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Studentenleben live

Besuch

Ein sehr guter Freund macht gerade ein Praktikum in Magdeburg. War mein voriges Semester also etwas einsam – ich wohne ja auch alleine – habe ich endlich wieder Leute um mich. So habe ich unter der Woche meistens vormittags meine Hausarbeiten vorangebracht und anschließend mit meinem Kumpel gegessen und entspannt. Er musste tagsüber ins Praktikum, so konnten wir gemeinschaftlich produktiv sein und uns über den Tag austauschen.
Am Wochenende kamen noch andere Freunde vorbei. Es ist ein Privileg des Alleinewohnens, dass man sich nicht mit seiner WG absprechen und sich darauf verlassen muss, dass es sauber ist. Zudem ist dadurch garantiert, dass ich mit meinem Besuch Zeit alleine verbringen kann. Das traumhafte Wetter hatte natürlich dazu beigetragen, dass die Besuchswochen(-enden) bisher meine schönsten Tage hier in Magdeburg waren. Der große Magdeburger Stadtpark und die Elbe sind bei gutem Wetter wunderschöne Orte zum Entspannen, Lesen, Kaffee trinken und Kuchen essen. Zudem gibt es einige Seen im Umland, die mit dem Fahrrad gut zu erreichen sind. So haben wir meistens ausgeschlafen, meine X-Box angeschmissen, gemütlich gefrühstückt und den Nachmittag auf den Rädern verbracht. Abends besuchten wir eine Bar in meiner Straße. Ich finde es gut, ohne große Wege noch schön ein Bierchen trinken gehen zu können. Zudem haben wir mal das Magdeburger Multiplex-Kino ausprobiert und den Tatort in einer Kneipe geschaut.
Ansonsten ist es natürlich einfach schön, wenn Freunde zu Besuch kommen und meine momentanen Lebensumstände als Student kennenlernen möchten. Und natürlich macht es auch Spaß, diese zu zeigen und von sich zu erzählen. Das hilft mir auch, meine Lebenssituation mit anderen Augen zu sehen und sie zu reflektieren.

Autor: Lukas  |  Rubrik: studium  |  Nov 15, 2016
Autor: Lukas
Rubrik: studium
Nov 15, 2016

Studentenleben live

Zukunftspläne

Es ist sehr lange her seit meinem letzten Beitrag… und es sind einige Dinge passiert!
Zuerst einmal: Ich bin mit meinem Studienfachwechsel sehr zufrieden. Mit Kunstgeschichte habe ich definitiv die richtige Wahl getroffen. Der Anfang des Semesters war stressig und vollgepackt mit Einführungsveranstaltungen und der Zusammenstellung des Stundenplans, aber jetzt ist der erste Ansturm vorbei und es kehrt Alltag ein.
Kunstgeschichte ist genauso, wie ich es mir vorgestellt habe. Zwar lernen wir zu Zeit natürlich erst die Grundlagen, aber selbst das ist spannend und ich habe tatsächlich das Gefühl, Wissen anzusammeln. Auch meine Kommilitonen sind sehr nett und entspannt. Ganz nach meiner Art habe ich nach wenigen Wochen des Studiums schon einen Masterplan entworfen, der meinen Wunschort für das Auslandssemester, meine Wunschuniversität für den Master und Einrichtungen, in denen ich gerne mal ein Praktikum machen würde enthält – mal sehen, wie der funktioniert. Außerdem werde ich dank einer erfolgreichen Bewerbung und einem Auswahlgespräch die Ehre haben, im März als ein Teil der Heidelberger Delegation zur Harvard Model United Nations nach Montréal zu fahren. Auf diese Erfahrung freue ich mich schon sehr und kann es kaum erwarten, dort vor Ort ein Teil der Delegation zu sein.
Ich halte es für ein sehr gutes Zeichen, dass ich so viele Zukunftspläne habe. Gerade ist mein Leben also ziemlich perfekt und ich bin selber erstaunt, wie sehr ich angekommen bin. Wer hätte gedacht, dass Zufriedenheit so einfach zu erreichen ist?

Autor: Bo  |  Rubrik: studium  |  Nov 14, 2016
Autor: Bo
Rubrik: studium
Nov 14, 2016

Studentenleben live

„Ich bin ein Autist“

„Ich bin ein Autist“ – mit diesen Worten hat sich ein junger Mann vor hundert Studierenden im Auditorium vorgestellt und über seine Krankheit berichtet. Autismus, was kommen da für Stereotypen hoch? Gar nicht mal so schlechte, denn: Autisten sollen ziemlich schlau sein. Nicht umsonst wird die Krankheit auch „Kleiner-Professor-Syndrom“ genannt. Und auch der junge Mann, der sich da vor uns hinstellte und zwei Stunden lang flüssig und mit einer sehr guten Wortwahl vortrug, ohne auf Notizzettel zu gucken, wirkte ziemlich intelligent. Und tatsächlich, so erzählte er, gelten rund ein Drittel aller Autisten als besonders intelligent.
Er erzählte uns aber auch, dass Autismus auch eine ernst zu nehmende Krankheit ist – wie er es nicht zu sagen scheute: eine Behinderung. Kennzeichnend für Autisten sei, dass sie Ordnung und Struktur lieben, aber mit Menschen nicht so gut auskommen. Sie hätten tendenziell wenig Empathie und könnten wichtige von unwichtigen Informationen nicht unterscheiden. Unser Vortragender benutzte folgende Metapher: „Stellt euch vor, ihr steht auf einer Autobahnbrücke und versucht, jedes Kennzeichen abzuschreiben.“ So sei es für ihn immer gewesen. Mit viel Übung und Willensstärke habe er es geschafft, zu lernen, sich den „normalen“ Menschen anzupassen und sich auf verschiedene Situationen vorzubereiten, um nicht diesen Gedankenstrom wie auf der Autobahnbrücke abwehren zu müssen. Doch auch er würde von „Autisten-Momenten“ übermannt, wie bei einem Ausflug nach Berlin, wo er sich für den fünftägigen Besuch fünf identische Outfits gekauft und diese in identischen Kisten in der gleichen Weise für jeden Tag vorbereitet hatte.
Ich fand es unglaublich beeindruckend, dass ein Mensch mit einer solchen Behinderung sich Situationen aussetzt, die ihm all das zumuten, was ihm so schwer fällt. Wahnsinnig inspirierend, was mit Mut und Willensstärke so alles zu schaffen ist.

Autor: Luisa  |  Rubrik: studium  |  Nov 11, 2016
Autor: Luisa
Rubrik: studium
Nov 11, 2016