Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

FSJ in Tschechien

Deutsch-Olympiade

Es war ein merkwürdiges Gefühl, denn ich erinnerte mich noch gut an meine eigene erste Sprachprüfung. Wie nervös war ich allein vor dem schriftlichen Teil, den wir noch ganz in Ruhe mit unserer Französischlehrerin im Klassenraum absolviert hatten. Und dann die Mündliche, da ging das ganz große Flattern los. „Vergesst auf keinen Fall das Bonjour, wenn ihr den Raum betretet!“, schärfte unsere Lehrerin uns ein. Dann saß ich schweißgebadet mit zittrigen Händen vor der Prüferin, erzählte von meinen Hobbys und log dabei das Blaue vom Himmel herunter, nur weil es einfacher auszudrücken war. Und nun sollte ich selber dieser böse Mensch sein, der die armen Schüler prüft? Mit meinem Moralempfinden ging das gar nicht d’accord, aber mir blieb keine Wahl. Im schriftlichen Teil achtete ich penibel darauf, dass keiner vom anderen abschrieb. Schließlich wollte ich nur die beiden besten Schüler vom schulinternen zum Kreiswettbewerb schicken.

Der mündliche Teil im Anschluss war mir ein Gräuel. Sage und schreibe drei Lehrer und ich saßen dem Prüfling direkt gegenüber. Die meisten Schüler brachten vor Nervosität kein Wort heraus, die Deutschlehrerin unterbrach sie ständig und verbesserte. Mir lief es kalt den Rücken herunter, mich hatte während meiner Prüfung nie einer verbessert und das war auch stets gut so gewesen. Die Schüler verließen völlig demoralisiert den Raum und nun war es an den Prüfern, die beiden besten auszumachen. Eine schwierige Entscheidung! Meiner Meinung nach hatten sie alle auf Kreisebene keine Chance und doch mussten zwei weiter. Ich plädierte für diejenigen, die einfach frei drauflos gequatscht hatten, auch wenn ihre Grammatik zu wünschen übrig ließ. Als Muttersprachlerin wurde meine Stimme doppelt gewichtet. Hoffentlich schaffen die beiden es auch.

Autor: Inga  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Jan 21, 2011
Autor: Inga
Rubrik: auszeit nach dem abi
Jan 21, 2011

Was tun nach dem Abi?

Verrückt vor Kummer

Immer wieder hatte meine Gastmutter auch mit mir über Dani und ihren Freund gesprochen. Als dann auch noch das 13-jährige Nachbarmädchen schwanger wurde, war sie mit ihren Nerven völlig am Ende. Fast wollte sie den beiden wieder verbieten, sich zu treffen. Doch ich beruhigte sie. Sie wisse, dass Noel Präsident der Jugendgruppe „La generación del mañana“ sei und oft in Schulen ginge, um dort Vorträge über Verhütungsmittel und andere Themen wie zum Beispiel Schwangerschaft im Teenageralter zu halten. Auch Dani war Mitglied in dieser Gruppe. So hatten sie und Noel sich ja schließlich kennen gelernt. Sie solle sich also keine Sorgen machen, beschwichtigte ich sie.

„Bist du dir wirklich sicher, dass Dani schwanger ist?“, fragte ich Ruth. „Du weißt, wie oft die Leute in San Carlos Lügen erzählen, weil sie einfach gerne tratschen.“ „Ja, aber das hat mir mein Cousin erzählt.“, antwortete mir meine Freundin. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass er so etwas einfach erfinden würde.“

Um Klarheit zu bekommen, beschloss ich, noch heute meine Gastmutter anzurufen. Falls es wirklich stimmen sollte, musste sie schon verrückt vor Kummer sein.

Autor: Esther  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Jan 18, 2011
Autor: Esther
Rubrik: auszeit nach dem abi
Jan 18, 2011

FSJ in Tschechien

Facebook

Längst hat sich das Ganze völlig unkontrolliert, unübersichtlich, ja schlichtweg unverständlich verselbstständigt. Facebook hat über 580 Millionen Mitglieder, jeder sechste Deutsche ist auf der Plattform registriert und jeden Tag wird es schwieriger, sich diesem oder anderen sozialen Online-Netzwerken zu entziehen.

„Sei dabei! Tausch dich aus! Bleib in Kontakt!“ So wirbt StudiVZ, auch eines dieser sozialen Netzwerke. Es wurde von Facebook wegen Diebstahl geistigen Eigentums verklagt, und bringt es damit ziemlich gut auf den Punkt. Wer nicht bei Facebook ist, der ist nicht informiert, nicht auf dem letzten Stand der Dinge, wird leicht vergessen. Natürlich gibt es Alternativen: E-Mails, Telefon, sogar die gute alte Post hilft weiter, aber warum so kompliziert, wo man doch mit einem Mausklick auf der blauen Seite gleich alle beisammen hat!?

Nicht wenige Facebook-Nutzer leiden unter mindestens 350 „Freunden“, im Englischen gibt es umgangssprachlich das Wort „to unfriend somebody“: Jemanden aus der virtuellen Freundesliste löschen, kann das Todesurteil für eine solide Freundschaft bedeuten. Es ist eine Internetseite, die einen unbestreitbar großen Raum in unserem Alltag einnimmt, eine Seite über die nachzudenken vielen ein zu weites Feld ist. Kaum einer der Nutzer quält sich durch die Nutzungsbedingungen und Datenschutzerklärungen, kaum einer versteht das große Ding namens Facebook wirklich und doch sind alle dabei. Ein Fakt, der das Nicht-Mitglied-Sein nahezu unmöglich macht.

Autor: Inga  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Jan 12, 2011
Autor: Inga
Rubrik: auszeit nach dem abi
Jan 12, 2011