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Studentenleben live

Erstis

Ein neues Trimester hat begonnen. Das heißt, es gibt wieder neue Gesichter auf dem Campus. Live konnte ich deren Studienstart in den vergangenen Jahren nicht erleben, weil ich immer noch in den Ferien oder im Ausland war. Aber dieses Jahr konnte ich die Erstis bei ihren ersten Schritten in der Law School neugierig beobachten.
Und es sah echt spannend aus! Ich erinnere mich noch genau daran, wie ich die ersten neuen Leute kennengelernt habe, die jetzt zu meinen engsten Freunden gehören. Daran, wie ich mich immer beim Mittagessen mit vielen verschiedenen Leuten an den Tisch gesetzt habe und wie ich schon tiefe und persönliche Gespräche mit Menschen geführt habe, die ich noch gar nicht so gut kannte. Und daran, wie das alles spannend und neu war, die Stadt, die Leute, das Studieren, …
Jetzt habe ich also diese ganzen Erstis gesehen, denen es wahrscheinlich genauso geht wie mir vor vier Jahren. Die noch ein bisschen unbeholfen und ziemlich neugierig über den Campus laufen. Die noch total offen sind, immer alle anquatschten und ihr Grüppchen noch nicht gefunden haben. Die wunderbare Stunden auf dem Campus in der Sonne entspannen, um diese ganze neue, aufregende Atmosphäre in sich aufzusaugen.
Ein bisschen wehmütig werde ich bei der Erinnerung an die Zeit, als mein ganzes Studium noch vor mir lag. Dafür liegt nun aber vieles hinter mir, das ich nicht so gerne nochmal wiederholen würde: Die Hausarbeiten, die Bachelorarbeit, die Schwerpunkts-Abschlussprüfung, Bilanzierung und Buchführung, und, und, und.
Dafür steht jetzt etwas anderes vor der Tür, vor dem ich mich auch am liebsten drücken würde: das Examen. Noch ist mein Plan, dieses im Februar zu schreiben, weswegen ich jetzt eine Examenslerngruppe gegründet habe und mit der Wiederholung anfange – es wird allmählich ernst! Es fühlt sich komisch an, aber ich freue mich darauf, wenn in einem halben Jahr der erste große Teil meines Studiums (hoffentlich) geschafft ist.

Autor: Luisa  |  Rubrik: studium  |  Oct 6, 2016
Autor: Luisa
Rubrik: studium
Oct 6, 2016

Studentenleben live

Berührungsängste

Germanistik, Medizin, Jura – nur ein paar Beispiele für Studienrichtungen der abi>>-Blogger, von denen mein Gegenüber auf der einen oder anderen Party schon oft mit Begeisterung berichtet hat. Wenn ich dann erzähle, dass ich Mathe studiere, werde ich zumeist erst einmal komisch angeguckt. Mathe flößt den meisten Leuten viel Respekt ein. Nun konnte ich einen guten Einblick in das Mathestudium erhalten. Also warum nicht mal ein paar Vorurteile hinterfragen:
1. Mathematiker sind Nerds mit Sozialphobie: Stimmt nicht! Klar, es gibt ein paar Kommilitonen aus der Mathe-Bachelor-Riege, die zumindest ein bisschen dem Klischee entsprechen. Der Großteil sind allerdings sehr nette Leute. Das einzige kleine Problem ist, dass sie alle schrecklich intelligent sind, sodass man sich fühlt, als wäre man ein bisschen dumm. Ansonsten habe ich sehr vielseitig interessierte Freunde gefunden.
2. Man muss ein Genie sein, um das Mathestudium zu schaffen: Klar, es ist kein Zuckerschlecken. Man muss entweder ziemlich viel Grips haben oder ziemlich viel lernen – oder beides ein bisschen. Um das durchzuhalten, braucht man ein Faible dafür – und ich kenne viele Leute, die das Studium abgebrochen oder auf Lehramt gewechselt haben, weil sie überfordert waren. Ich kann nur sagen: Vor dem Studium wurde mir prophezeit, ich würde durch alle Klausuren fallen und das sei normal – dafür schlage ich mich meiner Meinung nach ziemlich gut.
3. Mathe studieren ausschließlich Jungs: Was für ein Unsinn, das gilt nur für Informatik! Spaß beiseite: Die Jungs sind in der Überzahl, aber Mädchen trifft man trotzdem oft genug an.
4. In Mathe muss man viel rechnen: Das ist der größte Schwachsinn überhaupt. In Klausuren wird zwar teilweise mal ein bisschen gerechnet, aber das große Konstrukt ist viel wichtiger.
Fazit: Wer überlegt, Mathe zu studieren, sollte sich nicht von Vorurteilen abschrecken lassen. Viele Unis bieten Assessment-Center an, in denen man online Fähigkeiten testen kann, die man im Mathestudium brauchen und weiterentwickeln wird. Der Kontakt mit der Fachschaft, Vertrauensdozenten und Studierenden ist ebenfalls ratsam. Ich wurde auf jeden Fall positiv überrascht und bin sehr froh über meine Entscheidung.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Oct 6, 2016
Autor: Janna
Rubrik: studium
Oct 6, 2016

Studentenleben live

We are the World

Vor einiger Zeit war ich mit meinem Freund in Köln auf einem Konzert. Diesen Satz habe ich meistens so stehen lassen, da er so schon ziemlich cool klingt. Die meisten gaben sich damit aber nicht zufrieden, da es ein instinktiver Reflex zu sein scheint, nach der Band zu fragen – und die Antwort überraschte alle.
Direkt von einem Ausflug aus Straßburg kommend waren mein Freund und ich beide mit Rucksack unterwegs. Allerdings stellten wir etwas schockiert fest, dass wir dieses Accessoire gar nicht gebraucht hätten, um aufzufallen. Alleine unsere Haarfarbe entlarvte uns als noch unter 60-jährig und hob uns damit von der breiten Masse ab. Mit dem Meer weißer Köpfe stiegen wir auf eines der Schiffe, die an der Eisenbahnbrücke am Ufer lagen. Dort warteten wir darauf, dass die Jungen Kölner Philharmoniker die Bühne betraten.
Da in der Veranstaltungsbeschreibung nicht viel stand, hatten wir die Tickets auf gut Glück gebucht und waren angesichts des Durchschnittsalters des Publikums etwas skeptisch geworden. Das bereitliegende Programm beruhigte uns aber etwas. Unsere Kenntnisse zusammengenommen konnten wir vor allem Filmmusik und ein paar Jazzklassiker ausmachen. Als die Musiker dann die Bühne betraten, damit den Altersdurchschnitt wieder erheblich senkten und der Dirigent sich schon bei der ersten Anmoderation als Albert Einsteins verwirrterer Zwilling outete, flogen die letzten Bedenken über Bord.
Das Auftaktstück war ein verjazzter Tschaikowsky, der einen zusammen mit der Tatsache, dass wir uns in einem fahrenden Boot befanden, in eine Art Live-Kino versetzte. Nicht die Bilder bewegten sich, sondern wir bewegten uns durch die Bilder am Ufer. Zur Pause verschlug es uns dann aufs Dach, wo wir inzwischen ein Stück rheinaufwärts die Sonne über Köln untergehen sahen.
Mit einem noch deutlich moderneren zweiten Teil und dem Statement, dass Musik verbindet, setzten die Musiker mit „We are the World“ noch einen beeindruckenden Schlussakkord, der eindeutig auch jüngeres Publikum verdient gehabt hätte.

Autor: Katha  |  Rubrik: studium  |  Oct 6, 2016
Autor: Katha
Rubrik: studium
Oct 6, 2016