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Bachelor live

Dok.fest

Jedes Jahr findet in München das Dok.fest statt, eines der größten Dokumentarfilmfestivals Deutschlands. Hauptaustragungsort ist meine Hochschule, die HFF München. Darüber hinaus werden in vielen Kinos und Theatern der Stadt die über 150 Festivalfilme gezeigt. Alle immatrikulierten HFF-Studenten haben freien Eintritt in die Vorführungen im eigenen Haus, was ich großartig finde.
In meiner Abteilung „Dokumentarfilm“ haben wir sogar extra frei, um das Festival besuchen zu können. Allerdings nutzen viele diese sehr seltene Lücke im Vorlesungsplan, um zu arbeiten oder mal ein bisschen abzuschalten. Letztes Jahr habe ich das auch getan. Dieses Jahr wollte ich mir in Vorbereitung auf den Dreh meines Zweitjahresfilms an der Filmhochschule einige der Filme anschauen. Dabei bekommt man ja manchmal tolle Inspirationen für seine eigenen Projekte.
Als erstes schaute ich einen halb dokumentarischen, halb inszenierten Film über ein portugiesisches Fischerdorf, der mir aber nicht besonders gut gefiel und bei dem ich das Gefühl hatte, er hätte auch ein Kurzfilm sein können. Ganz anders der Film, in den ich am zweiten Abend ging. Er hieß „Where man returns“ und handelte von einem Mann, der allein mit seinem Hund in der kargen Wildnis des norwegisch-russischen Grenzgebiets lebt. In unglaublich schön gestalteten Schwarz-Weiß-Bildern zeigt er das Leben und Überleben des Protagonisten in der Natur. Der Film hat mich nachhaltig beeindruckt und berührt, weshalb ich meine Stimme für den Publikumspreis auch an ihn vergab.
Insgesamt schaute ich sechs Filme während dieser Woche und verbrachte anschließend fast jeden Abend noch in der Hochschule mit Kommilitonen, um mich mit ihnen über die Filme auszutauschen. Sonst stresst es mich manchmal, noch in der Hochschule abzuhängen, wenn man eigentlich schon frei hat. Aber so machte es mir große Freude und ich denke, ich konnte dank der gesehenen Filme einige gute und hilfreiche Überlegungen für meinen eigenen Dokumentarfilm anstellen. Nächstes Jahr werde ich die Dok.fest-Woche bestimmt wieder für ausgiebige Kinogänge nutzen.

Autor: Conny   |  Rubrik: studium  |  Jun 24, 2019
Autor: Conny
Rubrik: studium
Jun 24, 2019

Bachelor live

Die Eignungsprüfung

Ich erinnere mich. Es war genau vor einem Jahr: Meine Eignungsprüfung für den Studiengang Kulturwissenschaft und ästhetische Praxis an der Universität Hildesheim. Ich wurde über eine „Bettenbörse“ einer WG in Hildesheim übermittelt, bei der ich während meiner Eignungsprüfung kostenlos schlafen durfte. Die Mädchen der WG waren sehr nett, beantworteten mir geduldig meine Fragen, konnten mir aber meine Nervosität kaum nehmen. Eignungsprüfung: für mich damals ein ziemlich großes Wort. Eigentlich müsste ich doch gar nicht so nervös sein, versuchte ich mir klar zu machen. Es würde schon alles gut werden… Okay, sind wir mal ehrlich: Ich hatte keinen anderen Plan für meine Zukunft, ich hatte mich nur hier beworben. Ich wollte diese Eignungsprüfung also unbedingt bestehen! Wie anspruchsvoll sie werden sollte, wusste ich nicht. Ich machte mir den Druck selbst. Eine WG-Mitbewohnerin zeigte mir zur Ablenkung ein wenig die Stadt und den Campus. Das besondere in Hildesheim ist, dass die kulturellen Studiengänge einen eigenen Campus haben: Die Domäne Marienburg. Sie ist etwas außerhalb der Innenstadt gelegen und die Busverbindung ist nicht besonders gut. Ein Fahrrad stünde auf meiner Hildesheim-Checkliste also ganz oben. Aber die Lage mitten in der Natur schien mich zu beruhigen. Es war warm, die Sonne schien und ich konnte auf der Wiese zwischen den Gebäuden schon mal vorfühlen, wie es wohl wäre, sich hier öfter aufzuhalten. Und dieser Gedanke gefiel mir ganz gut. Am Abend saßen wir in der WG noch zusammen, wir aßen, redeten. Aber schlafen, das tat ich kaum. Ich versuchte mir einzureden, dass es einfach nicht mein Studiengang sei, wenn ich nicht bestehen sollte. Aber was waren meine Optionen? Am Ende bestand ich die Prüfung und das vollkommen unversehrt! Und heute kann ich ganz anders darauf zurückblicken. Ich habe mehr Vertrauen in mich und meine Fähigkeiten gewonnen. Bald werde auch ich einen Prüfling aufnehmen und ihm oder ihr von meinen Erfahrungen berichten. Und ich werde versuchen, ihm die Aufregung ein wenig zu nehmen.

Autor: Enne  |  Rubrik: studium  |  Jun 17, 2019
Autor: Enne
Rubrik: studium
Jun 17, 2019

Bachelor live

Zeitplan für die Bachelorarbeit

10.000 Wörter oder 80.000 Zeichen auf ca. 40 Seiten in zwölf Wochen. Das sind die formellen Richtlinien, die ich für meine Bachelorarbeit habe. Anfangs haben mich diese konkrekten Vorgaben etwas abgeschreckt: Im ersten Moment klingen 40 Seiten nach einer ganzen Menge, während zwölf Wochen ganz schön kurz erscheinen. Betrachte ich die Wochen einzeln, muss ich wöchentlich ca. 800 bis 900 Wörter beziehungsweise 3 bis 4 Seiten schreiben, um rechtzeitig fertig zu werden. Zu meiner Erleichterung klingt das dann schon eher machbar, was mich sehr beruhigt hat.
Um trotzdem kurz vor der Abgabe nicht in Zeitdruck zu geraten, habe ich mir ganz zu Beginn der Bearbeitungszeit meinen Kalender zur Hand genommen und mir einen Zeitplan erstellt. Denn zwölf Wochen sind knapp bemessen für die empirische Forschung, die ich für meine Bachelorarbeit durchführe. Zwar muss ich in diesem Semester keine Vorlesungen oder Seminare an der Uni mehr besuchen, doch dafür arbeite ich nebenher noch und bin immer mal wieder unterwegs.
Doch bisher läuft es eigentlich ganz gut. Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass ich irgendwann noch einmal für die zahlreichen Hausarbeiten dankbar sein werde, die ich im Laufe meines Studiums bereits schreiben musste. Doch ich bin wirklich froh darüber, wie geübt ich mittlerweile in den wissenschaftlichen Schreibtechniken bin. In den ersten Semestern musste ich beispielsweise noch ständig nachschauen, wie ich bestimmte Quellen korrekt zitiere und angebe. Fünf Semester später kenne ich mich damit aus, sodass mir das Schreiben nun wesentlich leichter von der Hand geht. Aktuell bin ich meinem Zeitplan sogar ein kleines bisschen voraus. Falls es an irgendeiner Stelle aber doch noch hapern sollte, habe ich sicherheitshalber auch einen gewissen Zeitpuffer in meiner Planung berücksichtigt und großzügig Zeit für die Korrektur und Überarbeitung meiner Bachelorarbeit eingeplant.

 

Autor: Franziska  |  Rubrik: studium  |  Jun 14, 2019