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Freiwilligendienst im Ausland

Neuseeland — die Landschaft (Teil 3)

Der Twin Coast Disvoery Highway liegt auf der Nordinsel und hat seinen Start und sein Ende in Auckland. Er zieht sich über den oberen Zipfel der Nordinsel. Dort hat man unter anderem die Möglichkeit, die uralten und riesigen heimischen Kauri-Bäume, die vom Aussterben bedroht sind, zu sehen. Denn obwohl sie riesig sind, haben sie empfindliche Wurzeln, die dicht unter der Erdoberfläche verlaufen und leicht beschädigt werden können. Ganz oben kann man das Cape Reinga besichtigen, von dem ich schon erzählt habe. Fährt man auf der rechten (östlichen) Seite wieder nach Auckland zurück, kommt man an der Bay of Islands vorbei, wo der „Treaty of Waitangi“ unterzeichnet wurde, der Neuseeland 1840 zur britischen Kolonie werden ließ.

Nicht verpassen sollte man die Coromandel Peninsula, wo die faszinierende Cathedral Cove liegt, an der auch eine Szene aus „Narnia-Teil 2“ gedreht wurde. Ebenfalls auf dieser Halbinsel kann man den Hot Water Beach testen, an dem man, wenn man gräbt, auf 60°C heißes Wasser stoßen kann. Kurios? Auf der Südinsel gibt es einen Strand, an dem riesige, runde und glatte Gesteinsblasen am Strand verteilt liegen. Nicht cool genug? Wie wär’s mit einem Bad in einem heißen Fluss mitten im Wald? Immer noch nicht genug? Well, just come and explore it.

Was gibt’s noch zu sagen? Das Klima ist angenehm, es regnet öfters mal, aber ansonsten ist es ideal, um sich draußen aufzuhalten, was die Neuseeländer auch allzu gerne tun.

Ich hab mehr von Neuseeland als von Deutschland gesehen und noch immer gibt es so viel zu entdecken. Da bleibt mir wohl nichts anderes übrig, als noch mal um die halbe Welt zu fliegen.

Autor: Miriam  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Dec 12, 2011
Autor: Miriam
Rubrik: auszeit nach dem abi
Dec 12, 2011

Freiwilligendienst im Ausland

Neuseeland - die Landschaft (Teil 2)

Wer ein eigenes Auto hat, sollte unbedingt die „Southern Scenic Route“ (von Queenstown nach Dunedin) und den „Twin Coast Discovery Highway“ in die Neuseelandreise einbauen. Besonders erstere ist wunderschön und führt direkt durch das Gebiet, das ich und meine Mitreisenden für am empfehlenswertesten halten. Herr-der-Ringe-Feeling pur. Wer also kaum Zeit hat, dem würde ich raten, sich für die Südinsel zu entscheiden. Und wenn die Zeit wirklich knapp ist, dann würde ich mich nur auf die Mitte der Südinsel (Mount Cook) und auf die linke untere Seite (Southern Lakes) konzentrieren. Hier liegt auch Neuseelands gewählte Nummer eins, der Milford Sound. Der ist wirklich atemberaubend schön und die Fahrt dorthin, vorbei an Bergen, Schluchten und Seen, gehört definitiv zu den tollsten Dingen, die ich in Neuseeland gemacht habe. Den Sound erreicht man nur mit dem Auto oder einer gebuchten Busreise und dort nimmt man dann ein Boot, das durch den Sound fährt. Das Boot fährt zwischen riesigen Bergen hindurch, man sieht Wasserfälle, Robben und manchmal Delfine. Das Boot dreht um, wenn es die offene See erreicht. Es ist gewaltig. Ich wollte tausend Fotos machen. Und was war? Meine Kamera war kaputt, meine Freundin Elena nicht mit auf dem Boot und Maras Kameraakku leer.

Man hat auch die Möglichkeit den viertägigen „Milford Track“ zu gehen, für den man sich aber Monate im Voraus anmelden muss. Er gehört zu den beliebten neun „Great Walks“ Neuseelands, die durch die schönsten Gegenden des Landes führen. Der „Milford Track“ wird als „finest walk in the world“ betitelt. Er ist dementsprechend teuer: 160 Euro werden veranschlagt.

Autor: Miriam  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Dec 1, 2011
Autor: Miriam
Rubrik: auszeit nach dem abi
Dec 1, 2011

Freiwilligendienst im Ausland

Neuseeland — die Landschaft (Teil 1)

Wie stellt man sich Neuseeland vor? Grüne Wiesen, blauer Himmel, Schafe so weit das Auge reicht, Vulkane, Gletscher, Geysire und traumhafte Strände. Klingt zu perfekt, um wahr zu sein? Ist es aber. Am Anfang bin ich das Gefühl nicht losgeworden, in einer bearbeiteten Postkarte oder einem Bilderbuch rumzulaufen. Irgendwie war alles intensiver. Der Himmel war blauer, die Luft frischer und das Land weiter. Es gab Tage, an denen wurde mir die Schönheit der Landschaft fast schon zu viel, weil ich die unendlich zahlreichen und wunderschönen Bilder einfach nicht mehr aufnehmen und verarbeiten konnte. Wer hätte gedacht, dass man auch von Schönheit zu viel bekommen kann?! Aber so ist das einfach in Neuseeland. Das liegt vor allem daran, weil sich immer so viel Schönes beisammen findet. Neuseeland ist so klein und bietet doch so viel. Da wird sogar die Fahrt zum eigentlichen Sightseeing-Objekt zum Erlebnis.

In Fällen von „Schönheits-Overload“ haben wir dann einfach einen Relax-Tag auf dem Sofa mit Zeitschriften, heißer Schokolade und Keksen eingelegt. Anfangs tat ich mir mit solchen „vergeudeten“ Tagen schwer, da ich meine Zeit sinnvoll nutzen wollte und noch so viel auf meiner Liste hatte, was ich unbedingt sehen wollte. Doch ich lernte schnell, dass das der falsche Ansatz ist. Mir hat dabei sehr geholfen, was der Mönch Anselm Grün gesagt hat: „Wer nur viel erleben will, der hat den Sinn des Lebens nicht erfasst. Die Begegnungen und Erfahrungen unserer Reise wollen uns zu uns selbst führen.“

Über die grünen Wiesen, die das Landschaftsbild von Neuseeland so entscheidend prägen, sollte man vielleicht noch wissen, dass sie ursprünglich gar nicht zum Landschaftsbild gehörten. Da war das ganze Land nämlich von Urwald bedeckt und wurde dann erst von den englischen Siedlern gerodet, damit es zum einen mehr nach ihrer Heimat aussah und zum anderen besser bewirtschaftet werden konnte. Die Hügel, die darunter zum Vorschein kamen, sind Vulkane. Allein in Auckland findet man 50 von ihnen. Die Rodung brachte aber auch Probleme mit sich, weil die starken Baumwurzeln die Erde an ihrem Platz hielten und es seither viel eher zu Erdrutschen kommen kann. Des Weiteren verschwand ein wichtiger Rückzugsort für die heimischen Tiere, wie zum Beispiel den Kiwi, der heute vom Aussterben bedroht ist.

Autor: Miriam  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Nov 24, 2011
Autor: Miriam
Rubrik: auszeit nach dem abi
Nov 24, 2011