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Bachelor live

Der Kunde ist König

Während der Semesterferien arbeite ich in einem kleinen Teeladen mit angeschlossenem Café. Das Spektrum der Kundschaft dort ist breit: Manche von ihnen erzählen mir ihre halbe Lebensgeschichte und plaudern gerne. Dann gibt es Kunden, die wortlos das abgezählte Geld auf den Tisch legen und gehen – ist mir alles schon untergekommen.
Am liebsten sind mir die Stammkunden. Sie sind freundlich, unkompliziert und geben viel Trinkgeld. Einige von ihnen kommen bereits seit Jahren regelmäßig vorbei, zum Beispiel eine Gruppe älterer Herrschaften, die tagtäglich in der Mittagszeit auftaucht und wirklich jedes Mal das Gleiche bestellt.

Anstrengend sind die unentschlossenen Kunden. Sie lassen sich quasi die Speisekarte einmal laut vorlesen, stellen unzählige Fragen und entscheiden sich am Ende entweder für einen ganz normalen Kaffee oder bestellen gar nichts.
Dann gibt es noch Kunden, die teilweise sehr fragwürdige Sonderwünsche haben. Eine Dame verlangte beispielsweise, dass ich ihren Cappuccino in einem Teeglas serviere, statt in einer Tasse und eine andere bestellte ein Stück Torte ohne Boden.
Unangenehm sind die Kunden, die vor oder nach den Öffnungszeiten auftauchen und nicht akzeptieren wollen, dass wir bereits geschlossen oder noch gar nicht geöffnet haben. Letzte Woche kam ein Kunde eine halbe Stunde nach Ladenschluss herein und wollte einen Kaffee bestellen. Als wir ihm erklärten, dass die Kaffeemaschine bereits ausgeschaltet war und gerade gereinigt wurde, wurde er fast ein bisschen ungehalten und verließ schimpfend den Laden. Und auch morgens, wenn wir noch am Aufbauen sind und eigentlich noch gar nicht geöffnet haben, zeigen viele Kunden wenig Verständnis dafür, dass sie ein wenig länger warten müssen.
Aber egal wer zu uns ins Café kommt, die oberste Regel lautet immer: Der Kunde ist König. Also bleibt mir meistens gar nichts anderes übrig, als nur freundlich zu nicken und zu versuchen, die Wünsche der Kunden zu erfüllen.

Autor: Franziska  |  Rubrik: studium  |  Sep 15, 2017
Autor: Franziska
Rubrik: studium
Sep 15, 2017

Bachelor live

An der schönen blauen Donau

An der Grenze zu Österreich – im tiefsten Bayern – liegt Passau. Im 50.000-Einwohner-Städtchen lässt es sich leben. Und studieren erst! Aus dem Hörsaalgebäude stürzt man direkt in die Inn, einen der drei Flüsse, die am Zipfel der Stadt, von dem man Österreich bereits erblickt, monumental in der Donau verschmelzen. Wenn das Licht von der richtigen Seite einfällt, erkennt man, wie sich das verschiedenfarbige Wasser der Flüsse vermengt. So schön es auch ist, wenn eine Stadt gleich drei Flüsse hat, wird Passau der Wasserreichtum nicht selten zum Verhängnis, wenn die Flüsse über die Ufer treten. Zuletzt war dies 2013 der Fall. Die Spuren des Hochwassers sind bis heute im ganzen Ort zu sehen, nicht nur anhand der Marken an den Hauswänden und der Existenz eines Hochwassermuseums, sondern auch an den Bauweisen der Häuser: Die historischen Gebäude haben im Erdgeschoss oft neue Fenster sowie moderne, schick designte Eingangstüren aus Metall.
Ist in Passau alles „im Lot“, ist nicht viel los in der Drei-Flüsse-Stadt. Gut ausgerüstete Radreisende schieben ihre Drahtesel durch die Stadt, glücklich, das Etappenziel erreicht zu haben. Hoch über der Stadt, vor der Klosterkirche, schmeißt man Geschirr, es wird geheiratet. Am Abend ist die Tankstelle der Treffpunkt der Nachtschwärmer. Egal ob jung, ob alt, mit oder ohne Auto: Hier trifft man sich. Untypisch viel Leben hier, mitten in der Nacht, an diesem sonst so beschaulichen Ort.

Autor: Ferdinand  |  Rubrik: studium  |  Sep 12, 2017
Autor: Ferdinand
Rubrik: studium
Sep 12, 2017

Bachelor live

Camping im Regen

Ein paar meiner Freunde kamen auf die Idee, dieses Jahr gemeinsam campen zu gehen. Aufgrund meines begrenzten Reisebudgets kam mir das gerade recht, denn Zelten kostet nicht viel und macht mit den richtigen Leuten trotzdem Spaß. Zugegebenermaßen haben wir damit gerechnet, dass das Wetter zumindest einigermaßen mitspielen würde, als wir unser Campingwochenende planten. Wir suchten uns extra einen Zeltplatz aus, der direkt an einem Badesee gelegen war und viele Möglichkeiten für Outdoor-Aktivitäten bot.
Aber es kam dann alles ganz anders als geplant. Wenige Tage bevor es losging, prophezeite uns der Wetterbericht zwar noch größtenteils Sonnenschein, doch am Tag der Abreise schüttete es dann wie aus Eimern. Eine Verbesserung des Wetters war das komplette Wochenende nicht in Sicht. Den Trip abblasen wollten wir trotzdem nicht, alle Sachen waren längst gepackt und die Autos beladen. Und da immerhin „nur“ Regen gemeldet war und es zumindest kein Gewitter geben sollte, starteten wir mit einigen Regenplanen und wetterfesten Klamotten ausgerüstet trotz allem in unseren Campingausflug.
Dank eines großen Gemeinschaftszelts und zahlreichen Planen konnten wir glücklicherweise auch größtenteils im Trocknen bleiben. Trotzdem ist schlechtes Wetter so ziemlich das, was man beim Zelten am wenigstens gebrauchen kann. Auf Grillen und Lagerfeuer mussten wir dank des Dauerregens verzichten, ebenso auf das Baden im See und die anderen Freizeitangebote im Freien. Außerdem war es ziemlich anstrengend und nervig, zu jeder Zeit einen Regenschirm griffbereit haben zu müssen und nachts penibel darauf zu achten, die Zeltwände nicht zu berühren, um trocken zu bleiben.
Obwohl wir uns das Wochenende definitiv anders gewünscht hatten, machten wir trotzdem das Beste daraus: Wir verbrachten unsere Zeit damit, Karten und andere Spiele zu spielen, gemeinsam mit den mitgebrachten Instrumenten zu musizieren, zu singen und bis spät in die Nacht beisammen zu sitzen und zu quatschen. Insgesamt hatten wir also trotzdem eine schöne Zeit – mit der richtigen Campingausrüstung ist selbst Dauerregen zu bewältigen.

Autor: Franziska  |  Rubrik: studium  |  Sep 1, 2017
Autor: Franziska
Rubrik: studium
Sep 1, 2017