Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Freiwilligendienst im Ausland

"Frühling lässt sein blaues Band ?"

„… wieder flattern durch die Lüfte. Süße, wohlbekannte Düfte streifen ahnungsvoll das Land …“ Wer musste sich nicht in der Schule mit Eduard Mörikes Frühlingsgesäusel herumschlagen, es analysieren und sich am Schluss zwangsläufig fragen, wie der Mensch auf so irrsinnige Verse kommt?!
Ich Ignorant. Vier Monate lang stiefelte ich durch bis zu einem Meter hohen Schneematsch, vier Monate lang flehte ich die Sonne an, den tiefgrauen, schweren Wolkenhimmel doch nur für wenige Minuten zu durchbrechen, vier Monate lang wurde meine Stimmung trüb und trüber, die Bäume blieben kahl, das einzige Grün zeigte sich auf der Werbefläche der Straßenbahn, die sich durch den Matsch kämpfte.
Erst Ende März war es soweit: Ich sah das erste Veilchen, das erste Schneeglöckchen und die ersten Sonnenstrahlen. Mir fiel ein riesiger Stein vom Herzen. Die Ewigkeit war vorbei, es gab doch noch einen Frühling, hier war der Beweis, ich sah die ersten Vorboten. Doch noch war es kalt, der Winter lichtete sich zwar, aber ich hegte die Befürchtung, er würde wiederkommen, noch einmal über die Stadt, das Gebirge und mich herfallen. Er tat es nicht. Es wurde heller, die Bäume bekamen ihre ersten Blätter und die Sonne brachte das erste Mal Temperaturen über Null. Auf wundersame Weise verschwanden die bergehohen Schneehaufen, die das Stadtbild geprägt hatten. Ohne sie wirkte die Stadt seltsam leer, verändert. Der Winter war endlich verschwunden und nur die weißen Berggipfel am Horizont erinnerten noch an ihn …

Autor: Inga  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  May 26, 2011
Autor: Inga
Rubrik: auszeit nach dem abi
May 26, 2011

Freiwilligendienst im Ausland

Wie geht es mit uns weiter?

Mein Freund Peluti und ich hatten lange überlegt, wie es mit unserer Beziehung weitergehen sollte.  Dass unsere Beziehung in Nicaragua funktionierte, wussten wir mittlerweile. Doch fragte ich mich oft, ob wir uns in Deutschland auch so gut verstehen würden. Ich wusste, dass ich „eine andere Person“ in Deutschland war. Ich kann gar nicht erklären, inwiefern oder in welchen Situationen ich mich anders verhalte als in Nicaragua. Aber ich glaube, dass ich allein durch die Sprache und die anderen Möglichkeiten mich auszudrücken, anders bin. Außerdem weiß ich, dass ich in Deutschland gestresster und auch leichter gereizt bin als in Nicaragua, da dort einfach alles etwas langsamer und entspannter ist als hier.

Pelu und ich redeten viel darüber und schließlich kamen wir zu dem Entschluss, dass er nach Deutschland kommen musste. Nur so konnten wir herausfinden, ob unsere Beziehung wirklich Sinn machte oder nicht. Wir wollten wenigstens ein paar Monate hier zusammen verbringen und nach den Möglichkeiten suchen, die es für uns und eine gemeinsame Zukunft gab. So beschlossen wir, dass wir im Februar zusammen von San Carlos nach Deutschland zurückfliegen würden und er anschließend drei Monate in Erlangen bleiben würde. Ich war nervös, als ich den Flug buchte. Was, wenn wir uns vorher trennten oder er mit dem Leben in Deutschland nicht klarkam?

Autor: Esther  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  May 23, 2011
Autor: Esther
Rubrik: auszeit nach dem abi
May 23, 2011

Freiwilligendienst im Ausland

Ostern gibt's Haue

Andere Länder, andere Sitten. Das lässt sich am höchsteigenen Leib erfahren - nämlich am Ostermontag in Tschechien. Während unsereins an jenem Tag das Fest langsam ausklingen lässt und glücklich die am Vortag in Wald und Garten gesammelten Schokoeier verputzt, machen sich nur weniger Kilometer südöstlich von uns die Jungen auf den Weg, ihre Freundinnen und andere mehr oder weniger bekannte Mädchen zu überraschen.
Wer ahnungslos die Türe öffnet oder sich gar auf die Straße wagt, hat schon verloren. Statt Schokohasen, Ostereiern und Blumen muss sich das Mädchen auf etwas ganz Anderes gefasst machen: Auf Schläge mit der Osterrute! Haben die vor Kraft strotzenden Jungs erst einmal ein Opfer ausfindig und dingfest gemacht, so gibt es keine Hoffnung mehr, Über- oder Unterzahl ist völlig egal, schließlich heißt es, dass jeder Schlag schöner macht und das kann der Kleinen ja nur recht sein.
Kurzum,  tschechische Städte sind am Ostermontag auffällig einseitig bevölkert, jedes weibliche Wesen, das nur irgend kann flieht in Wald und Flur. Und ich war heilfroh, mich in heimischen Gefilden zu befinden…

Autor: Inga  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  May 20, 2011
Autor: Inga
Rubrik: auszeit nach dem abi
May 20, 2011