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Abschied nehmen

In wenigen Monaten werde ich Erlangen hinter mir lassen. Schon jetzt finde ich es merkwürdig, wenn ich durch die Fußgängerzone laufe. Plötzlich nehme ich alles viel intensiver auf, als wären meine Sinne geschärft. An jeder Ecke finde ich vertraute Geräusche und Gerüche. Dazu kommen die Leute, die ich in den vergangenen zehn Jahren kennenlernen durfte. Die meisten sind mir im Studium begegnet und manche treffe ich noch heute, in der Bibliothek, vor der Mensa oder einfach in der Stadt. Sie werden mir fehlen. Und damit meine ich nicht nur die Menschen, sondern ebenso die Orte.

Mein Stipendium für die Doktorarbeit läuft jetzt noch ein halbes Jahr, doch ich werde schon etwas früher wegziehen, weil in Erlangen mein Mietvertrag zu Ende geht. Ich möchte in den Frankfurter Raum ziehen, wo mein Freund wohnt. Ich freue mich sehr darauf, keine Fernbeziehung mehr führen zu müssen, aber ich freue mich ganz und gar nicht, Erlangen zu verlassen.

Ich habe mich hier nämlich richtig wohl gefühlt und häufig im Schlosspark oder am Europakanal entspannt, bevor ich mich wieder in die Arbeit gestürzt habe.

Ich bin zufrieden, wie es läuft und zuversichtlich für die letzte Phase meiner Dissertation. Trotzdem spüre ich auch Nostalgie bei dem Gedanken daran, dass sich nun alles ändern wird.

Autor: Daniela  |  Rubrik: studium  |  May 20, 2016
Autor: Daniela
Rubrik: studium
May 20, 2016

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Nochmal danke sagen

Kochen, putzen, einkaufen. Meine Mama meistert das alles. Natürlich helfen wir dabei, aber ehrlich gesagt: Der größte Teil bleibt doch an ihr hängen. Und es ist nicht nur der Haushalt. Daneben geht sie zur Arbeit, bildet sich weiter und nimmt sich immer Zeit, wenn mein Bruder oder ich etwas brauchen. Da kann ich mich nur wundern, wie sie das alles schafft. Woher nimmt sie diese Energie?

Besonders ist mir das aufgefallen, als ich einen Haufen Daten ordnen musste und sie mir dabei half, obwohl sie nicht ganz gesund war. An einem Samstagnachmittag saß sie da, mit einer Decke über den Beinen und einer Tasse Tee auf dem Tisch. Dann notierte sie und sortierte sie …

Am Ende dauerte es über drei Stunden. Diese Zeit hatte meine Mutter einfach so für mich investiert, obwohl sie sich auch hinlegen und ein bisschen ausruhen hätte können. Ich bin ihr sehr dankbar dafür, dass ich immer auf sie zählen kann. Manchmal lade ich sie deshalb auch auf einen großen Becher in die Eisdiele ein oder besorge eine CD, die ihr gefällt. Aber ausgleichen werde ich wohl niemals können, wie sehr sie sich engagiert und mich entlastet. Deswegen noch einmal ganz laut: „Danke, Mama!“

Autor:   |  Rubrik: studium  |  May 4, 2016
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Rubrik: studium
May 4, 2016

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Danke, Mama!

Ohne die vielen Leute, die mich bei meiner Dissertation so tatkräftig unterstützen, könnte ich so ein großes und anspruchsvolles Projekt vermutlich nicht stemmen. Ich denke, dass dies bei sehenden Doktoranden ähnlich ist. Wenn ich mir ein paar Danksagungen anderer Dissertationen durchlese, ist das jedes Mal eine ganz schön lange Liste. Aber ich gehe davon aus, dass zumindest die Art der Unterstützung bei mir anders ist. Schon alleine deswegen, weil ich mit meiner Sehbehinderung einfach manche Dinge nicht machen kann.

Ich habe eine Hilfskraft, die mir einiges abnimmt, einen Freund, der mit mir daran arbeitet, und meine Eltern, die mich sehr unterstützen. Natürlich gibt es noch viele weitere Personen, die ich an dieser Stelle aufzählen könnte. Zum Beispiel habe ich noch einen guten Freund, der mir beim Querlesen hilft, wenn ich mit meiner blindenspezifischen Software den Text nicht selbst entziffern kann. Dann überträgt er den Inhalt in eine Form, die ich auch erfassen kann oder schreibt die wesentlichen Punkte für mich auf. Das ist wirklich eine Menge wert. Aber ein besonderer Dank gilt meiner Mutter. Stundenlang beschreibt sie mir Bilder und Tabellen, diskutiert mit mir Sachverhalte oder liest mir einfach nur vor, damit ich nicht ständig zwischen verschiedenen Dateien hin und her springen muss.

Autor: Daniela  |  Rubrik: studium  |  Mar 21, 2016
Autor: Daniela
Rubrik: studium
Mar 21, 2016