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Bachelor live

Sommerschule Identität(en)

Denke ich an den September – Hilfe, es ist November! – denke ich an einen Monat voller Begegnungen. Auch dank der Sommerschule, welche vom Leipziger Institut für Slavistik organisiert wurde.
Zehn Tage haben sich hier Studierende aus drei Ländern mit dem Thema „Identität(en) im mitteleuropäischen Dreiländereck Deutschland – Polen – Tschechien“ befasst. Bereits 2016 nahm ich an einer Sommerschule teil, damals in Prag. Dort ging es vor allem darum, meine Sprachkenntnisse zu verbessern und im Land zu sein. Und nun? Eine Sommerschule in der eigenen Stadt? Ein voller Erfolg!
Das Thema der Identitäten betrachteten wir aus unterschiedlichen Perspektiven. Es ging um Sprache, um Exilliteratur von Juden, Deutschen und Tschechen in Prag, um Deutsche und Polen in Breslau, um Polen in Leipzig. Neben den Studierenden und den Vortragenden, die hauptsächlich aus den drei Städten stammten, kam auch der vielleicht meist gefeierte zeitgenössische Autor Tschechiens, Jaroslav Rudis, nach Leipzig. Es war ein Erlebnis, seine Texte, Kommentare und Anekdoten live zu hören. Wer hätte gedacht, dass Rudis Texte teilweise von Erlebnissen in Leipzig inspiriert sind?
Das vielleicht Schönste an der Sommerschule aber war die gemeinsame Zeit, die man an den Abenden und zwischen den Veranstaltungen mit den Kommilitonen der anderen Universitäten verbringen konnte. Sich über die Lehre und die Motive für das Slawistik-Studium zu unterhalten, war sehr spannend. Auch tat es gut, festzustellen, dass es vermutlich alle deutschen Slawistik-Studierenden auf die Palme bringt, wenn jemand auf ihre Studienwahl mit „Und was macht man dann damit?“ reagiert. Ebenfalls bereichernd war der Austausch mit den Breslauer und Prager Studierenden. Wann sitzt man schon mal mit Polen und Tschechen gleichzeitig an einem Tisch, kann zwischen drei Sprachen hin und her wechseln, dreisprachige Wortspiele gemeinsam entwerfen? Das geht wohl nur bei einer solchen Sommerschule oder ähnlichen internationalen Veranstaltungen.

Autor: Ferdinand  |  Rubrik: studium  |  Nov 9, 2017
Autor: Ferdinand
Rubrik: studium
Nov 9, 2017

Bachelor live

WG-Party!

Vor Kurzem hatte eine meiner Mitbewohnerinnen Geburtstag. Eigentlich wollte sie für ihre Party einen Raum mieten und dort feiern. Allerdings war kurzfristig alles ausgebucht, sodass als einzige Ausweichmöglichkeit unsere Wohnung blieb. Nachdem das mit allen Mitbewohnern abgeklärt wurde, konnten die Vorbereitungen beginnen.
Es war unsere erste größere WG-Party nach längerer Zeit, weswegen wir vorsorglich sämtliche Nachbarn vorwarnten, dass es möglicherweise etwas lauter wird. Glücklicherweise reagierten alle verständnisvoll und wünschten uns viel Spaß. Am Tag der Party räumten wir dann die komplette Wohnung auf und verrückten einige Möbel, um Platz zum Tanzen zu schaffen. Doch selbst dann war es mir ein Rätsel, wie knapp 40 Leute in unsere Wohnung passen sollten.
Abends trudelten nach und nach die Gäste ein. Das Zimmer des Geburtstagskindes diente als Hauptaufenthaltsraum, mein Zimmer wurde als Jacken- und Taschenlager genutzt und im Zimmer meiner anderen Mitbewohnerin standen der Schuhschrank und andere Möbel, die wir zuvor aus Flur und Küche weggeräumt hatten, sodass ihre Tür geschlossen blieb. Dafür konnten noch einige Gäste im Zimmer meines Mitbewohners sitzen. In der Küche befand sich das Buffet. Im Flur und auf dem Balkon war ebenfalls noch Platz zum Stehen und Sitzen.
Als alle da waren, wurde es in der Wohnung schon kuschelig, allerdings machte das überhaupt nichts. Die Stimmung auf unserer WG-Party war ausgelassen und ich fand es schön, die Freunde meiner Mitbewohnerin mal kennenzulernen. Zum Glück beschwerte sich auch keiner unserer Nachbarn, obwohl die Party bis spät in die Nacht ging. Da alles so gut und ohne Komplikationen geklappt hat, war das wahrscheinlich nicht unsere letzte WG-Party.

