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Studentenleben live

Die ersten Hürden

Nachdem ich mein Wunschwohnheim angegeben hatte, bekam ich vergangene Woche das Angebot und den Mietvertrag für einen Wohnheimplatz. Ich bin sehr glücklich, da das Zimmer preislich noch gut bezahlbar und auch von der Lage her in Ordnung ist. Bis zur Hochschule sind es nur zehn Minuten mit dem Auto und die Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel ist auch sehr gut. Eine Woche hatte ich Zeit um den Platz anzunehmen und die Kaution von 8.000 Norwegischen Kronen (circa 865 Euro) zu überweisen. Ich schrieb meiner Freundin und hoffte, dass sie das gleiche Angebot bekommen hatte und wir zusammen eine Wohnung beziehen könnten. Nach kurzer Zeit kam die Antwort: Bei ihr gab es technische Probleme bei der Anmeldung, daher konnte sie ihr Angebot nicht einsehen. Es hieß also warten bis das Problem behoben war. Ein paar Tage später erzählte sie mir mit großer Freude, dass wir im gleichen Haus wohnen können – zum Glück.

Nun mussten wir beide den Platz annehmen und die Kaution überweisen. Leider fiel mir etwas zu spät auf, dass man bei einem normalen Überweisungsformular nur Eurobeträge eintragen kann. Zu diesem Zeitpunkt war es aber schon Freitagnachmittag und die Bank hatte schon geschlossen. Wie sollte ich denn nun die 8.000 Norwegischen Kronen bis Montag an das Wohnheim in Oslo überweisen? Kurzzeitig war ich etwas verzweifelt. Mein Papa hatte dann zum Glück die rettende Idee und alles lief glatt – der Online-Überweisung sei Dank. Die Gebühr von circa 20 Euro konnte ich locker verkraften.

Wie ich in meinem letzten Beitrag schon erwähnt hatte, muss ich mich auch bei der Polizei in Oslo registrieren. Für EU-Bürger ist das kein großer Aufwand, denn ich muss mich einfach nur auf der Internetseite der „Immigration Authorities“ anmelden. Die richtige Registrierung erfolgt dann vor Ort. Hierfür muss ich verschiedene Dokumente wie Ausweis und Krankenversicherungskarte einreichen, die ich direkt an der Hochschule abgeben kann. Von dort werden sie dann zur Polizei weitergeleitet, so dass ich selbst nicht viel machen muss.

Autor: Nicole  |  Rubrik: studium  |  Nov 16, 2015
Autor: Nicole
Rubrik: studium
Nov 16, 2015

Studentenleben live

Eine russisch-orthodoxe Taufe

Vergangenes Wochenende war ich zu einer Taufe in Stuttgart eingeladen. Zwar liegt das von Freiburg aus gesehen nicht gerade um die Ecke, aber ich war noch nie zuvor bei einer Taufe und bei einer russisch-orthodoxen erst recht nicht. Es gab eine lange Zeremonie mit vielen Gesängen, Weihrauch und dem eigentlichen Highlight: dem Untertauchen des Kindes in heiligem Jordanwasser. Natürlich ist es schwierig, in unseren Breiten eine Schüssel voll Jordanwasser zu bekommen, aber immerhin ein paar Spritzer des heiligen Wassers konnte der Priester unter das (vermutlich) Stuttgarter Leitungswasser mischen. Danach wurde der kleine Täufling auch gefirmt. Das heißt, mit teuren Ölen gesalbt und dann mit einem Schwamm abgewaschen. Zu guter Letzt wurden ihm noch die ersten Haare abgeschnitten, um zu symbolisieren, dass er ab heute ein Sklave Christi sei, allen anderen gegenüber aber frei. Deshalb – so hat es der Priester für die vielen Gäste erklärt – waren ursprünglich bei einer orthodoxen Taufe die Eltern des Täuflings gar nicht anwesend, sondern haben den Kleinen erst nach der Zeremonie wieder in Empfang nehmen dürfen. Leider haben dem Kleinen weder Bad noch Salbung gefallen und er hat fast ohne Pause geweint. Aber wie soll er mit seinen zehn Wochen Lebenserfahrung auch verstehen, was plötzlich vor sich geht? Und eine erste Locke hatte er noch gar nicht, da musste dann die Taufpatin herhalten. Nach dem offiziellen Teil wurden kurzerhand Bierbänke und Tische in die Kirche getragen und es gab ein schönes gemeinsames Essen.

