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Bachelor live

Wann macht Arbeit glücklich?

Nachdem ich im ersten und zweiten Semester verschiedene Methoden sozialwissenschaftlicher Forschung kennen gelernt habe, konnte ich mich im dritten und vierten Semester einem praktischen Forschungsprojekt widmen.
Für das Projekt wurden wir zunächst in kleine Gruppen eingeteilt, dann haben wir uns selbst eine Fragestellung überlegt, die wir im Laufe der beiden Semester anhand vorhandener Datensätze auswerten sollten. Wir entschieden uns für das Thema Berufszufriedenheit. Genauer gesagt haben wir untersucht, von welchen Faktoren es abhängt, ob Arbeitnehmer zufrieden oder unzufrieden in ihrem Job sind. Dazu gibt es bereits einige Theorien und Aufsätze, aus denen wir unsere Hypothesen ableiten konnten.
Ich muss zugeben, dass unsere Hypothesen ziemlich offensichtlich waren. Es erscheint schließlich naheliegend, dass Personen, die ein gutes Verhältnis zu Kollegen und Vorgesetzten pflegen und gute Aufstiegschancen im Beruf haben, mit ihrem Beruf zufriedener sind als solche, die sich beispielsweise nicht mit der Unternehmenskultur identifizieren können oder befürchten, ihre Stelle zu verlieren.
Tatsächlich deckten sich unsere Forschungsergebnisse am Ende auch größtenteils mit unseren Erwartungen. Allerdings fanden wir überraschend heraus, dass es offenbar keinen großen Einfluss auf die Zufriedenheit im Beruf hat, ob jemand ein gutes oder ein schlechtes Verhältnis zu anderen Kollegen pflegt. Ein gutes Verhältnis zu Vorgesetzten hingegen hat einen sehr starken Einfluss auf die Berufszufriedenheit. Woran das liegt, können wir nur spekulieren.
Zudem ist unsere Untersuchung natürlich nicht wirklich repräsentativ und nicht auf die Allgemeinheit übertragbar. Obwohl wir in unserer Forschung knapp 1000 Fälle untersuchten, handelt es sich dabei immer noch um eine relativ kleine Fallzahl. Es hat Spaß gemacht, selbst zu forschen, weil wir das ganze theoretische Wissen endlich mal praktisch anwenden konnten!

Autor: Franziska  |  Rubrik: studium  |  Aug 16, 2018
Autor: Franziska
Rubrik: studium
Aug 16, 2018

Bachelor live

11.930 Wörter

11.930 Wörter hat meine Bachelorarbeit. Ich habe in Zügen daran geschrieben, in Bussen, in Cafés – vor allem aber in meiner geliebten neuen Stammbibliothek, der Technischen Nationalbibliothek in Prag. Tag und Nacht habe ich daran geschrieben, viele Kaffeebecher leergetrunken und nun ist sie fertig: die Bachelorarbeit, die „bakalarka“, wie man sie in Tschechien nennt. Der Titel? „Kommunistische Ideologeme in der tschechischen Kinderliteratur 1948 bis 1954“. In meiner Arbeit habe ich drei tschechische Kinderbücher analysiert und untersucht, inwiefern die kommunistische Ideologie und die Literaturdoktrin des sozialistischen Realismus Einfluss auf sie hatten.
Mein Fazit: Mir hat es ab einem gewissen Punkt unheimlich Spaß gemacht, mich in ein Thema und einen geschichtlichen Kontext einzuarbeiten, mehr und mehr darüber herauszufinden und das dann schließlich zu Papier zu bringen. Was würde ich beim nächsten Mal anders machen? Einige Tipps habe ich für euch:
1. Realistisch planen: Melde deine Arbeit rechtzeitig an! Überlege dir einen Zeitplan – halte dich daran. Wenn du deine Arbeit Korrektur lesen lässt, vergiss nicht, ausreichend Zeit dafür einzuplanen!
2. Aussortieren: Nicht alle Bücher, die du liest, wirst du in der Arbeit am Ende auch verwenden. Verschwende keine Zeit mit Büchern, die nicht passen, sondern suche geeignete Literatur.
3. Nein sagen: Du kannst nicht deine Bachelorarbeit schreiben und nebenbei Besuch empfangen, auf das Konzert deiner Lieblingsband gehen und beim entscheidenden Fußballspiel mitfiebern. Halt dir die Zeit, in der du dich auf die Arbeit konzentrieren willst, frei!
4. Ausreichend schlafen: Versuchst du weniger zu schlafen, um mehr zu arbeiten, wird diese Rechnung wohl kaum aufgehen: Wenn du müde bist, kannst du dich nicht konzentrieren, da hilft auch der stärkste Kaffee nicht.
5. Chillen: Mach dir bewusst: Es geht nur um deinen Bachelor, nicht um dein Leben!

 

 

 

Autor: Ferdinand  |  Rubrik: studium  |  Aug 15, 2018
Autor: Ferdinand
Rubrik: studium
Aug 15, 2018

Bachelor live

Viel unterwegs

Kaum waren alle Klausuren geschrieben und meine Seminararbeit abgegeben, blieb nicht mehr viel Zeit bis zu meinem Praktikum. Umso mehr wollte ich die wenigen freien Tage nutzen, um etwas zu unternehmen.
Einen Tag vor meiner letzten Klausur entschieden meine Freunde und ich daher spontan, zelten zu gehen. Wir suchten uns einen Campingplatz in der Nähe aus, reservierten einen Platz, packten unsere Sachen und fuhren los. Da wir schon häufiger zelten waren, hatten wir sogar eine relativ professionelle Campingausrüstung, sodass es uns an nichts fehlte. Außerdem grenzte der Campingplatz direkt an einen Stausee, in der wir baden gehen konnten, was bei den hohen Temperaturen eine willkommene Abkühlung war. Ich genoss es jedenfalls sehr, zur Abwechslung mal rund um die Uhr im Freien zu sein, nachdem ich zuvor tagelang lernen musste und kaum raus gehen konnte.
Wieder zu Hause habe ich dann erneut meine Tasche gepackt, da ich kurz für ein paar Tage eine Freundin in Göttingen besuchte.
Als nächstes, zurück in Marburg, veranstalte eine Freundin von mir eine WG-Party. Nach einem schönen Abend mit unseren Freunden ging es für mich am nächsten Tag danach nach Mainz. Dort werde ich nämlich die kommenden zwei Monate verbringen.

Autor: Franziska  |  Rubrik: orientieren  |  Aug 13, 2018
Autor: Franziska
Rubrik: orientieren
Aug 13, 2018