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Freiwilligendienst im Ausland

Maori — Ergänzung zum Blog-Eintrag "Die verlorene Kultur"

In meinem Blog-Eintrag „Die verlorene Kultur“ habe ich geschrieben, dass es mir so vorkam, als sei die Präsentation der Maori-Kultur eher für die Touristen inszeniert, als authentisch. Ich möchte noch einmal betonen, dass dies nur mein Eindruck war, der natürlich stark subjektiv ist.

Akzeptierter ist die Sicht, dass die Kultur der Maori nur bis in die 1970er Jahre am Rand der Gesellschaft stand. Das änderte sich dann, was vor allem der neuen Generation zu verdanken ist. Es entstand eine neue, positivere und liberalere Sichtweise auf die Kultur der Maori und die Maori wurden mehr in die Gesellschaft integriert. Außerdem wurde ein Zusatzgesetz zum Vertrag von Waitangi verabschiedet. In dessen Rahmen hatten die Maori einst ihr Land unter den „Schutz“ der englischen Krone gestellt. Der Vertrag wurde allerdings von beiden Vertragsparteien unterschiedlich interpretiert. Die Briten sahen ihr Vorrecht auf Neuseeland gestärkt, wohingegen sich die Maori von weiteren Besitzansprüchen auf ihr Land befreit sahen. Die Folge des Vertrags war jedoch die Kolonialisierung und somit das Aufzwingen einer anderen Kultur.

Dank dem Zusatzgesetz wird nun die Meinung der Maori bei der Gesetzgebung stärker mit einbezogen und Te Reo (die Sprache der Maori) ist als zweite Amtssprache Neuseelands anerkannt.

Autor: Miriam  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  May 3, 2012
Autor: Miriam
Rubrik: auszeit nach dem abi
May 3, 2012

Freiwilligendienst im Ausland

Auseinandersetzung mit dem Heimkehren

Bevor wir Neuseeland endgültig verließen, schrieb ich noch eine letzte Mail an die Daheimgebliebenen, in der ich ihnen dafür dankte, dass sie mich in meinem Vorhaben, ein halbes Jahr im Ausland zu verbringen, mental und teils auch finanziell unterstützt hatten.

Als Willkommensessen wünschte ich mir Kartoffeln mit Kartoffelsalat. Nicht, dass es in Neuseeland keine Kartoffeln gäbe (es gibt sogar Süßkartoffel-Pommes), doch so richtig wie daheim war es natürlich nie und meistens gab es eben doch Reis oder Nudeln.

Als ich während des Schreibens der Mail so über das Heimkehren nachdachte, und ob ich mich bereit dazu fühlte, fiel mir der Vergleich mit einer Party ein. Die Party war sehr gut, so wie sie war, doch jetzt ist es spät und es ist in Ordnung, heimzugehen. Auch meine Mitreisende, Elena, sagte, dass wir nicht traurig sein sollten, dass es vorbei ist, sondern uns freuen, dass es passiert war („Don’t cry that it’s over. Smile that it happened“). Aber schade war es schon, weil ich so viele tolle Menschen getroffen und so wunderschöne Orte gesehen hatte und weil ich wusste, dass da noch so viel war, was ich nicht sehen konnte. Was wäre gewesen, wenn ich nur einmal nach links statt nach rechts gegangen wäre? Tausend Möglichkeiten. Da hilft es nur, sich zu sagen, dass alles seine Zeit hat und diese Zeit nun vorbei ist. Dafür wird Neues kommen.

Besonders gut gefallen haben mir auch die Worte eines Amerikaners, der uns an unserer vorletzten Station mit den Worten „never say goodbye“ verabschiedete. Stattdessen solle man „see you“ sagen, weil man sich immer wieder begegne, oder es zumindest nicht ausschließen sollte. Und weiter sagte er: „Live life at the fullest!“. Typisch für meine Reise. Egal, wo ich war, ich bekam immer tolle, oftmals unverhoffte Anregungen, wie ich sie daheim nie gehört hatte.

Autor: Miriam  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Apr 20, 2012
Autor: Miriam
Rubrik: auszeit nach dem abi
Apr 20, 2012

Freiwilligendienst im Ausland

Dem Ende zu

Anfang März 2011 war es dann soweit: Unsere Neuseelandreise neigte sich dem Ende zu. Die Zeit war so schnell vergangen, aber ich war auch dankbar, dass es uns möglich war, jeden Tag bewusst zu genießen. So hatten wir nun nicht das Gefühl, die Zeit nicht optimal genutzt zu haben.

Unsere letzten Tage verbrachten wir wieder in der Hauptstadt Wellington. Elena wohnte bei ihrer Cousine, die Mara und mich freundlicherweise bei Freunden unterbrachte, was auch von den Freunden echt toll war, da diese uns ja gar nicht kannten. Das fiel uns während der Reise allerdings öfter auf. Gastfreundschaft gehört (jedenfalls bei den Neuseeländern, die ich kennengelernt habe) ganz selbstverständlich dazu. Deshalb kann ich Neuseeland auch nur als Backpackerland empfehlen.

In unserer letzten Woche gaben wir das Auto zurück (nicht ohne bei unserer Putzaktion in der Waschanlage noch die Antenne abzureißen), aßen nochmal „fish & chips“, besuchten den Wochenmarkt von Wellington, der direkt am Hafen liegt und gingen ein letztes Mal in den wunderschönen botanischen Garten.

Für die Rückfahrt nach Auckland, von wo aus unser Flug ging, hatten wir einen Bus gebucht, der innerhalb eines Tages die ganze Nordinsel hinauf fuhr. Unsere letzte Nacht wollten wir in dem Hostel verbringen, in dem wir damals unsere erste Nacht erlebt hatten. Alles endete da, wo es angefangen hatte.

Autor: Miriam  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Apr 11, 2012
Autor: Miriam
Rubrik: auszeit nach dem abi
Apr 11, 2012