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Bachelor live

Der Blick zurück

Vor ein paar Tagen klickte ich mich durch die Vielzahl meiner abi>> Blogeinträge und war hin- und hergerissen zwischen laut loslachen und in Erinnerungen schwelgen. New York, Abitur, Jura, Heidelberg, Berlin – da kommt einiges zusammen. Es war ein schönes Gefühl, mich durch die Blogeinträge wieder in meine situative Gefühlswelt hineinzuversetzen. Meist wirkt im Rückblick alles rosiger und einfacher, als es tatsächlich war, oder? Wer erinnert sich noch so genau an die zähen Physikstunden in der Schule? Stattdessen schwärmt man von den Freistunden im Kreise der schnatternden Freundinnen. Durch meine wöchentlichen Beiträge hier im abi>> Blog erinnere ich mich aber auch daran, wie sehr ich ineffiziente Freistunden gehasst habe.
Wenn ich mir Beiträge aus der Zeit durchlese, bekomme ich ein Gefühl dafür, wer ich damals war, was mich bewegt hat, wie meine Träume aussahen und was mir Angst gemacht hat. Manche Träume meines 18-jährigen Ichs habe ich bereits erfüllt, die meisten meiner Wünsche haben sich jedoch drei Jahre später geändert. Einige erscheinen mir heute nicht mehr erstrebenswert oder sinnvoll, andere sind entweder weniger realitätsfern oder auch etwas schlichter geworden.
Macht das meine jetzigen Träume weniger wertvoll? Ganz und gar nicht! Heute habe ich mehr Erfahrung und weiß besser, was ich will. Ich muss nicht mehr überall dabei sein, weiß, wo ich mich wohlfühle und wo ich mich auf keinen Fall sehe. Es ist nicht schwer, nun mit 21 weiser als mein 18-jähriges Ich zu sein, schließlich war ich, wie die meisten in diesem Alter, ein wenig naiv. Es tut gut, auf die vergangenen Jahre zurückzublicken, auf die Fehler, die Tränen, die Glücksmomente – und zu wissen, da wo ich heute bin, fühle ich mich wohl.

Autor: Bo  |  Rubrik: orientieren  |  Jul 30, 2018
Autor: Bo
Rubrik: orientieren
Jul 30, 2018

Bachelor live

Snapchat statt Tagesschau

Die Medienlandschaft ändert sich jeden Tag: Einige von uns haben noch ein Zeitungsabo, andere lesen vor allem die Nachrichten, die unser Facebook-Feed anzeigt. Immer weniger Studierende haben Fernseher, viele Sender stellen ihre Angebote deshalb auch im Internet zur Verfügung. In meinem ersten Semester haben wir viel darüber gesprochen, wie sich die Medienlandschaft historisch gesehen entwickelt hat. Unser Medienkonsum hat sich ständig verändert und wird das auch weiterhin tun.
Im Juli war ich bei der Future News Worldwide-Konferenz in Schottland: Das British Council organisiert dort jedes Jahr Vorträge und Workshops für Nachwuchsjournalisten. Ein wichtiges Thema in diesem Jahr: Welche neuen Chancen bieten sich uns im Internet, welche Herausforderungen müssen wir dadurch aber auch meistern?
Besonders beschäftigt hat mich zum Beispiel Yusuf Omar, der mit journalistischen Inhalten vor allem auf Sozialen Netzwerken wie Snapchat, Facebook und Instagram unterwegs ist. Für eine indische Zeitung hat er Journalisten zu sogenannten Mobile Journalists, also Journalisten, die Inhalte mit ihren Handys erstellen, ausgebildet. In seinem Vortrag hat er einige kurze Sequenzen gefilmt und innerhalb von fünf Minuten fertig gestellt. Die meisten Videos, die sich auf seinen Social Media-Accounts befinden, sind zwar bedeutend aufwendiger, aber mich hat es trotzdem beeindruckt, wie schnell ein solches Video gemacht werden kann.
Ich habe einige journalistische Formate auf Instagram abonniert, deren Stories ich auch verfolge: Um politische oder tagesaktuelle Nachrichten handelt es sich dabei aber eher nicht. Auch finde ich es schwierig, wie sehr sich der Journalismus damit abhängig von Riesen wie Facebook und Snapchat macht: Auch bleibt die Frage offen, womit Journalisten Geld verdienen sollen, wenn die meisten Inhalte kostenlos auf Social Media gestellt werden: Oft wird dann auf gesponserte Inhalte gesetzt, also Inhalte, bei denen Unternehmen das jeweilige Medium dafür bezahlen, sie zu veröffentlichen. Da ist es mir dann doch lieber, für meine Abos zu zahlen und dafür Nachrichten ohne Werbung und gesponserte Inhalte lesen zu können.

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  Jul 26, 2018

Bachelor live

Ist ein Bachelor genug?

Wenn alles nach Plan läuft, schreibe ich in knapp einem Jahr schon an meiner Bachelorarbeit und beende nächsten Sommer mein Studium. Aus diesem Grund schwirrt mir die alles entscheidende Frage momentan durch den Kopf: Was kommt danach?
Die naheliegende Antwort wäre wohl ein Masterstudium. Allerdings möchte ich mich auch über andere Optionen informieren. Kürzlich besuchte ich daher einen Vortrag an der Uni, der darüber informierte, wann ein Master überhaupt Sinn macht. Offensichtlich ist, dass ein Master ein höherer Bildungsabschluss ist und die Aufstiegschancen im Beruf verbessern kann. Außerdem könnte ich mich mit einem Master spezialisieren, denn mein sozialwissenschaftliches Studium ist relativ breit aufgestellt. Falls ich mich für einen Master entscheide, müsste ich einige Fragen klären: In welche Richtung soll ich gehen? Möchte ich in Marburg bleiben, zurück Richtung Heimat oder noch einmal in eine komplett neue Stadt? Oder wäre eine ausländische Uni auch eine Option?
Andererseits läuft ein Masterstudium nicht davon und kann auch noch mit ein paar Jahren Berufserfahrung absolviert werden. Nach meinem sehr theoretischen Studium hätte ich nichts dagegen, endlich praktisch tätig zu werden und dabei herauszufinden, ob mich ein Master überhaupt weiter bringen würde. Außerdem könnte ich Geld verdienen, während ein weiteres Studium neue Kosten bedeuten würde. Allerdings ist es wahrscheinlich gar nicht so einfach, direkt einen passenden Job zu finden. Stattdessen könnte ich vielleicht erst einmal Praktika absolvieren. Oder vielleicht sogar eine Berufsausbildung machen und mich so praktisch spezialisieren.
Wie ihr seht, sind noch viele Fragen offen, die der Vortrag für mich natürlich auch nicht klären konnte. Dafür weiß ich jetzt, worüber ich mir genau Gedanken machen muss und welche Vor- und Nachteile die jeweiligen Optionen haben. Zum Glück habe ich noch knapp ein Jahr Zeit, um diese Entscheidungen zu treffen.

Autor: Franziska  |  Rubrik: studium  |  Jul 25, 2018