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Studentenleben live

Improvisation

Was heißt denn eigentlich Improvisation bei Tänzern? Klar, von Musikern kennt man das. Von Schauspielern auch. Aber bei Tänzern? Macht da einfach jeder, was er will? Oder ist das auch einstudiert? Das waren so typische Fragen, die sich mir nach meiner ersten öffentlichen Improvisationsveranstaltung an der Kunsthochschule in Köln stellten.

Im zweiten Semester war ich Teil eines Projekts mit der Bezeichnung „Ad Hoc“, was wörtlich übersetzt „hierfür“ bedeutet, für uns aber eher im Sinne von „aus dem Stegreif“. Es war ein begleitendes Wahlfach. Wie ich schon erklärte, war im Tanzstudium fast jede Veranstaltung im Stundenplan vorgegeben. Aussuchen konnte ich mir nur die Wahlfächer, die aber eine begrenzte Teilnehmerzahl hatten. Das Angebot war sehr vielfältig: Es gab Gesang, Pilates, Feldenkrais und Alexandertechnik (Entspannungs- und Körperbewusstseinsmethoden), Spitzentanz (das mit den typischen Ballett-Spitzenschuhen) oder eben Improvisation.

Das Besondere an Improvisation waren die Zusammenarbeit mit den Musikstudierenden der Hochschule und die Kooperation mit Kunststudierenden, die sich auf Videoproduktion spezialisiert hatten. Wir probten zusammen mit den Musikern bei uns im Zentrum; die Aufführungen fanden an der Kunsthochschule statt, wurden dort gefilmt und live übertragen.

Die Proben sahen wie folgt aus: Zunächst experimentierten wir in Kleingruppen, da die Musiker ein Gespür für unsere Bewegungen und wir Tänzer eines vom Klang der verschiedenen Instrumente bekommen sollten. Hierfür – und so ist es meistens bei einer Improvisation – erhielten wir von den Projektleitern immer bestimmte Regeln. Man kann sich das vorstellen wie einen Spielplan. Die Regeln konnten unterschiedlichster Natur sein: ein bestimmter Partner, Impulse geben oder der Musik folgen, immer nur stehen oder gehen, alle auf der gleichen Beckenhöhe sein, kopieren und modulieren oder bestimmte Requisiten auf eine definierte Art nutzen wie zum Beispiel einen Stuhl.

Die Regeln schufen einen Rahmen, in dem wir uns ausprobieren und kennenlernen sollten. Dabei ergaben sich „Situationen“, in denen wir spontan gemeinsam choreographierten. Es war also nichts vorher einstudiert und so schufen wir bei jeder Aufführung ein neues Stück.

Autor: Mila  |  Rubrik: studium  |  Jan 12, 2016
Autor: Mila
Rubrik: studium
Jan 12, 2016

Studentenleben live

Neujahrsprobleme

Den Jahreswechsel feierten wir also auf der großen Silvesterparty vor dem Brandenburger Tor. Es war halb zwölf, als wir die letzte Runde Glühwein zu den anderen trugen und meine Freundin Lucy unmittelbar danach vollkommen aufgelöst war. Sie hatte den ganzen Abend über ihre Tasche unter der Jacke getragen, damit nichts gestohlen werden konnte, doch beim Tragen der Becher hatte sich die Jacke geöffnet und jemand hatte ihr Portemonnaie und ihr Handy entwendet.

Nach dem Feuerwerk suchten wir daher erst einmal die Polizei, damit Lucy ihre Daten abgeben konnte, falls die Sachen wieder gefunden würden. Das gestaltete sich etwas schwieriger als gedacht, da zwar eine ganze Menge Polizeiautos herumstanden, aber niemand wusste, wo sich die mobile Wache befand. Wir wurden von einem Ort zum nächsten geschickt, bis wir die zuständigen Beamten endlich gefunden hatten.

Mittlerweile war es fast ein Uhr und Lucy und ich hatten somit noch vier Stunden Zeit, bis unser Zug nach Hause fahren würde. Deshalb beschlossen wir, noch ein bisschen das Berliner Nachtleben zu genießen. Wir entschieden uns für eine gemütliche Kneipe auf der Warschauer Straße, da die Schlangen vor den Clubs extrem lang waren. Dort angekommen wurden wir Mädchen ziemlich aufdringlich von ein paar Jungs angesprochen, die sich absolut nicht abwimmeln ließen, während unsere Freunde Getränke holen waren. Trotz der eher weniger ansprechenden Musik ließen wir uns aber nicht die Stimmung vermiesen, sondern stürmten später sogar noch die Tanzfläche, um die letzte Zeit zu fünft zu genießen, bevor unser Zug Richtung Heimat ging.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Jan 12, 2016
Autor: Janna
Rubrik: studium
Jan 12, 2016

Studentenleben live

Neujahrsgrüße

Und schon sind die studentischen Ferien zwischen Weihnachten und Neujahr vorbei. Wie in jedem neuen Jahr seit Studienbeginn, habe ich nicht das Gefühl, nach der Pause erholter zu sein. Schon jetzt sehne ich mich nach neuen Ferien oder Urlaubstagen, die entspannen. Das mag aber auch daran liegen, dass ich nun wieder ein Lebensjahr älter geworden bin. In diesem Fall hat nun mein zweites Vierteljahrhundert begonnen.

Wir haben meinem 25. Geburtstag zu Ehren ein großes Fest gefeiert. Zuerst ging es zu meinen Schwiegereltern, die zum Kuchenschlemmen eingeladen haben. Am Abend ging es bei meinen Eltern mit einem festlichen Abendessen weiter. Es war toll, mal wieder so viele mir verwandte und herzlich bekannte Gesichter zu sehen! Am Tag darauf war Weihnachten und die Feierlichkeiten gingen entsprechend weiter. Ich habe endlich mal wieder Musik mit meiner Mutter machen können, was total schön war, aber irgendwie doch nicht so richtig erholsam. Mit der Schwiegerfamilie musste Jesu Geburtstag selbstverständlich auch nochmal gebührend gefeiert werden und ehe ich mich versah, war auch schon Silvester und das nächste Fest stand an. Zwischendurch haben wir noch einen ganz schönen Zirkus gemacht – ich meine natürlich, wir waren im Zirkus.

Wie dem auch sei, während ich schreibe ist jedenfalls schon wieder ein Feiertag. Die christliche Welt feiert, dass drei weise Männer aus einem fernen Land ein Baby besucht haben. Ich indes würde gern morgen das Fest zu Ehren meiner erledigten Seminararbeiten, Referate und Ausarbeitungen feiern. Aber ob es dazu kommen wird? Ich weiß es nicht, denn leider ist noch keine dieser Arbeiten wirklich erledigt und das ärgert mich. Vielleicht geschieht ja doch noch ein feiertägliches Wunder – ich weiß es nicht. Damit es soweit kommt, muss ich aber definitiv meine studentischen Ferien, die offiziell noch bis morgen gehen, opfern. Daran scheint sich nichts zu ändern.

Autor: Mia  |  Rubrik: studium  |  Jan 11, 2016
Autor: Mia
Rubrik: studium
Jan 11, 2016