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FSJ in Nicaragua

Granada

Nachdem ich mich tränenreich von meinen Freunden verabschiedet hatte, stiegen Pelu und ich in ein Taxi, das uns zu Managuas Busbahnhof brachte. Dort fuhren wir per Minibus nach Granada, einer wunderschönen Kolonialstadt, die direkt am Nicaraguasee liegt. Granada wurde 1524 von Francisco Hernández de Córdoba gegründet, nach dem auch die nicaraguanische Währung benannt wurde. Somit ist Granada eine der ersten europäischen Städte, die auf lateinamerikanischem Territorium erbaut wurde.

Ich fühlte mich sofort wohl in diesem kleinen Städtchen, da es in etwa die Größe meines Heimatortes hat. Außerdem faszinierten mich die vielen bunt angestrichenen Häuschen und gepflasterten Gassen, in denen die verschiedensten Cafés und Restaurants zu finden waren. Es hatte wirklich eine sehr europäische Atmosphäre.

So ließen wir es uns in den nächsten Tagen einfach nur gut gehen. Spazierten durch die Straßen bis wir an Granadas Uferpromenade gelangten, besuchten das ein oder andere Museum und probierten die köstlichen Gerichte verschiedener Restaurants.

 

Autor: Esther  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Jan 8, 2010
Autor: Esther
Rubrik: auszeit nach dem abi
Jan 8, 2010

Freiwilliges Ökologisches Jahr

Am Ende bleibt die Unsicherheit (Teil 1 von 2)

Mitte November, nass-kaltes Nieselwetter umhüllt die jugendliche Seminargruppe. Die Location könnte einen cooleren Namen tragen: Pisselberg klingt nämlich nicht unbedingt anziehend und Spaß versprechend, das Wetter tut sein Übriges.

Das Gepäck wird, am Seminarhaus angekommen, auf die Zimmer gebracht, das Programm vorgestellt. Es soll sich bei der zweiten Seminarfahrt ums Thema „Erneuerbare Energien“ drehen, wobei auch die anderen Energieträger thematisiert werden. Zwei Ausflüge sind geplant, einer davon klingt äußerst vielversprechend. Nach Gorleben soll die Exkursion gehen, explizit zum Info-Zentrum des Zwischenlagerbetreibers. Denn in Gorleben (vielleicht klingelt‘s beim ein oder anderen) befindet sich das Zwischenlager für den atomaren Müll der deutschen Atomkraftwerke.

Zunächst geht es aber um andere Sachen, wie den aktuellen Strom-Mix Deutschlands, um die Frage ob 100 Prozent erneuerbare Energien möglich sind und durch was genau die Erderwärmung herbeigeführt wird.

Dann der Ausflug nach Gorleben. Nach einem kurzen Rundgang im Info-Zentrum folgt ein Vortrag eines Referenten. Er beschwört die Sicherheit der Castoren (die Behälter, in denen der atomare Müll transportiert wird) und des potentiellen Endlagers Gorleben, weiß aber auch ganz genau, wann er sich zurückhalten muss, um nicht ins Fettnäpfchen zu treten. Ein sehr professioneller Auftritt, der einen fast vergessen lässt, was bei aller Sicherheit eben doch alles schief gehen kann bei der Atomkraft.

Lest in Teil 2, wie es weiter ging in Gorleben.

Autor: Leon  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Dec 29, 2009
Autor: Leon
Rubrik: auszeit nach dem abi
Dec 29, 2009

FSJ in Nicaragua

Der erste Abschied

Als wir in Managua ankamen, erwartete uns bereits Eddy mit einem großen Grinsen auf dem Gesicht. “So, ihr macht also eine vorzeitige Hochzeitsreise?”, neckte auch er uns. “Willkommen in Managua”, fügte er hinzu. “Der Stadt der Liebenden.” Die Ironie in seiner Stimme war nicht zu überhören, da Managua eine der hässlichsten und tristesten Städte ist, die ich kenne. Lachend nahm er uns in den Arm.

Nachdem wir unser Gepäck in seiner Wohnung abgeladen hatten, machten wir uns auf den Weg zum “Mercado Oriental”, der billigste, aber auch gefährlichste Markt Managuas. Mein Freund, Peluti, brauchte ein Paar Schuhe und ich wollte mir eine Jeans kaufen. Als wir uns mitten im Gewirr von Ständen, Läden, Essensbuden und Schuhputzern befanden, war ich wirklich froh, Eddy bei uns zu haben, da er sich schnell und geschickt durch dieses Labyrinth zu bewegen wusste. Er kannte genau die Orte, wo man ohne Bedenken etwas kaufen konnte und wo nicht. Ab und zu sahen wir jemanden, der sich wild durch die Menge drängelte und davon rannte. “Das sind die Taschendiebe”, erklärte Eddy. “Du musst hier wirklich gut aufpassen!

Wieder zu Hause machten wir es uns auf dem Sofa gemütlich, hörten Eddy beim Gitarre spielen zu und unterhielten uns.

Am nächsten Morgen gingen wir zur Tanzgruppe “Son del Pueblo”. Auch dort wurden wir mit offenen Armen empfangen und gleich zum Essen eingeladen. Viel zu schnell verging der Tag und als es an der Zeit war, mich von Eddy und meinen anderen Freunden zu verabschieden, kamen mir plötzlich die Tränen. Abschiede machen mich einfach immer so traurig! Vor allem dann, wenn ich nicht weiß, wann ich meine Freunde wieder sehen werde.

 

Autor: Esther  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Dec 23, 2009
Autor: Esther
Rubrik: auszeit nach dem abi
Dec 23, 2009