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FSJ in Nicaragua

Gedanken an die Heimreise

Als wir wieder in Texas waren, blieben mir noch sechs Tage bis zu meiner Heimreise. Es war ein komisches Gefühl an zu Hause zu denken. Deutschland war nicht mehr mein einziges Zuhause. Bereits vor vier Jahren war San Antonio zu meiner zweiten Heimat geworden, und nachdem ich ein Jahr in Nicaragua gelebt hatte, empfand ich auch dieses kleine Land in Mittelamerika als meine Patria.

Ich dachte daran, wie es für mich gewesen war, nach meinem Auslandsjahr in Texas zurückzukommen. Hart ist wohl das beste Wort, um die Zeit in der zwölften Klasse zu beschreiben. Es war alles so anders gewesen. Ich hatte mich verändert, während das Leben in Deutschland seinen normalen Trott weiter gegangen war. Dazu kamen die ganzen Emotionen: Das Fernweh, die Angst von meinen FreundInnen in San Antonio vergessen zu werden, und das Gefühl, so gut wie niemanden in Deutschland zu haben, der einen verstehen konnte.

Mir graust es bei dem Gedanken, all das noch einmal durchleben zu müssen. Natürlich hatte mir meine Anti-Deutschland-Haltung nicht gerade bei der Wiedereingewöhnung geholfen. Einfach alles hatte ich kritisiert. Die „miesepetrigen, unfreundlichen“ Deutschen und das graue, nasskalte Herbstwetter, um nur zwei Bespiele zu nennen. Ich nahm mir fest vor, dieses Mal mit einer positiveren Einstellung nach Bayern zurückzukehren.

 

Autor: Esther  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Sep 10, 2010
Autor: Esther
Rubrik: auszeit nach dem abi
Sep 10, 2010

FSJ in Tschechien

Sintflut nach der Disco (2)

Die Rückfahrt war eine Weltreise. Normalerweise braucht man 27 Minuten für den Weg, wir wendeten nach einer Viertelstunde das erste Mal vor einer Straßensperre (die aufgrund von Wasserschäden/-gefahr errichtet worden war). Im Laufe der nächsten 20 Minuten mussten wir weitere sechs (!) Mal wenden, bis wir nach einer geschlagenen Stunde an einer Tankstelle haltmachen mussten, um das Auto nachzutanken.

Neben uns fuhr ein Feuerwehrwagen mit Blaulicht vorbei und wir wurden Zeugen, wie die scheinbar letzte Straße gen Heimat direkt vor unserer Nase gesperrt wurde. Langsam machte sich Verzweiflung breit, denn das Navi hatte nun schon völlig den Geist aufgegeben und schien nur noch „B…b…bitte w…wenden!“ zu stottern.

Wir riefen den Kumpel im anderen Auto an, das auf der Hinfahrt hinter uns Kolonne gefahren war, und erfuhren, dass er mit seinem Auto bis zum Nummernschild im Wasser stand und nicht mehr weiterfahren konnte. Wir bissen die Zähne zusammen und fuhren weiter. Genau in die entgegengesetzte Richtung, in die wir mussten, aber wir hatten keine andere Wahl. Weitere anderthalb Stunden, zwei Bundesländer und fünf Landkreise später erreichten wir wieder heimatliche Gefilde. Endlich!!

Autor: Inga  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Sep 9, 2010
Autor: Inga
Rubrik: auszeit nach dem abi
Sep 9, 2010

FSJ in Nicaragua

The Wedding

Nachdem wir am nächsten Morgen gefrühstückt hatten, wurde es auch schon Zeit, uns für die Hochzeit fertig zu machen. Zwar fand die Trauung erst um 14 Uhr statt, aber bis wir uns alle geduscht, die Lockenwickler ins Haar gedreht, das Make-up aufgelegt und die Kleider gebügelt hatten, mussten wir uns schließlich beeilen, um nicht den letzten Shuttlebus zu verpassen.

Wir kamen gerade noch rechtzeitig im Country Club an. Es war für kanadische Verhältnisse ein ungewöhnlich heißer Tag. Da die Zeremonie draußen abgehalten wurde, waren die Stühle für die Gäste im Schatten der Bäume aufgestellt worden. Es war wirklich eine ausgesprochen schöne Hochzeit. Irgendwie stimmte alles. Der Pfarrer sprach nicht zu lang, und während die Fotografin Bilder vom Hochzeitspaar machte, gab es Musik und Häppchen für die Gäste.

Auch die eigentliche Feier war toll. Das Fünf-Gänge-Menü war lecker, die Reden witzig und kurz gehalten und die DJs schafften es, die Leute bis in die frühen Morgenstunden zum Tanzen zu animieren.

 

Autor: Esther  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Sep 3, 2010
Autor: Esther
Rubrik: auszeit nach dem abi
Sep 3, 2010