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FSJ in Tschechien

Vorchecken in Tschechien

Der Mensch ist von Natur aus neugierig. So konnte ich es nicht lassen und stattete letztes Wochenende meiner zukünftigen tschechischen Heimatstadt einen kurzen Besuch ab. Wie gut ist es doch, wenn der Einsatzort deines FSJ nicht am anderen Ende der Welt, sondern lediglich im Nachbarland liegt!

Freitagmorgen rein ins Auto, Freitagabend wieder raus. Dabei rettete die Klimaanlage unseres Autos mir wahrlich das Leben, denn um mich herum herrschten gefühlte 42 Grad. Ich fuhr und fuhr und das Lied „Autobahn“ von Kraftwerk ging mir gar nicht aus dem Kopf. Kurz vor der tschechischen Grenze übernachtete ich in einer Jugendherberge, die einem Schloß ähnelte, um am nächsten Tag frisch und munter meine Mentorin zu treffen.

Doch wo trifft man sich Samstagmorgens um zehn in einer wildfremden Stadt?
Bahnhof? Zu unpersönlich, zu viele Leute. Theater? Davon gibt’s so viele. Egal, zehn Uhr Stadttheater, Haupteingang, das musste doch zu finden sein …

Autor: Inga  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Jul 26, 2010
Autor: Inga
Rubrik: auszeit nach dem abi
Jul 26, 2010

FSJ in Tschechien

Die großen Uni-Info-Tage

In weiser Voraussicht beschloss ich letzten Freitag, mich um meine fernere Zukunft zu kümmern. Ein Freiwilliges Soziales Jahr ist schön und gut, aber es ist immerhin nur ein Jahr und endet folglich in relativ absehbarer Zeit. Und danach? Ich wollte nicht schon wieder vor unzähligen unkonkreten Angeboten unbekannter Institutionen stehen, sondern gleich weiter steigen auf der Karriereleiter. Ich war also höchst motiviert, mir die Universität der Nachbarstadt bei einem Hochschulinformationstag anzuschauen, Bewerbungs- und Einschreibedaten hatte ich strebsam aus dem Internet abgeschrieben und nun war ich also auf dem Weg  (ich gestehe zum ersten Mal) zu einer, so dachte ich, riesigen Universität, die nur geballte Intelligenz und Bildung beherbergen konnte. In meiner malerischen Bilderbuchvorstellung war eine Universität mindestens zweihundert Jahre alt, ein wundervoller Altbau mit einem großen, grünen Campusgelände und vielen Studenten, die auf einer Wiese liegen und Bücher lesen oder Karten spielen.

Als ich an der Uni ankam, prüfte ich mit einem schnellen Blick aufs Navi, ob ich hier richtig war, denn es schien mir, als sei ich geradewegs zu meiner alten Schule gefahren, denn ein Betonklotz mit unbeschreiblichen Dimensionen warf seinen Schatten auf eine riesige Asphaltfläche, die wohl einen Parkplatz darstellen sollte. Erschrocken drehte ich mich um und nahm vier bis fünf ähnliche Betonbauwerke wahr, die mir derart bedrohlich vorkamen, dass sich in meinem Kopf das Wort „Gefängnis“ bildete. Ich schluckte kurz und betrat mutig das Gebäude.
Ein sichtlich steifer Professor im Anzug mit rosa Krawatte begrüßte uns und beglückwünschte uns, eine gute Wahl getroffen zu haben: Jura an „seiner“ Uni. Ich war nicht wirklich überzeugt davon, Jura studieren zu wollen, aber für eine Infoveranstaltung reichte mein Interesse und so ließ ich zweieinhalb Stunden die Worte zweier Professoren, eines Rechtsanwaltes, einer Staatsanwältin und einer Richterin über mich ergehen, und hatte für den Rest meines Lebens genug von Jura. Noch in der folgenden Nacht träumte ich von Paragraphen, Zahlen, ungerechten Entscheidungen, Akten und miefigen Büroräumen.

Autor: Inga  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Jul 16, 2010
Autor: Inga
Rubrik: auszeit nach dem abi
Jul 16, 2010

Freiwilliges Ökologisches Jahr

Heute mal ohne Fleisch

Es beschäftigt uns jeden Tag aufs Neue: Was essen wir denn heute Schönes? Vielleicht Lasagne oder Spaghetti Bolognese? Ein leckeres Steak mit Bratkartoffeln? Oder was Vegetarisches? Och nö, lieber schön lecker Fleisch.

Vor ein paar Wochen lief mein Essens-Denkprozess genau so ab. Hauptsache Fleisch beim Essen, Gemüse okay, aber nur mit einem Steak. Vielleicht nicht ganz so krass, aber im Grunde war’s so.

Doch nach zehn Monaten FÖJ und mittags rein vegetarischer Ernährung, denke ich jetzt anders. Es geht auch ohne Fleisch, und das ganz wunderbar. Leckere Aufläufe, Suppen, Salate – alles ohne Hack oder Steak. Das schmeckt genauso gut, wenn nicht sogar leckerer. Mit den richtigen Gewürzen schmeckt mir sogar Tofu  – eine Aussage meinerseits, die vor Wochen noch undenkbar schien.

Dabei ist der Fleischkonsum aus mehreren Gründen schädlich. Zum einen ist Fleisch ein Klimakiller. Die Millionen Rinder, die es auf der Welt gibt, sind an 18 Prozent der vom Menschen verursachten Treibhausgasemissionen schuld. Zum anderen sind auf dem Globus 30 Prozent der weltweiten Landfläche nur für die Viehzucht da. EinTeil dieser Fläche könnte viel besser zur Nahrungsproduktion für hungernde Menschen genutzt werden. Außerdem ist Fleisch im Übermaß auch gesundheitlich bedenklich, wie mehrere Studien beweisen. Deswegen lautet die aus meiner Sicht beste Variante, wenn man nicht gleich Vegetarier werden möchte, Reduzierung. Ich esse nur noch zwei oder drei Mal in der Woche Fleisch und es klappt super. Es gibt tausende leckere Rezepte, die einen nicht leiden sondern genießen lassen.

Probiert’s aus – es lohnt sich!

Autor: Leon  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Jul 9, 2010
Autor: Leon
Rubrik: auszeit nach dem abi
Jul 9, 2010