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Bachelor live

Neuer Blick auf die eigene Sprache

Im Wahlbereich belege ich gerade ein Modul des Bereichs „Deutsch als Fremdsprache“. Dabei geht es unter anderem um die richtige Aussprache des Deutschen und um typische Fehler von Nicht-Muttersprachlern. Meine erste Erkenntnis war: „Hilfe, ich bin ein Dialektsprecher!“ Denn wer Chemie nicht mit „ch“ oder „k“ sagt, sondern von „Schemie“ spricht, der spricht offiziell nämlich schon kein Standarddeutsch mehr.
Das Kernstück des Moduls ist das Seminar „Kontrastive Phonetik“. Hier vergleichen wir die phonetischen Besonderheiten des Deutschen mit denen anderer Sprachen. Jeder der Studierenden muss eine umfangreiche Fehleranalyse erarbeiten und sie im Seminar vorstellen. Dazu nehmen wir zunächst einen Deutschlerner auf, der einen Text vorliest. Mit dem Schnittprogramm zerlegen wir die Aufnahme in einzelne Sätze und hören uns diese gefühlt hunderte Male an. Teilweise sind es nur Sekundenbruchteile, in denen man erkennen muss, ob das „a“ nun zu offen oder gespannt gesprochen wurde und ähnliches.
Ich habe mich bei meiner Analyse – natürlich – für eine tschechische Muttersprachlerin entschieden. Da sie schon sehr fortgeschrittenes Deutsch sprach, war es für mich gar nicht so leicht, die Fehler herauszuhören. Dennoch habe ich die typischen Auffälligkeiten eines tschechischen Muttersprachlers erkennen können: das gerollte Zungenspitzen-R und, dass die Endungen der Worte immer voll gesprochen werden, wobei diese ja in der Regel oft verschluckt werden.
Alles in allem bin ich sehr froh mit der Veranstaltungswahl und genieße es, den Blick auf die eigene Sprache wieder um einen Blickwinkel erweitern zu können.

Autor: Ferdinand  |  Rubrik: studium  |  Jun 13, 2017
Autor: Ferdinand
Rubrik: studium
Jun 13, 2017

Bachelor live

Mein letztes Bachelorsemester

In den vergangenen Wochen überschlugen sich die Ereignisse, die Zeit schien zu rennen. Gerade waren noch Ferien und ich habe ein Praktikum absolviert. Jetzt ist schon Mitte des Semesters, die Abgabe meiner Bachelorarbeit rückt näher, die Prüfungen und Ferien auch und ganz nebenbei verstreichen die diversen Masterbewerbungsfristen. Ich bin also gut beschäftigt, dabei aber sehr zufrieden, denn ich habe glücklicherweise trotzdem genug Zeit für andere schöne Dinge.
Dieses Semester besuche ich kaum noch Veranstaltungen. Mein einziges Modul, klinische Kinder- und Jugendpsychologie, ist sehr spannend – so sehr, dass ich überlege, in einer Kinder- und Jugendpsychiatrie ein Praktikum zu machen. Das hätte ich früher kategorisch ausgeschlossen, weil mir das irgendwie zu extrem erschien, aber dank des Moduls kann ich es mir nun doch vorstellen.
Wenn ich nicht in der Uni bin, sitze ich im Max-Planck-Institut (MPI) und arbeite dort entweder in der Neurologie, wo ich eine Stelle als studentische Hilfskraft habe, oder schreibe an meiner Bachelorarbeit. Erst fand ich es nervig, dass ich immer ins MPI fahren musste, um mit Letzterer voranzukommen, weil ich nur dort die entsprechenden Computerprogramme nutzen konnte. Inzwischen finde ich es aber wunderbar, denn so kann ich Arbeit und Freizeit trennen. Der Aufwand für die Bachelorarbeit ist deutlich höher als gedacht, aber inzwischen bin ich optimistisch, dass ich sie im vorgegebenen Zeitrahmen beenden kann.
In den vergangenen Wochen habe ich außerdem erste Bewerbungen für das Masterstudium verschickt. Da ich noch nicht genau weiß, wo ich beruflich mal hin will, möchte ich einen allgemeinen Psychologie-Master machen und nicht einen spezialisierten wie „Klinische Psychologie“ oder Kognitionswissenschaften. Ich fühle mich hier in Leipzig so wohl, deshalb habe ich mich hier für den Master der allgemeinen Psychologie beworben. Für alle Fälle habe beziehungsweise werde ich mich aber auch noch in anderen Städten bewerben.

Autor: Maja  |  Rubrik: studium  |  Jun 8, 2017
Autor: Maja
Rubrik: studium
Jun 8, 2017

Bachelor live

Unistress

Obwohl ich es selbst kaum glauben kann, ist es tatsächlich wahr: Das Semester ist schon zur Hälfte vorbei. Das bedeutet für mich, dass sich langsam aber sicher die Arbeit häuft. Der Stoff aus meinen Vorlesungen wird nicht weniger und die Texte, die ich für meine Seminare lesen muss, stapeln sich. Wenn ich kurz vor den Klausuren nicht wieder vor einem kaum zu bewältigenden Berg Arbeit stehen möchte, wird es langsam Zeit, einen Blick in die empfohlene Literatur zu werfen. Hinzu kommt, dass ich in den kommenden Wochen – jeweils in Gruppenarbeit – drei Referate halten muss, um meine Studienleistungen in verschiedenen Modulen zu erbringen. Das bedeutet, dass ich oft vor oder nach den Vorlesungen von einem Referatstreffen zum nächsten rennen muss und mich manchmal bis spät abends über soziale Medien mit Referatsmitgliedern organisieren muss, damit alles rechtzeitig fertig wird.
Da der Tag leider nur 24 Stunden hat, sind meine zeitlichen Kapazitäten in letzter Zeit häufig ausgeschöpft. Um trotzdem irgendwie alles unter einen Hut zu bekommen, musste ich mein Zeitmanagement verbessern. So nutze ich zum Beispiel Zugfahrten, um Seminartexte zu lesen statt einfach nur Musik zu hören. Anfangs war ich davon genervt, weil es im Zug häufig laut ist und ich mich kaum konzentrieren konnte. Mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt und festgestellt, dass es mir jede Menge Zeit spart. Leider bedeutet der zunehmende Unistress auch, manchmal „nein“ sagen zu müssen, wenn mich Freunde fragen, ob ich etwas mit ihnen unternehme. Oder ich kann zumindest nicht so lange bleiben.
In wenigen Wochen habe ich alle Referate und Studienleistungen hinter mich gebracht. Dann heißt es, für die Prüfungen zu lernen. Aber bald, irgendwo ganz hinten im Tunnel, erscheint das helle Licht der Semesterferien.

Autor: Franziska  |  Rubrik: studium  |  Jun 7, 2017
Autor: Franziska
Rubrik: studium
Jun 7, 2017