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Familie und Studium

Prioritäten setzen (Teil 1)

In letzter Zeit habe ich mir viele Gedanken darüber gemacht, wie ich eigentlich meine Prioritäten setze und wie ich sie setzen sollte. Das ist ein gar nicht so einfaches Thema. Schon gar nicht als Familienpapa. Da gibt es jede Menge Leute und Sachen, die Zeit beanspruchen. Das Studium natürlich, das langsam auch mal fertig werden möchte. Die kleine Tochter, die einen Papa als Orientierung, als Vorbild oder als Rumtober braucht. Meine Frau, der ich auch hier und da was abnehmen will, damit sie einfach mal ein paar Minuten neue Kraft tanken kann. Und die Partnerschaft sollte man auch nicht vernachlässigen. Dann der Nebenjob als Filmvorführer, damit wir uns neben der Miete auch noch was zu Essen leisten können. Außerdem sind wir religiös und engagieren uns in einer Gemeinde. Das alles ist schon mehr als genug. Aber dann kommen ja immer noch so Sachen wie Verwaltungs- und Bürokram, soziale Verpflichtungen und so weiter. Ihr kennt das ja selber.

Also stellt sich doch die Frage, wie kriege ich das alles unter einen Hut, ohne in überdimensionalen Megastress zu verfallen? Da gibt es natürlich keine Universalantwort und so musste ich mir ein bisschen durch den Kopf gehen lassen, wofür ich hohe Prioritäten einräume und was notfalls auch unter den Tisch fallen darf. So kann man langsam ein bisschen Struktur in den Alltagsdschungel bringen und nebenbei auch lernen etwas entspannter zu leben. Schritt zwei lautet dann, wie kann ich diese Prioritäten konkret umsetzen, das heißt wie plane ich wann die Zeit dafür ein. Das hört sich jetzt wahrscheinlich alles eher unkonkret an, aber ich werde euch an meinem neuen Strukturierungsprozess in den nächsten Tagen und Wochen ein bisschen Teil haben lassen.

Autor: Simon  |  Rubrik: studium  |  Jul 21, 2008
Autor: Simon
Rubrik: studium
Jul 21, 2008

Familie und Studium

Die Wiederentdeckung der zweirädrigen Fortbewegung

Seit gut zwei Jahren steht mein altes Fahrrad nun schon im Keller und wartet darauf, repariert zu werden. Die Liste seiner Wehwehchen ist lang. Kaputte Kette, verrostete Zahnkränze, defekte Bremszüge und ein Platter. Nun muss ich dazu sagen, dass ich in dieser Hinsicht nicht gerade der handwerklich Begabteste bin, aber ich hatte mich schon mal dran gesetzt und bin bald an meine Kompetenzgrenzen gestoßen. Und meine Anrufe bei diversen Fahrradwerkstätten verhießen nichts Gutes: 80 bis 100 Euro Reparaturkosten. Das sprengt ein bisschen meinen finanziellen Rahmen als Studentenpapa. So hat sich an dem Gesundheitszustand meines geliebten Mountainbikes seitdem kaum was getan, und ich bin mehr und mehr auf öffentliche Verkehrsmittel und das gute Zu-Fuß-Gehen umgestiegen.

Vergangene Woche aber habe ich nun von meinen Schwiegereltern ein Rad geschenkt bekommen. Kein neues zwar, sie hatten es selbst von Verwandten gebraucht angeboten bekommen, aber es fährt. Nachdem es mein Schwiegervater ein bisschen hergerichtet hatte, holte ich es ab. Das ist schon ein tolles Gefühl, wieder einfach durch die Natur von A nach B fahren zu können ohne in stickigen Bussen und U-Bahnen zu sitzen; die Vögel zu hören, den Wind zu spüren. Herrlich. Jetzt genieße ich es einfach, mal schnell in die Stadt zu düsen und den Einkauf dann einfach auf den Gepäckträger zu schnallen. Es ist doch wirklich schade, wie schnell man so etwas zu schätzen vergisst, wenn man sich erst einmal an etwas gewöhnt hat ...

Autor: Simon  |  Rubrik: studium  |  Jul 14, 2008
Autor: Simon
Rubrik: studium
Jul 14, 2008

Familie und Studium

Wir im Finale

Na, wer hat da gleich wieder an Fußball gedacht? Dabei ist „Finale" doch kein originärer Fußball-Ausdruck. Wie auch immer. Ich möchte heute Abschied nehmen von meinen Betrachtungen rund um das Leder und mich langsam wieder dem Studium zuwenden.

Eines meiner eindrücklichsten Fußball-Erlebnisse hatte ich - man höre und staune - im Theater! Es gibt nur zwei Inszenierungen, die mich so begeistert haben, dass ich sie mir ein zweites Mal angeschaut habe (natürlich gab es noch ein paar andere, die ich mir gern ein zweites Mal angesehen hätte, bei denen ich aber nicht die Möglichkeit dazu hatte). Das war zum einen, in meiner Schulzeit noch, eine Aufführung von Ulrich Plenzdorfs „Die neuen Leiden des jungen W." und dann eine fabelhafte Inszenierung von Marc Beckers Stück „Wir im Finale". Und gesehen habe ich die ursprünglich gar nicht aus eigenem Antrieb, sondern weil ich ein Seminar zum Thema „Theaterkritik" besuchte und wir gemeinsam ein paar Stücke anschauten, um dann Kritiken darüber zu schreiben.

In besagter Inszenierung also begegneten uns verschiedene Befindlichkeiten, Gefühlszustände und -ausbrüche und Sichtweisen auf und bei einem Finalspiel. Da bekam man Fans, Spieler und Kommentatoren zu hören, zu sehen, zu spüren. Aber nicht in einer Eins-zu-Eins-Abbildung sondern bruchstückhaft zusammengepuzzelt. Das Ganze entwickelte eine unglaubliche Dynamik - spannender als jedes EM-Finale. Und das Ergebnis spielte eigentlich gar keine wirkliche Rolle, das Erleben, das Dabeisein war entscheidend. Und ein bißchen ähnlich war die Stimmung hierzulande ja jetzt auch wieder. Theater und Fußball liegen also anscheinend gar nicht so weit auseinander ...

Autor: Simon  |  Rubrik: studium  |  Jul 3, 2008
Autor: Simon
Rubrik: studium
Jul 3, 2008