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Mehr als nur genug

Wann immer ich zurzeit in der Mensa sitze, durch die Bibliothek gehe oder einen Seminarraum betrete, drehen sich die Gespräche vor allem um eines: Klausuren. Prüfungsstress. Und dann denke ich mir: Wie gut, dass ich das hinter mir habe. Ganz ehrlich, ich würde nicht noch ein weiteres Mal studieren wollen. Was andererseits aber auch nicht heißt, dass ich mich jetzt, da ich Absolventin bin, von früh bis spät in die Sonne lege und Eis esse.

Klar, ich bin jetzt meine eigene Herrin. Aber was ich zu tun habe, ist mehr als nur genug: Bis Anfang November möchte ich einen Krimi geschrieben haben. Und dann auch bald meinen nächsten Roman. Außerdem die erste Biografie. Ja, Biografie. Denn mittlerweile habe ich entschieden, mich auch noch zur Biografin ausbilden zu lassen. In der Praxis bedeutet diese Arbeit, stundenlange Interviews zu führen. Und noch viel länger zu transkribieren. Ganz zu schweigen von der Reisezeit ... Denn der Mann, mit dem ich da zusammenarbeite, lebt nun einmal nicht im Frankenland.

Das alles erfordert eine Menge Taktieren und Organisationstalent.

Doch wo bleibt dabei die Doktorarbeit? Doch nicht etwa auf der Strecke?

Zugegeben, sie ist, gerade in den letzten zwei, drei Wochen, doch in den Hintergrund gerückt. Und zwar stärker, als ich das für gut halte. Aber wie kann ich dagegen angehen? Indem ich meinen literarischen Projekten weniger Platz einräume. So viel steht fest. Aber reicht das aus? Oder ist mein Problem nicht gerade das, dass ich mir selbst überlassen bin?

Autor: Daniela  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Jul 28, 2011
Autor: Daniela
Rubrik: auszeit nach dem abi
Jul 28, 2011

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Auf dem Prüfstand

Inzwischen habe ich den ersten Entwurf meiner Dissertation noch einmal überarbeitet und dabei in einigen Punkten neu konstruiert. Und jetzt zählt es. Denn jetzt wird sich erweisen, wie weit mein Konzept tatsächlich trägt und vor allem auch, wohin. Im Rahmen eines Kolloquiums steht es auf dem Prüfstand; bei einer Lehrveranstaltung also, während der Buchwissenschaftsstudenten ihre Abschluss- und Promovenden ihre Doktorarbeiten zur Diskussion stellen. Den jeweils Vortragenden erwarten weiterführende Anregungen ebenso wie konstruktive Kritik.

Es ist schon ein mulmiges Gefühl, wenn man in einer solchen Situation nach vorne tritt. Aber dieser Schritt macht sich bezahlt. Bezüglich meiner Magisterarbeit habe ich das jedenfalls so empfunden. Andere erleben Vergleichbares. Zu wissen, ob man den richtigen Weg eingeschlagen hat und wie man ihn weitergehen kann oder aber aus der falschen Richtung zurückkommen zu können, ist schließlich sehr viel Wert.

Jetzt, vor meiner Präsentation, fühle ich mich allerdings verunsichert. Denn während ich mich darauf vorbereitet habe, ist mir nicht nur Positives klar geworden. Vor allem habe ich auch erkannt, an wie vielen Punkten ich noch zweifele oder zumindest ins Stocken gerate. Andererseits hat es mich auch weitergebracht, mir dieser Schwächen bewusst zu werden.

Was aber trotz allem bleibt, ist der Eindruck, dass ich in den vergangenen Wochen zu wenig gelesen habe; oder zumindest das Falsche. Der Eindruck, dass ich noch immer nicht ausreichend vorbereitet bin.

Autor:   |  Rubrik: studium  |  Jul 4, 2011
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Rubrik: studium
Jul 4, 2011

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Scannen leicht gemacht

Mein Scanner arbeitet schnell? Nun ja, zumindest habe ich das lange Zeit geglaubt. Und im Grunde stimmt es ja auch. Trotzdem sitze ich heute hier und schlafe fast ein, während sich mein Scanner schwerfällig durch die Seiten quält. Mit einem Mal kommt er mir langsam vor. Und das liegt an dem Vergleichsobjekt, das in unserer Hauptbibliothek steht.

Ich habe davon erst vor wenigen Wochen erfahren. Seitdem nutze ich es immer wieder. Oder besser gesagt, lasse es nutzen. Denn ich habe, wie schon mehrfach während meines Studiums, auch für die Anfangsphase meiner Promotion wieder eine Scanassistentin bekommen können. Mit ihr treffe ich mich in der Hauptbibliothek, gebe ihr einen kleinen Stapel Bücher und einen Stick. Darauf befindet sich eine Datei, in der ich notiert habe, welche Seiten sie aus welchem Buch übertragen soll. Sie bleibt, um genau das zu tun. Und ich kann wieder gehen.

Diese Lösung hat für mich mehrere Vorteile. Zum einen ist es so nicht länger erforderlich, dass die Scanassistentin in meiner Wohnung sitzt; an meinem Schreibtisch, wo sie mit meinem Laptop arbeitet. Solange sie das tut, kann ich nichts für die Uni machen, da nun einmal nur mein Laptop mit blindenspezifischer Software ausgestattet ist.

Arbeitet die Scanassistentin hingegen in der Bibliothek, gewinne ich Zeit. Und das sogar in doppelter Hinsicht. Denn selbst wenn ich das, was sie für mich umwandelt, später noch einmal mit OCR (das ist eine automatisierte Texterkennung innerhalb von Bildern) gegenscannen muss – insgesamt schaffen wir so doch mehr Arbeit in weniger Zeit als früher.

Autor: Daniela  |  Rubrik: beruf & karriere  |  Jun 24, 2011
Autor: Daniela
Rubrik: beruf & karriere
Jun 24, 2011