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Bachelor live

Abschied aus Leipzig

Alles hat ein Ende so nun auch nach zweieinhalb Jahren meine Studienzeit in Leipzig. Es hat ein wenig gedauert, bis ich mich hier eingelebt hatte. Ich habe die WG eingerichtet und irgendwann auch Freunde gefunden. Ich habe erfahren, wie diese Uni und das Studieren funktionieren. Ich habe unfassbar viel gelernt, fachlich und auch darüber hinaus. Es waren zweieinhalb Jahre, in denen ich viel unterwegs war, in Italien, Polen, der Ukraine und natürlich immer wieder Tschechien. Und es hat seine Zeit gebraucht, bis ich mich nach meinen Ausflügen auf die Rückkehr nach Leipzig gefreut habe – aber dann ist es passiert.
Nun werde ich nach Prag gehen. Die Bachelorarbeit ist angemeldet, die Kurse eingetragen, das Stipendium gesichert, eine Wohnung gefunden. Ich packe in Leipzig mein Hab und Gut in Kisten – und vermisse die Stadt schon jetzt.
Ich werde auch die Uni vermissen. Das Lernen. Das Diskutieren. Die Hörsäle. Vor allem wohl die Mensa. Oh, die Mensa! Sie ist ein Ort der Begegnung. Und ein Ort des Nudeltellers für 1,90 Euro und natürlich der Club Mate, DAS Leipzig-Getränk. Schmeckt furchtbar, aber macht wach.
Ich werde das Theater vermissen, weil ich dort einen Job hatte, der kein Job war, sondern die reinste Freude. Und den Lindenauer Markt mit seinen liebenswerten Gestalten. Ich werde den Kanal vermissen, die Kneipen, den Bahnhof, der für mich immer das Tor zur Welt war.
Ich werde meine Straße vermissen. Diese breite Straße im Norden der Stadt mit den unendlich vielen Hausnummern, die gewissermaßen abseits von allem liegt. Trotzdem gibt es in dieser Straße alles. Vor allem meine WG. Und den Bäcker. Und die Straßenbahnstation. Und den Späti. Und den Dönermann: „Na mein Freund! Mit Hähnchen oder normales Fleisch? Salat komplett? Ohne scharf?“ Bei meinem Dönermann hängt über dem Limonadenregal eine Kreidetafel. Auf ihr steht in sehr grellen Farben ein Spruch geschrieben. Vermutlich ist er sehr wahr. „Kommst du als Fremder, dann gehst du als Freund.“

Autor: Ferdinand  |  Rubrik: studium  |  Feb 23, 2018
Autor: Ferdinand
Rubrik: studium
Feb 23, 2018

Bachelor live

Vorfreude pur

In meinen jüngsten Beiträgen habe ich größtenteils nur über meine Klausurphase berichtet. Heute kann ich glücklich verkünden, dass ich sie tatsächlich hinter mir habe! Die letzte Klausurphase meines Studiums ist vorbei und ich muss nur noch eine einzige Prüfung absolvieren. Ich bin froh, dass ich in den nächsten drei Semestern deutlich mehr Freiraum haben werde, kann es aber auch verstehen, dass andere den Kopf schütteln und meinen, dieser Stress sei nicht notwendig. Für mich persönlich war es die beste Entscheidung, in den ersten drei Semestern so viel zu schaffen, da ich jetzt Puffer für Praktika, mein Auslandssemester und eine entspannte Bachelorarbeitszeit habe.
Die weitere Planung sieht momentan so aus: Ab jetzt bis etwa Ende März werde ich meine Hausarbeit über mittelalterliche Synagogenarchitektur schreiben, im April und Mai eine Hospitanz beim ZDF in Berlin absolvieren und dann noch ein dreimonatiges Praktikum in Frankfurt dranhängen. Auf die Hospitanz in Berlin freue ich mich unglaublich, da das ein Berufsfeld ist, das ich mir sehr gut für meine Zukunft vorstellen kann. Ich freue mich darauf, die Arbeit dort kennenzulernen und hier regelmäßig von meinen Erfahrungen und Erkenntnissen zu berichten.
Eine sehr positive Nachricht, die mich heute erreicht hat, hat meine Motivation für die momentane Hausarbeit deutlich erhöht. Für die Hausarbeit zuvor habe ich eine 1,3 bekommen. Meine Erleichterung und das Glücksgefühl waren riesig! Natürlich erfreut mich der Gedanke nicht, direkt nach der Klausurphase wieder in der Bibliothek zu hocken, aber es führt wohl kein Weg daran vorbei. Ich hoffe, dass alle Leser und Leserinnen ihre Prüfungsphasen erfolgreich beendet haben und jetzt glücklich in die Semesterferien starten!

Autor: Bo  |  Rubrik: studium  |  Feb 23, 2018
Autor: Bo
Rubrik: studium
Feb 23, 2018

Bachelor live

Mein erstes Vorstellungsgespräch - Teil 1

Ein paar Tage, nachdem ich die ersten Bewerbungen für ein Praktikum verschickt hatte, trudelten so langsam die ersten Absagen, aber auch Einladungen zu Vorstellungsgesprächen ein. Die Absagen waren meist kurz gehalten und verwiesen höflich darauf, dass in dem gewünschten Zeitraum keine Praktikumsplätze zur Verfügung stehen würden.
Am meisten freute ich mich über die positive Rückmeldung zu meinem Bewerbungsschreiben und die damit einhergehende Einladung zu einem persönlichen Gespräch von einer PR-Agentur in Frankfurt. Ich hatte am schwarzen Brett in der Uni einen Aushang dieser Agentur gesehen und fühlte mich direkt angesprochen. Angeboten wurde ein dreimonatiges Praktikum im Bereich „Consumer Brands“ mit den Schwerpunkten Travel, Lifestyle, Fashion und Food. Darüber hinaus die Chance auf eine internationale Vernetzung sowie Einblicke in die klassische und moderne PR.
Guter Dinge habe ich mich also auf den Weg nach Frankfurt zu meinem – wie mir dann auffiel – ersten richtigen Vorstellungsgespräch gemacht. Die Aufregung hielt sich in Grenzen, da ich mich ganz gut präsentieren kann und auch keine Scheu vor Gesprächen mit Fremden habe. Außerdem fühlte ich mich gut vorbereitet und motiviert, da ich diesen Praktikumsplatz wahnsinnig gerne haben wollte.
Zu Anfang des Gesprächs erzählten mir meine Gesprächspartnerinnen in wenigen Sätzen etwas über die Agentur. Danach sollte ich mich vorstellen und über meine bisherigen Erfahrungen berichten. Also erzählte ich von meiner Tätigkeit als Bloggerin, meinem Nebenjob im Social-Media-Monitoring für eine PR-Agentur in Wiesbaden, die Arbeit als Hostess auf verschiedenen Messen und dem einen oder anderen weiteren Nebenjob. Die Damen schienen allerdings wenig beeindruckt. Eine von ihnen hakte nach, ob ich bereits Erfahrungen im Journalismus vorzuweisen hätte, ob ich beispielsweise schon mal eine Pressemitteilung verfasst hätte. Beides musste ich leider verneinen. In mir stieg ein ungutes Gefühl über den weiteren Verlauf des Gesprächs auf …

Autor: Nadine  |  Rubrik: studium  |  Feb 22, 2018
Autor: Nadine
Rubrik: studium
Feb 22, 2018