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Freiwilligendienst im Ausland

Tag der Toten in Oaxaca

Anfang November, um genau zu sein am ersten und zweiten November, wird in Mexiko der Tag der Toten (día de los muertos) gefeiert und zwar ganz anders als man sich das vielleicht so vorstellt, wenn man an Allerheiligen und Totensonntag denkt.

Hier wird zu Ehren der Toten regelrecht gefeiert. In jedem Teil Mexikos und in jedem Dorf variiert der Brauch ein bisschen. Ich bin zu diesem ganz besonderen Fest mit meinem Papa, der gerade zu Besuch war, nach Oaxaca, einem der traditionellsten Bundesstaaten Mexikos, gefahren. Aber schon Tage vorher begannen die Vorbereitungen: Es wird spezielles Süßgebäck hergestellt und die Städte und Dörfer werden dekoriert. Hierzu werden riesige Bilder von zum Beispiel tanzenden Skeletten aus buntem Sand auf den Boden gestreut und viele orange Blumen ausgelegt, um den Toten den Weg zu weisen. Außerdem baut jede Familie am ersten November in ihrem Haus einen Totenaltar mit Blumen, dem Lieblingsessen und den Lieblingsdingen des jeweiligen Verstorbenen auf. Am Abend geht man dann auf den Friedhof und hält an den mit Blumen geschmückten Gräbern Wache. Dort sind dann natürlich viele Leute, es wird gegessen, heiße Schokolade getrunken und man erfreut sich an Mariachi-Musik. Auf dem Friedhof bleiben die Leute dann je nach Dorf die ganze Nacht, zumindest aber bis in die frühen Morgenstunden.

Mich hat dieses Fest sehr beeindruckt, weil es zeigt, dass hier in Mexiko ganz anders mit dem Tod umgegangen wird. Ich glaube, man hat hier generell weniger Angst vor dem Tod und die Leute betrachten ihn auch nicht als so traurig wie wir. Ganz im Gegenteil, man sieht viele Dinge, die mit Skeletten verziert sind, und am Tag der Toten hat man auch einige als Skelette verkleidete Menschen durch die Straßen spazieren sehen.

Allerdings hat man leider auch das Gefühl, dass Helloween einen großen Einfluss auf den Tag der Toten hat und dass sich die Tradition mit den Einflüssen aus den USA mischt. Am 31. Oktober hat man zum Beispiel viele Umzüge mit gruselig verkleideten Kindern gesehen und das ist hier eigentlich nicht üblich. In den Dörfern wird die Tradition aber zumindest bis jetzt beibehalten.

Autor: Maja  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Nov 23, 2012
Autor: Maja
Rubrik: auszeit nach dem abi
Nov 23, 2012

Freiwilligendienst im Ausland

Eat, pray, love

In Wellington sahen wir den Kinofilm „Eat Pray Love“, der auf dem Buch von Elisabeth Gilbert beruht, das wiederum eine wahre Geschichte erzählt. Es geht um eine Frau, die aus ihrem Alltag ausbricht und drei Länder bereist. In Italien isst sie unheimlich viel und genießt das Leben (Eat), in Indien findet sie zu sich selbst (Pray) und auf Bali lernt sie ihre große Liebe kennen (Love). Am Ende ihrer Reise stellt sie das „erste Gesetz der Physik der Suche“ auf:

„Wer mutig genug ist, alles Vertraute und Wohltuende, wie das eigene Haus oder alte Verletzungen, hinter sich zu lassen, sich auf die Suche nach innerer und äußerer Wahrheit macht und wahrhaft gewillt ist, alles, was auf der Reise passiert, als Schlüssel zu betrachten, und jeden, der ihm begegnet als Lehrer zu akzeptieren, sowie sich unangenehmen Realitäten stellt und sich verzeiht, dem wird sich die Wahrheit offenbaren.“

Versucht wirklich den ganzen Abi-Stress hinter euch zu lassen, im Studium oder in der Ausbildung bekommt ihr das alles wieder. Packt eure sieben Sachen, bereist ein Land und seht Dinge, die man als Daheimgebliebener niemals verstehen kann. Jetzt im Studium denke ich oft, wie froh ich bin, das getan zu haben. Ich sehe das Lernen nicht mehr so verkrampft und bin in Prüfungssituationen – aber auch allgemein – viel entspannter.

Meine Geschichte über meine Erlebnisse und Erfahrungen in Neuseeland endet hier.

Wo beginnt eure?

Autor: Miriam  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Nov 14, 2012
Autor: Miriam
Rubrik: auszeit nach dem abi
Nov 14, 2012

Freiwilligendienst im Ausland

Nach der Reise, vor der Reise?

Durch die Reise habe ich mich verändert, doch sind keine vollkommen neuen Seiten zu Tage getreten. Vielmehr hat sich das bereits Bestehende weiter entwickelt beziehungsweise teils auch im positiven Sinn zurückentwickelt.

Ich bin beispielsweise gelassener und insgesamt zufriedener geworden. Ich habe jetzt viel mehr das Gefühl, wirklich das zu machen, was ich auch will und was zu mir passt, weil ich mich auf der Reise besser kennen gelernt habe. Außerdem bin ich aufgeschlossener geworden, weshalb ich hier manchmal enttäuscht bin, wenn etwa in der Mensa so viele fremde Menschen beisammen sitzen und trotzdem nicht großartig miteinander reden (im Gegensatz zu meiner Erfahrung in Hostels). Meine größte Lehre war eigentlich, dass ich mir nicht ständig Sorgen machen und nicht alles im Voraus planen soll, weil dann doch alles anders kommt und dann all die schlechten Gefühle und der Planungsstress umsonst waren. Natürlich lässt sich das leichter umsetzen, wenn man im Urlaub ist, aber auch das sollte man gelassen sehen. Viele von uns neigen dazu, immer die Kontrolle haben zu wollen. Aber wenn man die Zügel so fest hält, dann kann man nie etwas Ungeplantes erleben und sich überraschen lassen.

Mit meinen Eltern komme ich noch besser zurecht als vor der Reise, denn man sieht alles mit anderen Augen, wenn man es mal eine Weile nicht hatte. Aber abgesehen davon, hat sich unser Verhältnis eigentlich nicht verändert, da ich auch davor relativ frei in meinen Entscheidungen gewesen war.

Autor: Miriam  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Nov 5, 2012
Autor: Miriam
Rubrik: auszeit nach dem abi
Nov 5, 2012