Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Freiwilliegendienst im Ausland

Ein eigenes Appartment

Von Silvia, der Freundin meiner Mutter, wurden wir herzlich in Empfang genommen. Sie hatte sich schon Sorgen gemacht, wo wir so lange blieben (aber die spontane Stadtrundfahrt war doch so schön!). Silvia zeigte uns alles und wir bekamen sogar ein Appartement für uns alleine, das von WWOOFern errichtet worden war – WWOOF bietet echt immer etwas anderes.

Wir trafen auch gleich einen Bekannten Silvias, der ziemlich krank aussah. Typisch für viele englischsprachige Länder, begrüßte er uns mit dem obligatorischen „How are you?“, woraufhin ich mich kaum zu sagen getraute: „I am fine, how are you?“, was er aber brav und entgegen aller offensichtlichen Anzeichen mit „Great, thanks!“ beantwortete. Ich konnte mich nie wirklich daran gewöhnen, die Frage nach dem Befinden nicht sofort ehrlich beantworten zu dürfen – warum fragt man dann? In Neuseeland wurden wir daher oft ausgelacht, weil die Deutschen auf jedes „How are you“ mit Klagen über diverse Wehwechen antworten würden.

Autor: Miriam  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Jul 13, 2012
Autor: Miriam
Rubrik: auszeit nach dem abi
Jul 13, 2012

Freiwilligendienst im Ausland

Auf zum neuen Heim

Busfahren in Australien ist so eine Sache (jedenfalls in South Whales, wo wir uns aufhielten). Silvia, die Freundin meiner Mutter, hatte mir den Straßennamen genannt und gesagt, dass wir nach 90 Minuten aus dem Bus aussteigen sollten. Soweit so gut. Dass es im Bus keine Anzeige mit dem Name der Haltestelle geben würde, war mir nicht klar. Nach ungefähr einer Stunde wurden wir nervös und begannen, Leute zu fragen, ob sie wüssten, wo die besagte Straße sei. Niemand konnte uns weiterhelfen, bis wir uns an den Busfahrer wandten, der irgendwann aus heiterem Himmel „jetzt“ rief. So lernten wir zumindest, mehr auf die Umgebung zu achten und die richtige Gegend zu erkennen, um rechtzeitig die Haltewunschtaste zu betätigen, was uns nachts in der Dunkelheit trotzdem manchmal nicht gelang. Dann fanden wir uns an der Endhaltestelle, dem Strand, wieder. Netterweise nahm uns der Busfahrer aber wieder mit zurück.

Die Wegbeschreibung zu Silvias Haus hatte ich: Die Straße hoch und dann 99 Stufen bis zum Haus gehen. Ihr könnt euch vorstellen, wie komisch man sich vorkommt, wenn man 99 Stufen durch einen fremden Garten hinaufsteigt, ohne zu wissen, ob man das richtige Haus gefunden hat oder was einen erwartet. Wir fanden uns auf einer Terrasse wieder, ohne einen Eingang zu sehen, und schlichen ein wenig ums Haus herum, bis wir eine Türe fanden, an der wir unsicher klopften…

Autor: Miriam  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Jul 4, 2012
Autor: Miriam
Rubrik: auszeit nach dem abi
Jul 4, 2012

Freiwilligendienst im Ausland

Ankunft in Sydney

Das Aufsetzen auf australischem Boden war dann wieder spannend! Ich liebe es einfach, wenn etwas Neues, Unbekanntes beginnt.

Wir tauschten unser übriges Geld aus Neuseeland am Flughafen (mit erheblichem Wertverlust) um und fuhren dann sofort in die Innenstadt von Sydney. Das Wetter war herrlich und so wollten wir schnellstmöglich unsere Rucksäcke loswerden, wofür sich der Bahnhof mit seinen Schließfächern anbot.

Sofort stießen wir auf den Sightseeing-Bus. Ziemlich teuer, aber was gibt es Besseres, wenn man eh wenig Zeit hat und erschöpft ist? Eigentlich war nämlich abgemacht, dass wir gleich nach der Ankunft zu Silvia, der Freundin meiner Mutter, nach Hause fahren, aber wo wir schon mal da waren…

Das Sightseeing war toll und alles sah so anders aus als in Neuseeland! Klar, Sydney ist eine Großstadt, aber so sieht auch keine Großstadt in Neuseeland aus. Alles war so groß und modern, außerdem wuselten unglaublich viele Menschen durch die Gegend: Touristen, gestresste Geschäftsleute – und wir mitten drin.

Der Bus bot die Möglichkeit, dass man immer wieder aussteigen und mit einem anderen seiner Art wieder weiterfahren konnte. Wir stiegen dann natürlich im Hafenviertel aus, wo man einen tollen Blick auf das Opera House hat. Es ist immer wieder verrückt, wenn man die Bilder, die man aus der Zeitung, Büchern oder dem Fernsehen kennt, live und nicht zugeschnitten sieht.

Nachdem wir uns noch mit gutem Essen in einem der vielen Restaurants aufgepäppelt hatten, holten wir unsere Rucksäcke und fuhren mit dem Bus zu unserem neuen Zuhause für zwei Wochen.

Autor: Miriam  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Jul 2, 2012
Autor: Miriam
Rubrik: auszeit nach dem abi
Jul 2, 2012