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Kopfschmerzen

Kopfschmerzen sind zurzeit mein ständiger Begleiter. Manchmal denke ich, ich drehe hier noch durch. Und ich frage mich, warum ich mir die Doktorarbeit eigentlich antue. Doch jetzt aufzuhören kommt nicht in Frage, deshalb mache ich weiter. Ich setze mich stundenlang an den Computer, obwohl ich mich morgens beim Aufwachen so fühle, als wäre es abends und als bräuchte ich weitere acht Stunden Schlaf und Zeit, mich auszuruhen.
Dabei mache ich nur noch das, was unbedingt nötig ist und teile mir den Alltag anders ein. Wenn ich nicht arbeite, verbringe ich entweder Zeit mit meinem Freund, mit guten Freunden oder liege einfach nur im Bett, schalte ein Hörbuch ein und sammle wieder Kraft, damit ich weitermachen kann. Treffen mit entfernten Bekannten werden erst einmal gestrichen, genauso wie kulturelle Veranstaltungen.
Abgesehen davon ist es durch meine Blindheit auch ziemlich anstrengend, mich durch Menschenmassen zu drängen. Da bleibe ich lieber daheim und entspanne mich ein bisschen. Immerhin: Bald ist es vorbei. Dann verschwinden hoffentlich auch die Kopfschmerzen.

Autor: Daniela  |  Rubrik: studium  |  Aug 15, 2016
Autor: Daniela
Rubrik: studium
Aug 15, 2016

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Es könnte knapp werden

Im Moment spüre ich, wie der Zeitdruck immer weiter wächst. Mein Stipendium läuft nur noch bis Oktober. Ich überlege, ob es sich vielleicht verlängern lässt. Drei, vier Monate – so bis Februar, das würde schon helfen. Aber auch dann gibt es noch genug zu tun. Denn mit einmal Schreiben habe ich es lange nicht geschafft.
Ein Dozent erzählte mir einst: „Faktisch habe ich meine Doktorarbeit zwei Mal geschrieben.“ So viel hat er damals überarbeitet. So viel werde wohl auch ich neu sortieren, wiederholen und formulieren müssen.
Im Moment überprüfe ich noch einmal die Studien zur Mediennutzung blinder Menschen, die ich gesammelt hatte. Damit habe ich ursprünglich mehrere Monate verbracht. Doch dann habe ich meine eigene Studie besser strukturiert und jetzt, da dieser Prozess abgeschlossen ist, stelle ich fest: So, wie ich meine Ergebnisse auswerten möchte, habe ich die älteren Studien nicht analysiert. Damals habe ich Fragen aufgenommen, die ich meinen Interviewpartnern gar nicht stellte. Und ich habe Fragen gestrichen, die für meine Studie eigentlich wichtig sind. Das passe ich jetzt an. Denn ich kann die Studien nur gemeinsam auswerten, wenn ich Vergleichbarkeit schaffe.

Autor: Daniela  |  Rubrik: studium  |  Jul 25, 2016
Autor: Daniela
Rubrik: studium
Jul 25, 2016

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Unterschätzt

Vergangene Woche habe ich meine Eltern besucht und mir vorgenommen, in dieser Zeit die Typenbildung meiner Doktorarbeit abzuschließen. Grundsätzlich handelt es sich hierbei um einen Gruppierungsprozess, bei dem übereinstimmende Merkmale wie das Geschlecht in Typen eingeteilt werden. Ich hatte damit schon angefangen, dachte aber, dass es mit etwas Hilfe schneller gehen könnte. Ich hatte nämlich mal wieder den Zeitaufwand unterschätzt. Nicht zum ersten Mal. Wie oft ich diesen Fehler wohl noch mache, bis ich endlich besser plane?
Diesmal saß jedenfalls mein Papa am Computer und las mir Zahlen vor, die ich dann zuordnete. So musste ich nicht für jeden Eintrag zwischen zwei Dateien wechseln. Beide nebeneinander auf dem Bildschirm abzurufen, lässt sich mit der blindenspezifischen Software soweit ich weiß nämlich nicht vereinbaren. Zwei Stunden verbrachten wir damit, die vier Variablen Lesehäufigkeit, Geschlecht, Alter und Beruf den Interviewpartnern entsprechend zuzuteilen. Am Tag darauf verbrachten wir noch einmal zwei Stunden mit der Zuordnung. Ich wurde allmählich etwas ungeduldig, weil es schon wieder viel länger dauerte als ich angenommen hatte. Das Pensum, das ich mir fürs Wochenende vorgenommen hatte, konnte ich glatt vergessen.

Autor: Daniela  |  Rubrik: studium  |  Jul 1, 2016
Autor: Daniela
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Jul 1, 2016