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Bachelor live

September

Vor Kurzem musste ich meine erste Arbeit an der Uni in Seoul abgeben. Ich fand es schwierig, einen Essay zu schreiben, ohne zu wissen, was hier erwartet wird und worauf die Professoren besonders achten. Ich weiß schon jetzt, dass es kein entspanntes Semester wird. Nach der Abgabe wurden wir in Gruppen eingeteilt, um ein Projekt mit Präsentation vorzubereiten.
Dadurch, dass ich einen sehr koreanischen Namen habe und auch ganz gut koreanisch spreche, bin ich als Austauschstudentin in einer besonderen Situation. Zum Beispiel wurde ich als einzige Austauschstudentin in eine komplett koreanische Gruppe sortiert, damit ich mein koreanisch verbessern und mehr Koreaner kennenlernen kann. Ich merke immer wieder, dass ich zwischen zwei Welten und zwei Kulturen stehe. Ich sehe aus wie die Menschen hier, aber spätestens wenn ich anfange zu reden, sehe ich in verwunderte Gesichter.
Ich lebe im internationalen Wohnheim und bin die meiste Zeit mit anderen Austauschstudierenden unterwegs. Manchmal habe ich aber das Gefühl, dass von mir mehr erwartet wird als von anderen Deutschen, da ich einen koreanischen Hintergrund habe. Mein Ziel ist es, in den fünf Monaten so viel wie möglich aufzusaugen und mitzunehmen – nicht, um diesen Erwartungen gerecht zu werden, sondern um meinen Hintergrund tatsächlich besser zu verstehen.
Ansonsten fühle ich mich hier schon sehr wohl. Es herrschen sommerliche Temperaturen, das Essen ist fantastisch und günstig und jeder Tag ist ein kleines Abenteuer.

Autor: Bo  |  Rubrik: studium  |  Oct 8, 2018
Autor: Bo
Rubrik: studium
Oct 8, 2018

Bachelor live

Bewegung an der Grenze

Es war ein laues Spätsommerwochenende, als wieder einmal junge Menschen aus Deutschland und Tschechien zusammenkamen, um gemeinsam zu diskutieren, zu arbeiten und voneinander zu lernen. Es war das nunmehr dritte Plenartreffen des Deutsch-tschechischen Jugendforums, das im oberpfälzischen Waldmünchen stattfand und auf dem ich als Sprecher des Forums dabei war.
Einen passenderen Ort konnte es für das Treffen mit dem Oberthema „Grenzen“ wohl kaum geben, denn Waldmünchen liegt unweit der tschechischen Grenze. Dem Thema näherten wir uns aus verschiedenen Blickwinkeln an. So gab es Workshops zur Landschaftsarchitektur im deutsch-tschechischen Grenzgebiet und zu den ökologischen Grenzen unseres Planeten.
Höhepunkt war aber vor allem das World-Café: Hier stellten verschiedene Vertreter der deutsch-tschechischen und der bayerisch-tschechischen Zusammenarbeit ihre Projekte vor. Ein Vertreter des Bayerischen Roten Kreuzes erklärte zum Beispiel, wie es dazu kam, dass eine Frau einmal auf Deutsch und einmal auf Tschechisch für tot erklärt werden musste. Außerdem erzählte er, dass man, wenn man als Deutscher hinter der Grenze in Tschechien verunglückt und in ein deutsches Krankenhaus gebracht werden möchte, an der Grenze von einem tschechischen in einen deutschen Krankenwagen verladen werden muss, da die Krankenwagen nicht einfach ins Nachbarland fahren dürfen. Hier herrscht doch definitiv noch Nachholbedarf bei der Zusammenarbeit beider Länder. Außerdem gut zu wissen: Als deutscher Tourist in Tschechien wird man automatisch Organspender, da in Tschechien das Widerrufsrecht gilt.
Sehr interessant war auch die Vorstellung der Arbeit des Gemeinsamen Zentrums der deutsch-tschechischen Polizei- und Zollzusammenarbeit Petrovice-Schwandorf. Das Zentrum ermöglicht zum Beispiel Einblicke in Akten und kümmert sich darum, dass ein Verbrecher, der mit dem Auto über die Grenze fährt, weiter verfolgt wird.

Autor: Ferdinand  |  Rubrik: studium  |  Oct 5, 2018
Autor: Ferdinand
Rubrik: studium
Oct 5, 2018

Bachelor live

An der eigenen Website basteln

Als Jugendliche habe ich angefangen, etwas HTML zu lernen und an Webseiten herumzubasteln. Damals gab es noch keine Content-Management-Systeme wie Wordpress oder Typo3, mit denen heute die meisten Webseiten und insbesondere Blogs entstehen. Das Spannende daran: Auf der einen Seite ist ein Code, der recht trocken und mysteriös aussieht, auf der anderen Seite eine kunterbunte Webseite. Wenn ich am Code schreibe, weiß ich zwar, was ich haben möchte und wie ich mir meine Webseite vorstelle. Wenn ich sie dann aber aktualisiere, um zu sehen, was meine Änderungen im Code bewirkt haben, ist mitunter doch alles anders. Dann muss getüftelt werden, bis der Code genau das macht, was ich von ihm möchte.
Ich studiere Medienwissenschaft – das ist vor allem ein wissenschaftliches Studium. Da werden Zeitungen, YouTube-Videos, Filme, Werbung und Bücher analysiert. An meiner Uni gibt es aber auch zwei Praxiskurse. In diesem Jahr belege ich einen Onlinekurs und arbeite inzwischen an meinem Abschlussprojekt: einer Webseite, die ohne jegliche Systeme wie Wordpress oder ähnliches funktionieren und mindestens eine Reportage sowie ein weiteres multimediales Element enthalten muss.
Im März war ich als Nachwuchsjournalistin bei den Paralympischen Spielen und habe dort einen Podcast gemacht. Das war vor allem zu Übungszwecken, aber im Hinterkopf hatte ich schon, dass ich ihn vielleicht für mein Abschlussprojekt gebrauchen könnte.
Für die Reportage wollte ich mich in meiner Unistadt umschauen: Welche spannenden Geschichten aus dem Sport mit Behinderung gibt es hier, über die ich schreiben könnte? Über mehrere Ecken habe ich eine Studentin gefunden, die Blindenfußball spielt – und sich für ein Interview bereiterklärte. Eine Freundin von mir, die gerne fotografiert, machte auf dem Fußballplatz Bilder von ihr.
In den nächsten Wochen muss ich an meinem Code basteln. Auf einem Collegeblock habe ich mir aufgemalt, wo die Links zu Reportage und Podcast stehen, welche Kästen Schatten werfen sollen und welche Buttons sich automatisch einfärben sollen, wenn man mit der Maus über sie fährt. Nun geht’s ans Tüfteln!

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  Oct 2, 2018
Autor: Marie
Rubrik: studium
Oct 2, 2018