Autor: Franziska  |  Rubrik: studium  |  Nov 8, 2017
Autor: Franziska
Rubrik: studium
Nov 8, 2017

Bachelor live

Ein Abstecher nach Singapur

Ich wollte schon seit Langem unbedingt mal nach Singapur. Heute frage ich mich, woher mein Interesse überhaupt kam, denn mir wird jetzt bewusst, dass ich gar nichts über diese Stadt wusste. Das einzige Bild, was ich sofort zu Singapur im Kopf hatte, war der riesige Hotelkomplex mit dem traumhaft schönen Infinity-Pool im 57. Stockwerk, den man in der Werbung oder auf Bildern gesehen hat.
Und hier bin ich nun, im 56. Stockwerk des Marina Bay Sands Hotels in Singapur und warte – bei einer Wahnsinnsaussicht auf die Stadt und das Meer – auf den Sonnenuntergang. Das Stockwerk ist übrigens kein Tippfehler. Auf das 57. Stockwerk kommt man blöderweise nur als Hotelgast. Doch von der Aussichtsplattform im 56. Stockwerk kann man einen Blick auf den Pool werfen, der längst nicht so traumhaft aussieht wie auf den Bildern, da er überfüllt ist mit Hotelgästen.
Abgesehen von diesem Hoteldach hat Singapur, wie ich jetzt weiß, zum Glück noch um einiges mehr zu bieten. Insgesamt ist die Stadt viel facettenreicher, als ich sie mir vorgestellt hatte. Aufgrund von Erzählungen von Leuten, die bereits in Singapur waren, hatte ich eine nahezu sterile, penibel saubere Stadt mit teuren Läden, Menschen in Anzügen und Hochhäusern im Kopf. Doch Singapur hat auch Gegensätzliches zu bieten. Mein Hostel zum Beispiel befindet sich im Viertel „Little India“ und ist günstiger als so ziemlich jedes Hostel, in dem ich in Australien untergekommen bin. Hier gibt es kaum Hochhäuser, man sieht verhältnismäßig wenige Touristen und die Straßen erinnern mich an Bali. Die Architektur kann dort mit niedlichen, bunt bemalten Häusern punkten, das Essen ist fantastisch und selbst für einen Backpacker bezahlbar.
Auch das Viertel „China Town“ lässt einen vergessen, dass man sich in einer Großstadt befindet. In den Sträßchen dort gibt es Märkte mit unzähligen kleinen Läden, die Souvenirs, einheimische Produkte und eine riesen Auswahl an asiatischen Leckereien anbieten. Außerdem kann man kostenfrei einige Tempel besuchen. Ich kann gar nicht sagen, dass mir eine Ecke am besten gefällt, da ich gerade die Vielfalt Singapurs so reizvoll finde.
Ursprünglich hatte ich eine ganze Woche für Singapur eingeplant. Letztendliche habe ich jedoch nur zweieinhalb Tage hier verbracht – klingt recht kurz, hat mir aber völlig ausgereicht. Singapur ist doch um einiges kleiner, als ich dachte, und wenn man seine Zeit gut nutzt, kann man hier in zwei Tagen einiges sehen.

Autor: Nadine  |  Rubrik: studium  |  Nov 7, 2017