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Mein Freiwilliges Jahr

Tolle Kollegen

Ich habe tolle Kollegen. Eigentlich verstehe ich mich mit allen, sie sind alle sehr hilfsbereit und nett und man kann mit ihnen eigentlich über alles reden. Sogar mein oberster Chef, der Leiter der Museums, ist ein klasse Kerl. Und mit solch netten Menschen zu arbeiten macht sehr viel Spaß. Natürlich gibt es hier und da ein paar kleine Schwierigkeiten, aber wo gibt's die nicht? Im Großen und Ganzen ist es eine super Zusammenarbeit. Vor allem auch mit meinem FSJ-Kollegen, mit dem ich mich sehr gut verstehe, was uns schon in Schwierigkeiten gebracht hat, weil wir das gesamte Großraumbüro mit unserem Gelächter beschallen.

Das Beste sind aber die Dachführungen. Auf 40 Metern Höhe erkläre ich Besuchern das Reichsparteitagsgelände. Klingt vielleicht etwas unspannend, macht aber sehr viel Spaß, vor allem wenn man es mit interessierten Besuchern zu tun hat. Eigentlich ist es wie ein Referat halten. Nur mit grandiosem Ausblick auf die ganze Stadt. Und ich habe völlig freie Hand, wann ich diese Führungen durchführen möchte. Ich kann also schnell eine Durchsage machen und eine halbe Stunde später bin ich oben. 

Autor: Andreas  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Feb 18, 2008
Autor: Andreas
Rubrik: auszeit nach dem abi
Feb 18, 2008

Mein Freiwilliges Jahr

Was habe ich gelernt?

Einiges sogar. Die ersten Tage waren zum Teil wirklich überfordernd. Man muss dazu sagen, dass ich telefonieren gehasst habe. Wirklich. Es gab nichts schlimmeres für mich als irgendwo anzurufen oder angerufen zu werden. Und so eine Telefonphobie ist bei einem Bürojob nicht besonders praktisch. Die ersten Tage waren deshalb wirklich schrecklich für mich. Es kamen dauernd Anrufe und ich war dafür zuständig. Aber ich hab es gelernt und mittlerweile ist telefonieren kein Problem mehr.

Im allgemeinen musste ich mir die ganze Büroarbeit erst aneignen und mich daran gewöhnen. Also E-Mails richtig schreiben, Faxen, Archivieren und so weiter. Lauter Dinge, die zum Teil völlig neu für mich waren. Das Ganze könnte für meine zukünftige berufliche Laufbahn nützlich sein. Ist auf jeden Fall praktisch, wenn man mal so Büroerfahrung gesammelt hat und auch Erfahrungen bei der Besucherbetreuung oder Kundenberatung dürften sich ganz gut auswirken.

Sehr schön ist natürlich die Fähigkeit zu wissen, was die Leuten wollen, schon wenn sie durch die Tür gehen: Amerikaner wollen die Zeppelintribüne sehen („the place where Hitler stood") und Japaner wollen wissen, ob man fotografieren darf. Da wird schön die Menschenkenntnis geschult. Durch die Führungen, die ich übernehmen muss, lerne ich außerdem (noch mehr als bei Referaten in der Schule) das freie Sprechen vor einer großen Menschenmenge. Im Großen und Ganzen habe ich also jetzt schon einige Sachen gelernt, die mir nützlich sein werden und vieles habe ich bestimmt schon unterbewusst gelernt oder werde noch lernen. Immerhin habe ich noch 8 Monate vor mir. Da wird noch einiges passieren.

Autor: Andreas  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Feb 11, 2008
Autor: Andreas
Rubrik: auszeit nach dem abi
Feb 11, 2008

Mein Freiwilliges Jahr

Resümee

Nach 4 Monaten FSJ ist es vielleicht mal an der Zeit ein Resümee zu ziehen. Was habe ich gelernt? Was hat es mir bisher gebracht? Macht es Spaß? Hat es meine Erwartungen erfüllt?

Ja es macht mir Spaß. Sehr sogar. Es ist etwas komplett anderes als Schule. In der Schule hat man jeden Tag doch irgendwie etwas Neues. Man hat zwar immer dieselben Stunden, aber irgendwie passiert dann doch immer was anderes. Beim Arbeiten ist das schon anders. Klar läuft nicht jeder Tag genauso ab wie der vorherige, aber im Grunde ist es doch immer das Gleiche. Man fährt immer zur gleichen Zeit, trifft die gleichen Menschen in der Straßenbahn, isst jeden Tag dasselbe und die Arbeit bleibt auch immer gleich. Jeden Tag die gleichen Fragen, Anrufe und E-Mails. Selten erlebt man mal eine Überraschung oder etwas komplett Neues. Das ist zum einen ganz gut so. Man hat seinen Rhythmus, weiß was einen erwartet und erlebt selten böse Überraschungen. Man gewöhnt sich dran und lebt irgendwie so in seinem Trott.

Aber es hat auch seine Nachteile. Es passiert nichts wirklich weltbewegend Neues. Irgendwie hat man das Gefühl im Alltag und in der Routine gefangen zu sein. Es sind immer die gleichen Arbeitsschritte, immer die gleichen Antworten und immer der gleiche Tagesablauf. Ich weiß nicht, ob das immer in jeder Arbeit so ist oder ob es einfach nur daran liegt, dass es eben ein FSJ ist und ich deswegen keine besonders anspruchsvollen Dinge tun darf, aber es kann ganz schön eintönig werden. Spaß macht es trotzdem, denn obwohl alles Routine ist, macht die Routine im allgemeinen Spaß und wenn dann was Neues passiert oder was besonders lustiges freut man sich umso mehr.

Haben sich meine Erwartungen erfüllt? Schwierige Frage. Ich hatte gar nicht so viele Erwartungen ehrlich gesagt. Weil ich nicht genau wusste was mich erwartet. Ich glaube ich habe mir mehr inhaltliche Aufgaben vorgestellt. Alles was ich inhaltlich mache sind die Dachführungen. Sonst ist alles andere Büroarbeit oder Besucherbetreuung. Insofern wurden meine Erwartungen schon am ersten Tag enttäuscht. Was nicht unbedingt schlecht ist, denn eigentlich bin ich für inhaltliche Aufgaben auch gar nicht geschult. Das übernehmen dann doch lieber die promovierten Historiker.

Autor: Andreas  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Feb 5, 2008
Autor: Andreas
Rubrik: auszeit nach dem abi
Feb 5, 2008