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Bachelor live

Bücherwelten

Einen Großteil meiner Kindheit und Jugend habe ich mit Lesen verbracht. Zu Weihnachten und zum Geburtstag habe ich mir stets neue Bücher gewünscht und in der Zwischenzeit habe ich mich mit Lesestoff aus der Stadtbücherei versorgt. Es war eins meiner liebsten Hobbys, mich auf fremde Geschichten einzulassen, mit den Protagonisten mitzufiebern und dabei neue Welten kennenzulernen. Irgendwann habe ich sogar angefangen, mir selbst Geschichten auszudenken und diese aufzuschreiben.
Umso trauriger ist es, dass ich in den vergangenen Jahren kaum mehr ein Buch in den Händen hatte. Ab der Oberstufenzeit fand ich immer weniger Zeit und Ruhe zum Lesen. Nach dem Abi bin ich dann eher auf Serien und Filme umgestiegen und während des Studiums musste ich sowieso schon so viel Fachliteratur lesen, dass ich mich einfach nicht aufraffen konnte, auch in meiner Freizeit die Nase in ein Buch zu stecken.
Anfang des Jahres habe ich schließlich den Entschluss gefasst, diesen Umstand zu ändern. Ich habe mir vorgenommen, endlich all die ungelesenen Bücher in meinem Bücherregal zu lesen, die seit Jahren nur zur Dekoration dort stehen. Anfangs musste ich mich immer wieder selbst daran erinnern, nicht den Fernseher einzuschalten, sondern ein Buch zur Hand zu nehmen. Statt Kopfhörer steckte ich ein Buch in meine Tasche, damit ich auch in der Bahn lesen konnte. Und viel schneller als gedacht, griff ich irgendwann automatisch zum Buch statt zu Fernbedienung, Handy, Laptop oder anderen Dingen zum Zeitvertreib. Mittlerweile lese ich wieder total gerne. Mein Stapel der ungelesenen Bücher wird kleiner und kleiner und ich stelle viele positive Veränderungen fest. Lesen ist zum einen ein sehr entspannter und wertvoller Zeitvertreib, zum anderen merke ich, wie sich mein Wortschatz durch das viele Lesen wie von selbst erweitert. Und natürlich ist es einfach sehr unterhaltsam, in die Bücherwelten einzutauchen.

 

Autor: Franziska  |  Rubrik: studium  |  May 29, 2019
Autor: Franziska
Rubrik: studium
May 29, 2019

Bachelor live

Mein Testgelände

Seit 2014 erstelle ich Video-Beiträge für „MeinTestgelände“, ein Online-Magazin, das sich dem Thema Gleichstellung widmet. Jugendliche aus ganz Deutschland finden in dieser Webseite eine Plattform, auf der sie Beiträge in Form von Text, Musik oder Video veröffentlichen können.
Während meiner Schulzeit habe ich für die Website gemeinsam mit zwei Mitschülern Videos produziert, die sich vor allem mit geschlechtlicher und sexueller Gleichberechtigung beschäftigten. Das war eine spannende Zeit, in der wir sehr frei drehen und lernen konnten. „MeinTestgelände“ war also tatsächlich auch zu meinem eigenen Testgelände geworden, einem Ort, an dem ich mich ausprobieren und wachsen konnte.
Nach meinem Abitur verlor ich die Website eine Zeit lang aus meinem Blickfeld. Dann bekam ich irgendwann eine etwas verzweifelte Nachricht von der Projektleiterin. Ob ich in drei Tagen einen Workshop zum Thema Videoproduktion mit circa zehn Teilnehmern in Dortmund schmeißen könnte? Jemand wäre krank geworden. Ich überlegte kurz, weil ich so etwas noch nie gemacht hatte. Andererseits wollte ich meine alte Plattform nicht hängen lassen und irgendwie reizte mich auch die neue Herausforderung. Also sagte ich zu. Das war ein wichtiger Moment, denn wie sich zeigte, suchten sie auch gerade jemanden, der ab und zu Filmmaterial der anderen Redaktionsgruppen schneidet. So begann ich als Honorarkraft für die Webseite zu arbeiten. Über Nacht kam ich an einen super Nebenjob, bei dem ich auch inhaltlich voll dahinter stand.
Seit diesem Jahr schneide ich nicht mehr so viel, sondern drehe für die Webseite auch wieder eigene Videos. In der Videoreihe, die ich machen werde, geht es um Berufsorientierung und ungewöhnliche Wege in den Beruf. Hier werden in kurzen Videoporträts Protagonisten vorgestellt, die zum Beispiel in einem geschlechtsuntypischen Beruf arbeiten, die einen ausgefallenen Beruf haben oder die auf Umwegen dahin gefunden haben, wo sie gerade arbeiten. Das macht mir großen Spaß!

Autor: Conny   |  Rubrik: studium  |  May 24, 2019
Autor: Conny
Rubrik: studium
May 24, 2019

Bachelor live

Bye-bye, Marburg!

Der Umzugstransporter ist vollgepackt mit Kartons und Möbelstücken. Da sind Kisten mit Klamotten, Büchern und anderen Dingen, die sich im Laufe der Jahre in meinem WG-Zimmer angesammelt haben. Meine Zimmerpflanze findet auf dem Beifahrersitz Platz.
Auf der Fahrt Richtung Frankfurt lasse ich meine Zeit in Marburg Revue passieren.
Es ist zweieinhalb Jahre her, dass ich das WG-Zimmer in Marburg bezogen habe. Es war das erste Mal, dass ich von zu Hause ausgezogen bin, mein erstes eigenes Reich sozusagen. Besonders wird mir meine Mitbewohnerin fehlen, die mir im Laufe der Zeit sehr ans Herz gewachsen ist. Und unser schöner WG-Balkon, der im Sommer mein Lieblingsplatz war.
Während meiner Zeit in Marburg musste ich viel lernen, für mein Studium, aber auch über mich selbst. Ich habe gelernt, selbstständiger zu werden, mit mehr oder weniger umgänglichen Mitbewohnern klarzukommen, mich in einer anfangs fremden Stadt zu orientieren und mich im Hochschuldschungel zurechtzufinden. Insgesamt war diese Zeit sehr wichtig, aber auch sehr schön für mich. In der Stadt habe ich mich wohl gefühlt, ich mag die Oberstadt mit ihren verwinkelten Gassen und Restaurants, in denen die Preise noch erschwinglich sind. Außerdem werde ich mein Lieblingscafé am Lahnufer und die weiten Lahnwiesen im Sommer vermissen.
Doch Marburg ist nicht besonders groß, irgendwann gibt es kaum mehr etwas Neues zu entdecken. Vor allem in den Semesterferien, in denen die Stadt oft wie ausgestorben wirkt, kann es auch mal etwas langweilig werden. Da ein Großteil der Einwohner aus Studierenden besteht, spielt sich das Leben in einer Art Blase ab, in der neben Studierenden nicht viele Menschen Platz finden.
Genau aus diesem Grund bin ich bereit, eine neue, größere Stadt zu entdecken und neue Menschen kennenzulernen. Ich freue mich sehr auf das kontrastreiche Frankfurt, wo nun das nächste Kapitel beginnen kann.

Autor: Franziska  |  Rubrik: studium  |  May 17, 2019
Autor: Franziska
Rubrik: studium
May 17, 2019