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Freiwilliges Ökologisches Jahr

Erkundung der Hauptstadt

Wir waren also in dem uns weitgehend unbekannten Land angekommen. Der erste augenscheinliche Unterschied war allerorts zu lesen oder, besser gesagt, eben nicht zu lesen dank der kyrillischen Schrift. Doch wir hatten ja Olesya und Vlad, unsere beiden Begleitpersonen in Minsk. Sie arbeiten für das Institut für Strahlensicherheit BELRAD, unserer Partnerorganisation vor Ort. Das Institut beschäftigt sich vor allem mit der Aufklärungsarbeit rund um Tschernobyl. Die Mitarbeiter fahren mit Kindern, die radioaktiver Strahlung ausgesetzt waren, auf Erholungsfreizeiten nach Deutschland oder Österreich. Außerdem messen sie die Radioaktivität bei Lebensmitteln, entwickeln ein Medikament, dass das Caesium in den Körpern der Betroffenen eliminieren soll und messen die Strahlenwerte der Menschen in den verstrahlten Gebieten.

Wir fuhren zunächst mit dem Bus in einen Vorort von Minsk, wo sich das Institut und unsere Herberge für die nächsten fünf Tage befanden. Nach einem kurzen „Frischmachen“ und gegenseitigen Vorstellen ging es auch schon wieder los. Eine Erkundung von Minsk stand an. Wir gingen vom Siegesplatz zu Fuß zu einem Restaurant, stärkten uns dort und tauschten uns gleich mit Vlad und Olesya aus. Danach spazierten wir gemütlich durch einen Park am Fluss und ließen den Tag langsam ausklingen. Alle waren erschöpft von der Fahrt, sodass wir schnell schlafen gingen, um frisch für den nächsten Tag zu sein.

Mein Tag war noch nicht ganz zu Ende, denn ich musste noch sämtliche Belege vom Tag sammeln und auf einer Liste vermerken, wie viel wir ausgegeben hatten. Eine Arbeit, die mich die gesamte Fahrt beschäftigen sollte – oftmals nervig, aber leider Gottes notwendig und wichtig. Genauso wie die Kalkulation des Essensbudgets, sprich wie viel Geld können wir am Tag für Lebensmittel ausgeben. Als das erledigt war, fiel auch ich ins Bett und freute mich schon auf den nächsten Tag.

Autor: Leon  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Sep 9, 2010
Autor: Leon
Rubrik: auszeit nach dem abi
Sep 9, 2010

Freiwilliges Ökologisches Jahr

Eine Zugfahrt, die ist lustig — eine Zugfahrt, die ist schön

Gleich zu Beginn des Weißrusslandtrips lernten wir, dass Russischkenntnisse durchaus von Vorteil sein können. Die Zugbegleiterin, eine etwas herrische Person mit wallender roter Mähne, konnte nämlich kein Wort Englisch, geschweige denn Deutsch ... Blöd nur, dass sie die Zugtickets samt den Rückfahrscheinen aus meinen Händen riss und nicht wieder hergeben wollte. Glücklicherweise befanden sich in unserer Gruppe zwei Mädels, die sehr gut Rrussisch sprachen – unser Glück.

Unser Heim für die nächsten Stunden entpuppte sich als eine recht plüschige und gemütliche Angelegenheit. 19 Stunden Bahnfahrt und alle halbe Stunde hielt der Zug auf offener Strecke an oder verweilte eine Stunde im Bahnhof. Uns war’s relativ egal, denn so hatte man ausreichend Zeit, sich näher kennen zu lernen. Unterbrochen wurden die Gespräche lediglich durch die krassen Bremsmanöver des Zugführers. Da fiel dann auch schon mal ein Koffer von oben runter. Aber egal: Je näher wir dem Ziel kamen, desto größer wurde die Vorfreude.

Als wir dann in den erstaunlich gemütlichen Betten endlich eingeschlafen waren, war’s auch schon wieder vorbei mit der Ruhe: Passkontrolle um 2:30 Uhr – wie spaßig! Erst die Polen und dann die Weißrussen, die sich allerdings erst zwei Stunden später die Ehre gaben. Viel Schlaf war danach nicht mehr drin. Dementsprechend müde kamen wir morgens um 9 Uhr in Minsk an und wurden von zwei Mitarbeitern des Institutes BELRAD am Bahnsteig empfangen.

Wo wir in Minsk wohnten, was das Institut BELRAD genau macht und was wir sonst noch erlebt haben? Richtig, der nächste Blog verrät es euch!

Autor: Leon  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Sep 3, 2010
Autor: Leon
Rubrik: auszeit nach dem abi
Sep 3, 2010

Freiwilliges Ökologisches Jahr

Eine Reise ins unbekannte Land

Wir Deutschen kennen uns ja relativ gut aus mit anderen Ländern auf dieser Welt. Wo sie liegen, was sie auszeichnet und was für eine Geschichte das Land hat. Mallorca ist unser 17. Bundesland und in Österreich lässt es sich NC-frei studieren. Und auch die Länder in Osteuropa sind keine Unbekannten. Polen mit dem schönen Krakau, Tschechien mit Prag oder Ungarn mit Budapest – alles schon mal gesehen.

Doch was fällt euch ein, wenn ihr an Weißrussland (Belarus) denkt? Tschernobyl, okay, und weiter? Manch einer nennt noch das Stichwort „letzte Diktatur in Europa“ und Lukaschenko. Doch danach hört es auf.

Um genau diese Wissenslücke zu schließen, und das Land, die Kultur und die Menschen dort kennen zu lernen, fuhren wir, zwölf Jugendliche, im Rahmen einer internationalen Begegnung nach Belarus. Meine Funktion war allerdings nicht nur die des interessierten Teilnehmers, nein, ich sollte für die zehn Tage der Teamer der Gruppe sein. Die letzten Monate hatte ich mit der Organisation dieser Fahrt zu tun. Die deutsche Gruppe managen, Kontakt halten zu den weißrussischen Partnerorganisationen, Zugtickets buchen, Visa beantragen – mein Terminkalender war prall gefüllt.

Als wir uns dann alle im Berliner Hauptbahnhof trafen und der Zug nach Minsk einfuhr, ging es also los. Schluss mit dem theoretischen Geplane – die Reise konnte beginnen!

In den folgenden Blogs werde ich euch von dieser spannenden Reise berichten. Es wird interessant, bleibt also dran!

Autor: Leon  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Aug 30, 2010
Autor: Leon
Rubrik: auszeit nach dem abi
Aug 30, 2010