Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Frewilliges Ökologisches Jahr

Aller Anfang ist schwer

Ein Zimmer wie nach einem Bombeneinschlag. Wahllos herumliegende Zeitungen, stellenweise markiert. Ausgedruckte Blätter mit bunten Bildchen. Die Luft raucht und man merkt, dass schwer gedacht wird. Ist hier jemand im Abi-Stress? Nein, der ist schon erledigt, liegt in der Vergangenheit. Recherchiert hier jemand für ein wissenschaftliches Projekt? Nichts liegt ferner. Nein, hier hat jemand ganz andere Probleme.

Die geschilderte Szenerie ist meiner Wohnungssuche in Berlin geschuldet. Über Wochen haben meine Freundin und ich sämtliche Internetseiten und Berliner Zeitungen durchforstet, um uns ein geeignetes Domizil zu suchen. Immer wieder gaben wir das Gleiche in die Suchmasken der Homepages ein, kamen auf unzählige Anzeigen, haben einzelne Wohnungen aufgeschrieben. Schließlich wurden Besichtigungstermine vereinbart und siehe da - schon die zweite Wohnung gefiel uns auf Anhieb und wurde gemietet. Kurzer Prozess nach derart langem Aufwand.

Der Umzug konnte nun in die Umsetzungsphase gehen, und schnell war unser Hab und Gut in der neuen Wohnung angekommen. Fehlte nur noch eine ..., naja sagen wir zwei Sachen: Die restlichen Möbelstücke und nicht zu vergessen, der Internetanschluss. Die erste Sache war aufgrund der bekannten Vielfalt eines schwedischen Möbelhauses weniger das Problem als die zweite.

„Das dauert so drei bis vier Wochen im Durchschnitt." Diese für uns völlig schockierende Botschaft des Internet-Typen bei einem Elektrohändler zwang uns zu ungewohnten Maßnahmen: Wir eroberten das Internetcafé bei uns um die Ecke und wurden dort für die ersten drei Wochen in Berlin Stammgäste. Schrecklich, wie abhängig man von diesen neuen Medien ist.

Autor: Leon  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Oct 13, 2009
Autor: Leon
Rubrik: auszeit nach dem abi
Oct 13, 2009

FSJ in Nicaragua

Chontales, der Cowboystaat Nicaraguas

Als ich vor einigen Tagen meine alte Gastfamilie besuchte, fragten sie mich, ob ich nicht Lust hätte mit ihnen „Chontales", den Cowboystaat Nicaraguas, zu besuchen. Am Wochenende fände ein sogenanntes „Schutzpatronfest" statt, erklärten sie mir. Ohne lange zu überlegen, sagte ich zu. Diese Chance wollte ich mir nicht entgehen lassen.

So machten wir uns am Freitag auf den Weg. Die ganze Fahrt über legten sie „Rancheras", mexikanische Schlager, auf. Das ist jetzt zwar nicht so mein Musikgeschmack, aber gut, das ist eben die traditionelle chontalenische Musik.

Als wir ankamen, fühlte ich mich wirklich wie in Texas. Wo ich auch hinsah, erblickte ich Cowboyhüte, Stiefel, karierte Hemden und Jeans. Die Mutter meines Gastvaters erwartete uns bereits vor ihrer Tür und sagte: „Heute habe ich etwas ganz besonderes gekocht: Suppe mit Stiereiern." Begeistert trat meine Familie ein, während ich mich immer noch fragte, ob ich sie richtig verstanden hatte. „Stiereier?", fragte ich etwas skeptisch, worauf mir geantwortet wurde, dass dies eine Delikatesse sei.

Um nicht unhöflich zu sein, probierte ich sie, aber ich bekam es beim besten Willen nicht runter. Sie schmeckten irgendwie zäh und allein der Gedanke, dass ich die Hoden eines Bullen aß, bereitete mir Übelkeit. Aber meine Gastfamilie lachte nur und sagte: „Umso besser, da bleibt mehr für uns!"

Autor: Esther  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Oct 8, 2009
Autor: Esther
Rubrik: auszeit nach dem abi
Oct 8, 2009

Freiwilliges Ökologisches Jahr

Auf den letzten Drücker

Endspurt, letzte Chance oder wie auch immer man es nennen will: Ende Juni hatte ich eine sehr entscheidende Woche vor mir. Der Ort: Berlin. Die Mission: einen FSJ/FÖJ-Platz zu ergattern.

Ich hatte zwei Vorstellungsgespräche per E-Mail und anschließender schriftlicher beziehungsweise telefonischer Einladung vereinbart. Zum einen mit den „Kulturprojekten Berlin" für ein FSJ Kultur, zum anderen mit der „BUNDjugend Berlin" für ein FÖJ.

Nachdem ich letzteres als erstes absolviert habe, begann sich gleich danach ein positives Finish abzuzeichnen. Es stimmte einfach alles: die Atmosphäre, die Programmatik der Einsatzstelle, die Leute vor Ort. Es war ein klasse Gespräch und so zog ich vollkommen motiviert zu meinem nächsten Termin, der nur eine knappe Stunde später geplant war. Hier erfuhr ich das komplette Gegenteil: Weder entsprach die Stelle meinen Vorstellungen, noch war die Atmosphäre entspannt. Ich hatte einfach kein gutes Feeling und hoffte inständig darauf, dass die erlösende Zusage von der FÖJ-Stelle kam. Und original 20 Minuten nach dem ernüchternden zweiten Gespräch kam er. Ich war hellauf begeistert und vor allem erleichtert. Endlich war der Vorhang gelüftet: Ich würde das nächste Jahr ein FÖJ bei der „BUNDjugend" in Berlin bestreiten!

Autor: Leon  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Oct 6, 2009
Autor: Leon
Rubrik: auszeit nach dem abi
Oct 6, 2009