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Studentenleben live

Studiumsplanung

Jeder Bachelorstudent kennt das Prozedere der Studiumsplanung. Man hat das Gefühl, dass man theoretisch die Module belegen kann, wann immer man will. Es ist nicht wirklich zu erkennen, dass diese aufeinander aufbauen, schließlich soll das ja der Vorteil am Bachelor sein. Bisher gefällt mir dieses System ganz gut, da ich mir mal in einem Semester mehr und in einem anderen weniger aufbürden kann. Als ich jedoch gestern bei der Sprechstunde des Auslandsbeauftragten war, bemerkte ich die Schwachstellen daran: Momentan würde ich sehr gerne im dritten Semester, also übernächstes Semester, ins Ausland gehen. Wenn ich jedoch im dritten Semester weg bin, dann verpasse ich ein Basismodul in meinem Nebenfach, dass ich bereits dieses Semester nicht belegen konnte. Dieses Modul wird jedoch auch nur im Wintersemester angeboten und somit müsste ich ein weiteres Jahr warten, um es nachholen zu können.
Das Programm, das mich am meisten interessiert, ist ein elfmonatiger Auslandsaufenthalt. Als ich den Zeitraum gesehen habe, musste ich erstmal schlucken. Fast ein ganzes Jahr im Ausland? Zieht sich dann das Studium nicht noch länger hin? Ich habe doch schon zwei Semester mehr als die anderen wegen der kurzen Episode im Jurastudium, darf ich mir das überhaupt leisten? Ich muss ehrlich sagen, dass ich mein Studium gerne recht zügig durchziehen möchte und mein Plan war, nach dem Bachelor so schnell wie möglich einen Master im Ausland zu beginnen. Wer will schließlich schon ewiger Student sein?
Praktischerweise, so habe ich herausgefunden, kann man sich Auslandssemester als Urlaubssemester anrechnen lassen. Offiziell verlängert sich das Studium dadurch also nicht. Was ich mir immer wieder sage, ist, dass sich ein Auslandsaufenthalt unheimlich lohnt und, dass ich diesen großen Punkt auf meiner Wunschliste nicht wegstreichen sollte, nur aus Furcht vor einem beruflichen oder zeitlichen Nachteil. Überhaupt, wollen nicht alle Arbeitgeber international bewandte Mitarbeiter? Für mich ist ein Auslandssemester die absolute Verwirklichung des Studentenlebens und es wird hoffentlich eher früher als später anstehen.

Autor: Bo  |  Rubrik: studium  |  Dec 9, 2016
Autor: Bo
Rubrik: studium
Dec 9, 2016

Studentenleben live

Theaternetzwerk im Bayerischen Wald

Neulich fand in Zwiesel im Bayerischen Wald die alljährliche Konferenz des Cojc-Vereins statt, einem deutsch-tschechischen Theaternetzwerk. Cojc bewegt mit Theater Grenzen. Mittlerweile werden schon seit 16 Jahren Projekte im bayerisch-böhmischen Grenzgebiet realisiert, die tschechische und deutsche Jugendliche zusammenbringen. Ich besuchte beispielsweise bereits „CheckCzech“, ein Format, bei dem mit theaterpädagogischen Methoden deutschen Zuschauern Tschechisch vermittelt wird. Im vergangenen Jahr war ich beim „Magnet“ dabei, einem einwöchigen Projekt, bei dem 50 Tschechen und 50 Deutsche gemeinsam Theater spielten – eine unvergessliche Erfahrung.
Auf der alljährlichen cojclandska-Konferenz treffen die Urgesteine des Netzwerks auf neu dazugekommene Mitglieder und beraten, wie es mit dem Projekt weitergehen soll. Für 2017 wurden zum Beispiel zwei Themen für größere Vorhaben festgelegt. Es wurden Fragen gestellt wie: Was sind die Werte von cojc? Wie sollte man cojc in Zukunft vermarkten? Darüber hinaus wurde im Zwiesler Stadtpark eine Linde gepflanzt. Zwiesel war ein symbolträchtiger Ort für die Konferenz. Es liegt nur wenige Kilometer von der tschechischen Grenze entfernt und war bereits im vergangenen Sommer Spielort der großen „Kaleidoskop“-Theaterakademie. Für mich war es eine Freude, wieder einmal Bayerisch zu hören – wenn ich es auch nicht verstanden habe – und auch mal wieder „echtes“ Tschechisch, nämlich die gängige Umgangssprache, um mich zu haben.
Entkräftet von vielen Begegnungen und Wiedersehen, von langen Abenden, der Verwendung zweier Sprachen und einigen Diskussionen sitze ich auf dem Heimweg in der Waldbahn. Entkräftet, aber auch sehr glücklich.

Autor: Ferdinand  |  Rubrik: studium  |  Dec 5, 2016
Autor: Ferdinand
Rubrik: studium
Dec 5, 2016

Studentenleben live

Hausarbeiten

Ich habe während der Semesterferien zwei 15-seitige Hausarbeiten geschrieben. Es fiel mir schwer, nachdem ich die erste abgegeben hatte, direkt mit der nächsten Arbeit anzufangen. Denn es macht einerseits Spaß, frei Literatur zu einem Thema suchen und selber seinen Senf dazugeben zu können. Aber andererseits steht da ein ganz anderer Druck hinter dem Lesen: Was soll die Leitfrage meiner Arbeit sein? Wird mir eine gute Idee kommen, so dass ich etwas Eigenes entwickeln kann oder beschränke ich mich auf stupides Vergleichen der Positionen anderer? Durchdenke ich die philosophischen Argumente korrekt?
Wenn ich einmal im Denken drin bin, ist dies eine sehr befriedigende Tätigkeit für mich. Aber dennoch verlangt auch das Leben außerhalb der Uni Aufmerksamkeit. Soziale Beziehungen müssen gepflegt, die Wohnung sauber gehalten und das nächste Semester organisiert werden. Gerade in den Semesterferien war es besonders schwer für mich, mir die nötige Zeit für meine Arbeit und alles andere zu nehmen. Das fängt schon beim Schlafen an. Sollte ich lieber ausschlafen und dafür fitter sein oder mir einen Wecker stellen, um mehr Zeit zur Verfügung zu haben? Sollte ich am Wochenende arbeiten? Es fiel mir echt schwer, mich zu entspannen und vor mir selber zu rechtfertigen, warum ich an einem bestimmten Tag nun nichts tue. Dazu kam noch, dass ich kein Abgabedatum hatte. Ich wusste nur, dass ich die Arbeit ungerne mit in das nächste Semester nehmen würde. Aber sollte ich dafür jetzt geplante Besuche absagen, die sonst nur in den nächsten Semesterferien stattfinden könnten? Natürlich ungerne. Dementsprechend hatte ich eher das Gefühl, so ein bisschen durch den Alltag zu taumeln und zu probieren, alles unter einen Hut zu kriegen und dabei möglichst viel Spaß zu haben.

Autor: Lukas  |  Rubrik: studium  |  Nov 25, 2016
Autor: Lukas
Rubrik: studium
Nov 25, 2016