsleben irgendwann aussehen wird.

Die ewige Frage, warum denn ein FSJ und kein Zivi kann ich immer noch nicht beantworten. Ich gebe zu, dass ich hier mit völlig utopischen Vorstellungen reingekommen bin. Von wegen wissenschaftliches Arbeiten, Ausstellungen mitorganisieren, Führungen übernehmen und auf keinen Fall Büro- und Sekretariatsarbeit übernehmen. Wenn ich etwas nachgedacht und richtig zugehört hätte, hätte ich das gewusst. Ich bin schließlich in keinster Weise dafür qualifiziert eine Ausstellung mitzugestalten oder durch die Ausstellung zu führen. Dafür fehlt mir das Wissen und die Erfahrung.

Im Großen und Ganzen war das Jahr toll. Ich habe tolle neue Leute kennen gelernt - mein FSJ-Kollege ist jetzt einer meiner dicksten Freunde - habe mein geschichtliches Wissen erweitern können und ein paar dieser tollen „Soft-Skills" erworben.

Nun die alles entscheidende Frage: Würde ich es weiterempfehlen? Ich würde jedem, der noch nicht genau weiß, was er machen will, ein FSJ empfehlen. Es ist super, um ein Jahr zu überbrücken, in einen Beruf reinzuschnuppern, erste Berufserfahrungen zu sammeln und es macht sich gut im Lebenslauf. Bei Zivis sieht die Sache anders aus. Da kommt es ganz darauf an, welches Einsatzgebiet man hat. Als Zivi ein FSJ im Krankenhaus zu machen, ist reichlich dämlich (gleiche Arbeit, längere Dauer und schlechter bezahlt). Alle anderen, etwas ausgefalleneren Einsatzgebiete wie Museen, Sportanlagen, Kulturhäuser haben meistens keinen Zivi, aber eventuell ein oder zwei FSJ`ler. Das sind dann auf jeden Fall attraktive Alternativen zum "normalen" Zivildienst. Also ja, ich kann das FSJ nur weiterempfehlen.

Autor: Andreas  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Aug 20, 2008
Autor: Andreas
Rubrik: auszeit nach dem abi
Aug 20, 2008

Mein Freiwilliges Jahr

Fledermäuse

Der große Besucheransturm ist vorbei. Das Schuljahr ist zuende, jetzt kommen nur noch Einzelbesucher hierher. Ich habe also nicht besonders viel zu tun, obwohl ich im Moment beide Aufgabenbereiche (Büro und Info) abdecke, weil mein FSJ-Kollege Urlaub hat. Nebenbei arbeite ich noch unsere neue Praktikantin ein, was sich als etwas schwierig herausstellt. Wie will ich jemandem Buchungen erklären, wenn es keine Buchungen gibt? In der Theorie ist das nämlich nicht gerade anschaulich und leicht verständlich. Die Praktikantin muss es bald können, weil sie ab nächste Woche Mittwoch (mein letzter Tag) komplett auf sich allein gestellt ist, bis mein Kollege für 4 Tage aus dem Urlaub zurückkommt. Danach wird sie auch noch die neuen FSJ`ler einarbeiten.

Gestern gab es sogar mal eine komplett neue Aufgabe für mich. Das erste Mal in diesem Jahr körperliche Arbeit (abgesehen von Flyerkartons schleppen). In unseren Studienräumen werden gerade die Teppiche gereinigt. Ich war also den kompletten Vormittag damit beschäftigt Stühle, Tische, Leinwände, Bildschirme, Bühnenteile usw. aus den Räumen zu schleppen und in den Gang zu stellen, der ziemlich eng ist. 

Ziemlich lustig war es dann als eine Fledermaus in einen der Räume geflogen kam. Sofort brach unter den Technikern Panik aus. Denn wenn wir die Fledemaus nicht vertrieben hätten und die Nachts rumgeflogen wäre, hätten die Bewegungsmelder sofort Alarm geschlagen und mindestens einer der Techniker wäre wachgeklingelt worden und hätte her fahren müssen. Also haben wir zu zweit versucht, die Fledermaus aus dem Fenster zu jagen. Sah' glaube ich ziemlich lustig aus wie wir mit Bambusstecken an die Wände geklopft haben, um Lärm zu veranstalten. Nach 10 Minuten dauerklopfen hat sie sich dann doch aus dem Fenster bequemt. Unsere Kollegin an der Info hat sich halb tot gelacht als sie uns über die Monitore beobachtete. 

Autor: Andreas  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Aug 11, 2008
Autor: Andreas
Rubrik: auszeit nach dem abi
Aug 11, 2008