Autor: Rose  |  Rubrik: studium  |  Nov 13, 2015
Autor: Rose
Rubrik: studium
Nov 13, 2015

Studentenleben live

Was tun, wenn der NC nicht reicht?

Durch meine Schwester und ihre beste Freundin bin ich in der letzten Zeit mit ziemlich vielen Leuten in Kontakt gekommen, die dieses Jahr anfangen haben zu studieren und bei deren Wunschfächern der Numerus Clausus (NC) ziemlich hoch war. Vor allem die Medizin- und Psychologie-Bewerber haben erzählt, dass sie Sorgen haben, keinen Studienplatz zu bekommen. Dabei haben sich drei Optionen herauskristallisiert, was sie tun, wenn ihr Notenschnitt für das gewünschte Fach nicht ausreicht.

1. Auf die Wartezeit hoffen. Statt direkt nach dem Abi zu studieren, gehen daher viele für ein Jahr ins Ausland, machen ein Freiwilliges Soziales Jahr, Praktika oder eine Ausbildung in einem Bereich, der mit ihrem Wunschstudienfach zu tun hat. Ein schöner Nebeneffekt ist, dass man direkt schon Erfahrungen sammelt, die einem später nützen können. Diese Option finde ich vor allem dann super, wenn man nicht ganz sicher ist, ob ein Studium wirklich die richtige Wahl ist. Danach hat man auf jeden Fall mehr Lebenserfahrung, findet im Idealfall etwas über sich selbst heraus und vielleicht auch, was man wirklich machen möchte.

2. Alternativen finden. Für manche Berufe ist ein bestimmtes Studium Voraussetzung, aber um beispielsweise in die Medienbranche zu gehen, muss es nicht unbedingt „Kommunikations- und Medienwissenschaften“ sein, ein anderes Studienfach aus dem Bereich Sprach- und Gesellschaftswissenschaften führt häufig auch zum Ziel. Praktika sind in dieser Branche wichtiger als ein Abschluss in einem bestimmten Fach.

3. Etwas ganz anderes machen. Auf einer Party erzählte mir ein Mädchen, sie wolle eigentlich Psychologie studieren, aber falls ihr NC nicht reicht, wäre Germanistik auch okay. Eine andere hatte fest geplant, Medizin zu studieren – und macht jetzt Jura. Beide habe ich gefragt, warum sie ihren Traum denn so schnell aufgeben wollen, denn wenn sie eigentlich schon immer Ärztin oder Psychologin werden wollen und auch schon Praktika in den Bereichen absolviert haben, warum werfen sie den Traum beim ersten Widerstand weg?

Ich selbst bin bislang mit der zweiten Option sehr gut gefahren. Statt Medienwissenschaften hatte ich Soziologie als Ergänzungsfach und kann mir nicht vorstellen, dass „MeWi“ mich glücklicher gemacht hätte. Für Sozialwissenschaften auf Lehramt hat es bei mir ebenfalls nicht gereicht. Aber das hat meinen Ehrgeiz, stattdessen Mathe ernsthaft durchzuziehen, angespornt. Letztendlich bin ich froh, dass ich genau diesen Weg gegangen bin. Ich habe viel erlebt und bin mir jetzt umso sicherer, richtig zu liegen. Und seien wir mal ehrlich: Lebensläufe ohne Ecken und Kanten sind doch langweilig!

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Nov 12, 2015
Autor: Janna
Rubrik: studium
Nov 12, 2015