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FSJ in Nicaragua

Für immer im Ausland?

Als wir in Calgary, Alberta, landeten, holten uns sieben der 15 Geschwister ab – allesamt rothaarig. Strahlend empfingen sie uns mit lautem Geschrei. So glücklich hatte ich meine Gastmutter schon lange nicht mehr gesehen. „Da wir eine sehr große Familie sind, gibt es nur wenige Gelegenheiten, bei denen wir uns alle treffen. Außerdem bin ich die Einzige, die nicht in Kanada lebt, und sehe daher meine Familie besonders selten,“ erklärte sie mir.

Während meine Gastmutter das sagte, erinnerte ich mich daran, dass sie mir schon einmal erzählt hatte, dass sie ihre Familie und ihr Heimatland sehr vermisse. Ich dachte daran, wie es wohl für mich wäre, in einem anderen Land zu leben. Ich hatte zwar bereits ein Jahr in den USA und eins in Nicaragua verbracht, aber das war immer nur ein absehbarer Zeitraum gewesen.

Natürlich hatte ich ab und zu meine Familie, meine Freundinnen und Freunde und manchmal auch einfach nur Deutschland an sich vermisst. Aber dadurch, dass ich immer wusste, dass ich viel zu bald schon wieder in meine Heimatstadt zurückkehren würde, hatte mich das Heimweh nie wirklich gepackt. Jedoch für immer in einem anderen Land zu leben, immer die Fremde zu sein und nur alle zwei Jahre (wenn überhaupt) für ein paar Wochen meine Familie zu sehen, das wäre etwas ganz anderes.

Autor: Esther  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Aug 11, 2010
Autor: Esther
Rubrik: auszeit nach dem abi
Aug 11, 2010

FSJ in Tschechien

Vorchecken in Tschechien (2)

So gurkte ich in der Frühe durch das Riesengebirge und war heilfroh, das Theater sofort zu finden. Aber es kam noch besser: Kaum hatte ich das Auto mit dem auffälligen deutschen Kennzeichen halbwegs verkehrsgerecht geparkt, da kam eine schwarzhaarige Frau um die Ecke, lachte und winkte fröhlich. Das musste sie sein: meine Mentorin.

Sie war mir sofort sympathisch, setzte sich zu mir ins Auto und dirigierte mich zu der Grundschule, in der ich ab September die deutsche Sprachassistenz übernehmen werde. Eine geschlagene Stunde bewunderte ich den liebevoll eingerichteten Altbau und freute mich riesig, als meine Mentorin anbot, mir die Stadt zu zeigen. So schlenderten wir gemeinsam durch Liberec und ich verlor mein Herz sofort an diese Stadt.

Kurze Zeit später verabschiedeten wir uns voneinander, beide um eine Riesenerfahrung reicher, und in der Vorfreude, im September wieder aufeinander zu treffen. Wenn es irgendwie möglich ist, dann schaut vorher in eurem Einsatzland vorbei und checkt die Lage!

Autor: Inga  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Aug 9, 2010
Autor: Inga
Rubrik: auszeit nach dem abi
Aug 9, 2010

FSJ in Nicaragua

15 Onkel und Tanten

Am Tag der großen Reise mussten wir um vier Uhr morgens aufstehen, da unser Flieger bereits um halb sieben Uhr startete. Natürlich gab es ein großes Drama, da mein 19-jähriger Gastbruder Dylan erst in allerletzter Minute aufstand und dadurch die ganze Familie aufhielt, woraufhin wir fast unseren Flieger verpasst hätten. Anschließend beschwerte er sich auch noch, weil er Hunger hatte, da er ja nicht mehr hatte frühstücken können. Manchmal verhielt er sich wirklich wie ein Baby, dachte ich mir. Gerne hätte ich ihm das auch gesagt, aber ich wusste, dass das die Stimmung der gesamten Familie nur noch mehr gedrückt hätte.

So unterhielt ich mich während des Fluges mit Brianna, die mir Fotos ihrer 15 Onkel und Tanten zeigte, damit ich mir deren Namen und Gesichter wieder ins Gedächtnis rufen konnte. Die meisten kannte ich schon, da mich meine Gastmutter bereits vor vier Jahren zu einer Family Reunion in Vancouver mitgenommen hatte. Von Anfang an war ich von allen herzlich aufgenommen worden, sodass ich eine wunderschöne Woche in British Columbia verbracht hatte. Daher freute ich mich riesig auf das Wiedersehen.

 

Autor: Esther  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Aug 6, 2010
Autor: Esther
Rubrik: auszeit nach dem abi
Aug 6, 2010