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Studentenleben live

Bachelor Plus

Schon vor Beginn meines Studiums in Leipzig hörte ich das erste Mal von den Möglichkeiten des Bachelor-Plus-Programmes im Fach Westslawistik. In Deutschland gibt es nur 36 Bachelor-Plus-Studiengänge. Diese organisiert der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) und unterstützt Studierende mit Stipendien. Das Plus bedeutet: Eine Regelstudienzeit von vier Jahren und ein integrierter Auslandsaufenthalt im fünften und sechsten Semester – eine echt feine Sache also. Für mich schienen das fünfte und sechste Semester erstmal so weit weg. Doch nun rücken sie näher und es wird ernst.
Vergangene Woche fand eine Informationsveranstaltung der Organisatoren statt. Dort berichteten beispielsweise einige frisch Zurückgekehrte von ihren Erlebnissen. Studiert man Westslawistik mit Schwerpunkt Bohemistik, so wie ich, geht man im fünften Semester nach Breslau und im sechsten Semester nach Prag. Im laufenden Semester werden mich nun schon Workshops von Dozierenden beider Universitäten, die die Ansprechpartner vor Ort sind, in Leipzig erwarten. Während des Auslandsjahres belegt man Sprachkurse und kann ansonsten relativ frei wählen, welche Seminare und Vorlesungen man besucht. In Prag werde ich ein Praktikum absolvieren und kann so spannende Institutionen wie die Prager Zeitung, Radio Prag oder das Prager Literaturinstitut von innen kennenlernen. Wie werden sich wohl meine Polnisch-Kenntnisse entwickeln, wo werde ich wohnen, welchen Menschen werde ich begegnen? Ich bin schon außerordentlich gespannt.

Autor: Ferdinand  |  Rubrik: studium  |  Dec 16, 2016
Autor: Ferdinand
Rubrik: studium
Dec 16, 2016

Studentenleben live

Studiumsplanung

Jeder Bachelorstudent kennt das Prozedere der Studiumsplanung. Man hat das Gefühl, dass man theoretisch die Module belegen kann, wann immer man will. Es ist nicht wirklich zu erkennen, dass diese aufeinander aufbauen, schließlich soll das ja der Vorteil am Bachelor sein. Bisher gefällt mir dieses System ganz gut, da ich mir mal in einem Semester mehr und in einem anderen weniger aufbürden kann. Als ich jedoch gestern bei der Sprechstunde des Auslandsbeauftragten war, bemerkte ich die Schwachstellen daran: Momentan würde ich sehr gerne im dritten Semester, also übernächstes Semester, ins Ausland gehen. Wenn ich jedoch im dritten Semester weg bin, dann verpasse ich ein Basismodul in meinem Nebenfach, dass ich bereits dieses Semester nicht belegen konnte. Dieses Modul wird jedoch auch nur im Wintersemester angeboten und somit müsste ich ein weiteres Jahr warten, um es nachholen zu können.
Das Programm, das mich am meisten interessiert, ist ein elfmonatiger Auslandsaufenthalt. Als ich den Zeitraum gesehen habe, musste ich erstmal schlucken. Fast ein ganzes Jahr im Ausland? Zieht sich dann das Studium nicht noch länger hin? Ich habe doch schon zwei Semester mehr als die anderen wegen der kurzen Episode im Jurastudium, darf ich mir das überhaupt leisten? Ich muss ehrlich sagen, dass ich mein Studium gerne recht zügig durchziehen möchte und mein Plan war, nach dem Bachelor so schnell wie möglich einen Master im Ausland zu beginnen. Wer will schließlich schon ewiger Student sein?
Praktischerweise, so habe ich herausgefunden, kann man sich Auslandssemester als Urlaubssemester anrechnen lassen. Offiziell verlängert sich das Studium dadurch also nicht. Was ich mir immer wieder sage, ist, dass sich ein Auslandsaufenthalt unheimlich lohnt und, dass ich diesen großen Punkt auf meiner Wunschliste nicht wegstreichen sollte, nur aus Furcht vor einem beruflichen oder zeitlichen Nachteil. Überhaupt, wollen nicht alle Arbeitgeber international bewandte Mitarbeiter? Für mich ist ein Auslandssemester die absolute Verwirklichung des Studentenlebens und es wird hoffentlich eher früher als später anstehen.

Autor: Bo  |  Rubrik: studium  |  Dec 9, 2016
Autor: Bo
Rubrik: studium
Dec 9, 2016

Studentenleben live

Theaternetzwerk im Bayerischen Wald

Neulich fand in Zwiesel im Bayerischen Wald die alljährliche Konferenz des Cojc-Vereins statt, einem deutsch-tschechischen Theaternetzwerk. Cojc bewegt mit Theater Grenzen. Mittlerweile werden schon seit 16 Jahren Projekte im bayerisch-böhmischen Grenzgebiet realisiert, die tschechische und deutsche Jugendliche zusammenbringen. Ich besuchte beispielsweise bereits „CheckCzech“, ein Format, bei dem mit theaterpädagogischen Methoden deutschen Zuschauern Tschechisch vermittelt wird. Im vergangenen Jahr war ich beim „Magnet“ dabei, einem einwöchigen Projekt, bei dem 50 Tschechen und 50 Deutsche gemeinsam Theater spielten – eine unvergessliche Erfahrung.
Auf der alljährlichen cojclandska-Konferenz treffen die Urgesteine des Netzwerks auf neu dazugekommene Mitglieder und beraten, wie es mit dem Projekt weitergehen soll. Für 2017 wurden zum Beispiel zwei Themen für größere Vorhaben festgelegt. Es wurden Fragen gestellt wie: Was sind die Werte von cojc? Wie sollte man cojc in Zukunft vermarkten? Darüber hinaus wurde im Zwiesler Stadtpark eine Linde gepflanzt. Zwiesel war ein symbolträchtiger Ort für die Konferenz. Es liegt nur wenige Kilometer von der tschechischen Grenze entfernt und war bereits im vergangenen Sommer Spielort der großen „Kaleidoskop“-Theaterakademie. Für mich war es eine Freude, wieder einmal Bayerisch zu hören – wenn ich es auch nicht verstanden habe – und auch mal wieder „echtes“ Tschechisch, nämlich die gängige Umgangssprache, um mich zu haben.
Entkräftet von vielen Begegnungen und Wiedersehen, von langen Abenden, der Verwendung zweier Sprachen und einigen Diskussionen sitze ich auf dem Heimweg in der Waldbahn. Entkräftet, aber auch sehr glücklich.

Autor: Ferdinand  |  Rubrik: studium  |  Dec 5, 2016
Autor: Ferdinand
Rubrik: studium
Dec 5, 2016