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FSJ in Nicaragua

Vom Barbiehaus in die Holzhütte

Als ich mit meinen Koffern vor der Tür meiner neuen Familie stand, wurde ich mindestens genauso herzlich aufgenommen wie in meiner vorherigen Familie. Meine 32-jährige Gastmutter Cecilia nahm mich fest in den Arm und hieß mich mit den Worten "Wir sind zwar arm, aber unsere Tür steht jedem offen!" in ihrem Heim willkommen. Auch meine beiden Gastgeschwister Daniela (14) und Danay (6) begrüßten mich freudig, während meine beste Freundin (Cecilias Nichte) gerade ihr Zimmer frei räumte, das nun für die nächsten fünf Monate mein neues Zuhause sein würde.

Zur Feier des Tages hatte Ceci mein Lieblingsgericht "Fisch mit Gemüse" gekocht. Und so saßen wir den ganzen Abend zusammen, quatschten und lachten gemeinsam bis spät in die Nacht.

Dies hatte ich nie zuvor in meiner alten Gastfamilie getan. Alle sind so mehr oder weniger ihre eigenen Wege gegangen. Nur selten saßen wir zusammen und dann war das Gesprächsthema meistens "Gott und die katholische Kirche".

Ich bin wirklich froh, dass ich diese Möglichkeit in Anspruch genommen und meine Gastfamilie gewechselt habe, da ich so zwei völlig verschiedene Familien und Lebensweisen kennen lernen kann.

 

Autor: Esther  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Jul 8, 2009
Autor: Esther
Rubrik: auszeit nach dem abi
Jul 8, 2009

FSJ in Nicaragua

Halbzeit

Ich kann es kaum glauben, aber schon fünf Monate meines Auslandsaufenthalts sind vergangen. Halbzeit.

Und so wie es üblich ist, wurde auch mir angeboten, die Gastfamilie zu wechseln. Dies ist ein Brauch, um den "Voluntarios" die Möglichkeit zu bieten, zwei verschiedene Familien und ihre Lebensarten kennen zu lernen.

Ich überlegte hin und her. Da meine Gastfamilie für nicaraguanische Verhältnisse relativ reich ist, mangelt es mir hier wirklich an nichts. Ich wohne in einem wunderschönen Steinhaus, habe mein eigenes Zimmer, ein bequemes Doppelbett, kann ohne Moskitonetz schlafen und es gibt immer ausreichend Essen, ab und zu sogar Salat und Milch (was wirklich etwas Besonderes ist!). Wenn man es sich überlegt, führe ich hier das perfekte Leben.

Aber irgendwie reizt mich auch die Option, in einer armen Familie zu wohnen. Schließlich bin ich nicht nach Nicaragua gekommen, um dasselbe Leben wie in Deutschland zu führen, sondern um etwas Neues, bisher Unbekanntes auszuprobieren.

So entschied ich mich schließlich, zur Tante meiner besten Freundin zu ziehen, da diese bereits im letzten Jahr eine Freiwillige bei sich beherbergt hatte.

 

Autor: Esther  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Jul 7, 2009
Autor: Esther
Rubrik: auszeit nach dem abi
Jul 7, 2009

FSJ in Nicaragua

"Wichtig ist, dass es für dich passt"

Diese Idee, war genau das, worauf ich gewartet hatte! Ich wollte San Carlos mit seinen Problemen, der Armut, aber auch mit seiner Offenheit und Freundlichkeit, das heißt mein Jahr hier nicht einfach nach meiner Rückkehr abhaken und wieder zur Tagesordnung übergehen. So nach dem Motto: War eine schöne Erfahrung, ist aber jetzt vorbei. Nein, ich wollte mich weiterhin für die Menschen dieses Städtchens engagieren! <br>Und so ist es jetzt vereinbart: Nach meiner Rückkehr werde ich in den laufenden Projekten im Rahmen der Städtepartnerschaft mitarbeiten, Infoabende über San Carlos halten, bei Wohltätigkeitsveranstaltungen Geld sammeln, in Schulen vom Leben nicaraguanischer Kinder erzählen, das so anders ist, als das unsere, und und und ...<br>Meine Mutter hat Recht, wenn sie sagt: „Es ist egal, ob du mit 19 oder mit 21 ein Studium oder eine Ausbildung beginnst! Wichtig ist, dass es für dich passt. Und was wann passt, weißt nur du."
Autor: Esther  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Jul 3, 2009
Autor: Esther
Rubrik: auszeit nach dem abi
Jul 3, 2009