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Freiwilliges Ökologisches Jahr

Wo die Welt noch in Ordnung ist (Teil II)

Kommt man aus dem hektischen Berlin, ist Freiburg ein kultureller Schock. Aber ein positiver. Hier geht alles ein wenig behutsamer voran, die Stadt ist gemütlich und die Altstadt wunderschön. Das überträgt sich anscheinend auch auf den Sportclub.

Verglichen mit anderen Vereinen der Bundesliga, hat der SC Freiburg geringe finanzielle Mittel zur Verfügung und lebt nicht in der Illusion, sportlichen Erfolg durch maßlose Überschuldung zu realisieren. Das ist sympathisch und höchst selten in der Bundesliga, außerdem ist es von Erfolg gekrönt. Auf kleiner Ebene zwar, aber im Gegensatz zu Hertha BSC, die einen weitaus höheren Etat zur Verfügung haben, sind die Breisgauer nicht in die 2. Liga abgestiegen.

So spielte auch der erste Programmpunkt an diesem Tag, den wir zehn Teilnehmer nach einem kurzen Kennenlernen in einem Café angingen, für Berliner Verhältnisse in einer anderen Dimension. Der Pressesprecher Rudi Raschke führte uns nämlich zunächst ins Stadion und erklärte einige Dinge zum Bauwerk. Der Verein denkt über einen Neubau nach, da man mit 24.000 Plätzen (zum Vergleich: das Berliner Olympiastadion fasst 74.000 Menschen) einfach nicht konkurrenzfähig ist. Glück hat man im Breisgau allerdings mit dem Rasen, der seit mehreren Jahren schon nicht mehr ausgetauscht werden musste. Andere Vereine tun dies nämlich dreimal pro Spielzeit, ein finanzieller Vorteil für Freiburg also.

Nach diesem Start ging es dann in den Presseraum zum intensiven Gespräch mit dem Pressesprecher und dem Journalisten, der nun ebenfalls mit von der Partie war. Auf dem Weg dorthin trafen wir dann noch den nett grüßenden Trainer Robin Dutt – das hat man auch nicht alle Tage.

In Teil 3 könnt ihr dann alles über das Gespräch mit dem Pressesprecher und dem Journalisten erfahren. Seid gespannt – es lohnt sich.

Autor: Leon  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  May 27, 2010
Autor: Leon
Rubrik: auszeit nach dem abi
May 27, 2010

Freiwilliges Ökologisches Jahr

Mission Freiburg (Teil I)

Sechs Uhr morgens. Unmenschlich, einfach unmenschlich. Naja, sagte ich mir, du machst es ja für eine coole Sache, Leon, also raus aus der Koje. Schnell gefrühstückt, im Kopf die gepackten Sachen auf noch fehlende Teile geprüft, keine gefunden – es konnte losgehen. Was genau?

Nun, ich befand mich auf dem Weg nach Freiburg im Breisgau, reine Fahrtdauer sechseinhalb Stunden mit dem Zug. Ganz schön happig, könnte man denken, doch das war angesichts des Anlasses nebensächlich: Ich nahm an einer Recherchefahrt zum Fußballbundesligisten SC Freiburg teil. Dort sollte ich die Chance bekommen, den Pressesprecher des Vereins und einen lokalen Sportjournalisten mit Fragen zu löchern. Als Sahnehäubchen sollte uns am Ende noch ein Profifußballer Rede und Antwort stehen. Für diese einmalige Chance fuhr ich gerne knapp 800 Kilometer.

In meinem Kopf schwirrte schon so einiges an Fragen herum: Wie wird man Sportjournalist oder Pressesprecher eines Vereins? Wie sieht der Alltag in so einem Beruf aus? Besonders spannend stellte ich mir auch die Konfrontation mit einem Profifußballer vor. Wie schätzt er die Saison ein? Warum ist der SC Freiburg nicht abgestiegen? Fragen über Fragen, die mir die lange Anfahrt verkürzten und mein Interesse auf den nächsten Tag nur noch steigerten.

Angekommen im Breisgau (überraschenderweise ohne Verspätungen) suchte ich dann erstmal das Hostel, meine Stätte für die eine Nach,t auf, um anschließend die Altstadt zu besichtigen.

Wie es weiter ging und was uns beim SC Freiburg alles erwartete, lest ihr im nächsten Blog.

Autor: Leon  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  May 20, 2010
Autor: Leon
Rubrik: auszeit nach dem abi
May 20, 2010

Freiwilliges Ökologisches Jahr

Ein starkes Stück Widerstand (Teil II)

Nun geht´s schneller voran und die jubelnde Menge fliegt an uns vorbei. Wir sind nicht mehr in Elmshorn, sondern befinden uns auf dem platten Land. Trotzdem fahren wir immer noch an einer gut gelaunten, bunten Menschenmenge vorbei und wollen uns nun endlich einreihen. Wir erreichen eine Brücke – ist das unser Abschnitt? Der Busfahrer hält unser Gefährt an, meine Kollegin und ich springen aus dem Bus und machen uns schlau. Ja, tatsächlich, dies ist unser Abschnitt. Unglaublich, wir haben es geschafft! Alle eilen hektisch über die Straße und finden einen Platz in der Kette.

Ein Kribbeln macht sich jetzt breit und ein Gefühl: Du bist grad einer von Tausenden, die diese Kette bilden. Viel Zeit, darüber nachzudenken, haben wir allerdings nicht, denn nachdem wir eine halbe Stunde Hand in Hand verbracht haben, holt uns der Bus auch schon wieder ab. Es geht zurück nach Elmshorn, wo eine Kundgebung den Tag beschließen soll. Am Marktplatz angekommen, verbreitet sich die Nachricht wie ein Lauffeuer: 120.000 Menschen haben an der Aktion teilgenommen – alle Prognosen sind somit übertroffen.

Mit diesem guten Gefühl einer erfolgreichen, tollen Sache beigewohnt zu haben, geht es dann doch recht schnell wieder nach Berlin. Trotz aller Anstrengung und dem Gehetze ist der gesamte Bus vollauf zufrieden und alle wissen: Heute haben wir ein starkes Zeichen gesetzt!

Autor: Leon  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  May 17, 2010
Autor: Leon
Rubrik: auszeit nach dem abi
May 17, 2010